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Schlagwort: GT

Limitiert & elektrifiziert: Rimac C_Two

Mates Millionen-Maschine

Supercar. Flügeltüren, Carbon. Leder.
Zwölf Zylinder? Falsch. Acht? Falsch.
Irgendwelche? Falsch!

Mate Rimac und seine Firma entwickeln in Kroatien elektrische Antriebe und Komponenten zum Beispiel für den Aston Martin Valkyrie, den Regera von Koenigsegg und auch harmlosere Fahrzeuge.
Daneben propagiert man die Message vom Fahren mit Strom auch mit exklusiven Supercars. Sogar sehr exklusiv: vom Rimac Concept One wurden nur acht Stück verkauft. Der C_Two soll mehr zusammenbringen.

Foto: Rimac Automobili

Im ersten Jahr hofft Rimac Automobili auf 20 verkaufte Exemplare, insgesamt sollen nicht mehr als 150 Stück entstehen.

Geht recht brav

Die Batterien liefern 120 kWh aus, und das für 650 Kilometer. Auch die weiteren Kennwerte klingen durchaus brav: 1.408 kW/1.914 PS sowie 2.300 Newtonmeter kann der Antrieb bereitstellen.
Da wird am Weg zu den Reifen (speziell von Pirelli zubereitet) zweifellos einiges weggefiltert. Allrad mit Torque Vectoring nutzt die Möglichkeiten des E-Antriebs aus.

Foto: Rimac Automobili

Aktive Aero-Teile wie Diffusoren vorn und hinten, Heckflügel und Lufteinlässe lassen sich nach Bedarf/Lust auf weniger Luftwiderstand oder mehr Kühlung einstellen.

Sehen & gesehen werden

Das Ganze kostet auch sein Geld. Eine Million Euro wird wohl nicht ausreichen. Wer da ein langes Gesicht macht, muss überhaupt draußen bleiben. Das Auto öffnet sich seinem Fahrer mittels Gesichtserkennung.
Unsereins bleiben also 1,8 Sekunden, uns den C_Two auf seinem weg von Null auf 100 anzuschauen. Dabei schaut er aber auch uns ganz genau zu.

Foto: Rimac Automobili
Foto: Rimac Automobili

Mit acht Bordkameras und LIDAR, Radar, sowie zwölf Ultraschallsensoren ist es ist der das vielleicht aufmerksamste und konnektivste Serienfahrzeug der Welt, meint das Unternehmen. Diese Sensorik sammelt 8 (acht) Terabyte an Daten pro Stunde.

Autonom am Autodrom

Autonomie auf Stufe 4 ist möglich. Das Auto fährt also schon fast ganz von selbst, Fahrer/in darf trotzdem noch nicht zuhause bleiben.

Foto: Rimac Automobili

Im Gegenteil! Für den Inneraum verspricht Rimac tadellose Platzverhältnisse und Bequemlichkeit für zwei Menschen.
Helfer wie adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent und Kollisionsbremse verstehen sich von selbst und passen sich den äußeren Bedingungen an. Dass uns ein Assistent helfen soll, auf der Rennstrecke die Ideallinie zu finden, ist aber neu.
Foto: Rimac Automobili

Ende nie: wieder ein TVR Griffith

Trevor träumt weiter

Es ist ein Naturgesetz: britische Automarken sterben nie, sie gehen nur pleite. Und sie kommen irgendwann wieder!

Vor 70 Jahren sperrte Mr. Wilkinson seine Firma TVR auf. Die Buchstaben stehen für seinen Vornamen, Trevor.
Er verabschiedete sich bald wieder aus dem Unternehmen, seine drei Buchstaben zierten etliche Klassiker. Gegen Ende der Saga baute TVR auch seine eigenen Motoren.
Das letzte Modell hieß Sagaris, war ein Schmuckstück und viel zu teuer. Ein russischer Milliardär verpasste mit geschäftlichen Kapriolen der Firma den Fangschuss. Seit 2013 tüftelt eine Gruppe finanzstarker Fans am Revival.
Jetzt ist TVR wieder da, oder zumindest wieder am Start. Der Neue heißt, ganz klassisch, Griffith.

Foto: TVR/Newspress

TVR-yota?

Nicht originell, aber gelungen: Die Form haben wir schon irgendwo gesehen, vielleicht in Japan. Wie sich das gehört, wohnt der Motor im lang gestreckten Bug.
Wie sich das ebenfalls gehört, drehen sich die Hinterräder. Wie sich das sowieso gehört, wird ein sechsgängiges Getriebe ganz altmodisch von Hand geschaltet. Dennoch ist er Griffith hochmodern. Kohlefaser, Ground-Effect, ESP: Entworfen hat ihn Gordon Murray.

Foto: TVR/Newspress

Genaue Leistungsdaten gibt es noch nicht, Der vielseitige Coyote-V8 von Ford wurde bei Cosworth überarbeitet und hat dort angeblich den Prüfstand zerrissen. Wenn’s nicht stimmt, ist’s gut erfunden!
Der Marktstart soll Ende 2018 sein, zum Preis von rund 100.000 Euro plus Abgaben. Und man träumt schon wieder von Le Mans.
Foto: TVR/Newspress

Teaser aus England: Morgan Aero GT

Über-Morgan

Keine Hektik: nur acht Stück gibt’s vom bislang extremsten Straßenauto aus Malvern Hill, und die sind alle schon verkauft.

Der Bausparer kann also unangetastet bleiben, dennoch macht die Morgan Motor Co. aus dem Auto eine große Show. In voller Pracht wird er 2018 am Genfer Salon zu sehen sein, wenn die Firma ihre Vorfreude im Zaum halten kann. Ein bisserl Vorspiel ist aber immer noch drin.

Foto: Morgan
Foto: Morgan

Mit dem Motorsport-inspirierten Aero GT endet gleichzeitig die Produktion des Aero 8. Der wird seit 17 Jahren in Handarbeit gebaut; der Motor kommt aus München. Oder besser: er kam. Der 4,8 Liter große V8 wird nicht mehr produziert.
Das Feuerwerk zum Abschied wird besonders laut knallen. 367 PS und ein Drehmoment von 490 Nm schicken den Aero GT in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Rennen fahren soll der Aero GT angeblich nicht. Wir freuen uns auf das fertige Produkt in Genf, und auf die Downsizing-Turbo-Morgans der Zukunft…

Hypercar: Fittipaldi EF7 Vision Gran Turismo

Der Traum des Weltmeisters

Streng limitiert und sicher nicht billig: aus der Spielkonsole auf die Rennstrecke, mit 600 PS.

Emerson Fittipaldi hat es nicht immer leicht gehabt. Seine Formel-1-Karriere ging nach zwei WM-Titeln  bergab, das Familien-Experiment des eigenen Teams war ein Rohrkrepierer.In den 1980ern startete er in Amerika neu durch, gewann zweimal das Indy 500 und den IndyCar-Titel.
In jüngerer Zeit setzte er sich aber als Promoter des brasilianischen WEC-Laufes in die finanziellen Nesseln, vor einem Jahr klopfte der Exekutor an seine Tür. Jetzt lässt der Pätriarch der Rennfahrerfamilie Fittipaldi wieder aufhorchen.

Foto: Newspress
Foto: Newspress

Neues Projekt mit starken Partnern: Die Technik des Fittipaldi EF7 entstand bei HWA, auch bekannt als Erbauer der DTM- und GT-Rennfahrzeuge von Mercedes-AMG. Für die Außenhaut ist Pininfarina verantwortlich. Unterstützt wird das Hypercar-Projekt auch von Sony, denn das Auto taucht in der neuesten Version von „Gran Turismo“ auf.
Mit knapp 1.000 Kilo hat der 600 PS starke V8-Saugmotor unbekannten Hubraums (womöglich aus der DTM?) keine Mühe; das Auto mit Kohlefaser-Monocoque soll den FIA-Sicherheitsbestimmungen für Rennautos entsprechen.
Foto: Newspress

Ein kompromissloses Trackday-Gerät soll der EF7 sein; und Käufer des zweifellos nicht billigen und auf 25 Stück limitierten Renners werden vom Champion selbst in der Handhabung unterwiesen. Allen anderen bleibt Gran Turismo!

 

Ford GT: Höchstgeschwindigkeit 347 km/h

Fastlane

Der Supersportwagen schlägt seine Konkurrenten im direkten Rennstrecken-Vergleich und erreichte setzt Maßstäbe bei der Endgeschwindigkeit.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 347 km/h ist der GT das bislang schnellste Serienmodell von Ford. Dabei profitiert der Supersportwagen unter anderem vom bisher stärksten EcoBoost-Serienaggregat überhaupt: Der 3,5 Liter große Sechszylinder-Biturbo mobilisiert 647 SAE-PS – die europäischen kW-/PS-Werte sind noch nicht homologiert.
Derart gerüstet, knüpft der neue Ford GT an die erfolgreiche Historie an, die diesen Supersportwagen seit mehr als fünf Jahrzehnten auszeichnet. Bei der Jagd nach Bestzeiten lässt er namhafte Konkurrenten hinter sich. Der Beleg: Im Rahmen von Testfahrten auf der kanadischen Rennstrecke Calabogie Motorsports Park war die Neuauflage Mittelmotormodells schneller als der McLaren 675LT und der Ferrari 458 Speciale. Alle drei Fahrzeuge gingen bei identischen äußeren Bedingungen und mit demselben Rennfahrer am Steuer sowie unter exakt gleichen Voraussetzungen auf die Jagd nach Bestzeiten. Dies beinhaltete neben frischen Reifen und neuen Betriebsflüssigkeiten auch die für diesen Kurs optimale Fahrwerksabstimmung. Die Rundenzeiten zum Vergleich:
Ford GT:                                  2.09,8 Minuten
McLaren 675LT:                        2.10,8 Minuten
Ferrari 458 Speciale:                 2.12,9 Minuten
„Der Ford GT ist ein Ultra-High-Performance-Fahrzeug“, betont Raj Nair, als Vizepräsident der Ford Motor Company verantwortlich für die Produktentwicklung weltweit. „Dank der Kohlefaser-Bauweise haben wir deutliche Gewichtseinsparungen erzielt. Dies verschaffte uns an anderer Stelle zusätzliche Spielräume – vor allem in den für maximale Leistungsfähigkeit besonders relevanten Bereichen wie etwa den aktiven Aerodynamik- und Aufhängungssystemen. Das Ergebnis sind nochmals verbesserte Fahrleistungen.“
Mit einem Leergewicht von weniger als 1.400 Kilogramm rangiert der Ford GT exakt zwischen seinen beiden Hauptkonkurrenten, dem McLaren 675LT und dem Ferrari 488. Das daraus resultierende Leistungsgewicht von 2,14 Kilogramm pro PS zählt zu den besten aller Serienfahrzeuge.
Foto: Ford

Koreanische Sportskanone: Kia Stinger

Flotter Stecher

Mit dem Stinger steigen die Koreaner erstmals in das viersitzige Gran-Turismo-Segment ein und wollen BMW und Audi Konkurrenz machen.

Foto: Kia
Foto: Kia

Die North American International Auto Show in Detroit wird üblicherweise von den Premieren US-amerikanischer Hersteller dominiert. Diesmal steht ein koreanischer Newcomer mit europäischen Wurzeln im Rampenlicht: Die neue Sportlimousine Kia Stinger feiert auf der Messe ihre Weltpremiere. Still und heimlich entwickelten die Koreaner ihr Top-Modell weiter. Aus GT wird nun der Stinger (Stachel), das bislang aufregendste Auto in der Markengeschichte, der nun in das Segment großer deutscher Hersteller sticht.
Foto: Kia
Foto: Kia

Die Karosserie ist dynamisch gestaltet, erinnert aber an sportliche Modelle von BMW und Audi. Trotzdem hat der Stinger einen eigenen Charakter, der keine Verwechslungsgefahr aufkommen lässt. Ähnliches gilt für die Gestaltung des Innenraums: Der Stinger zeigt sich auch hier elegant und sportlich. Edle Materialien findet man bei den Sitzen und Verkleidungen. Ein aus der Mitte des Armaturenbretts ragendes Display zeigt das Navigationssystem und sonstige Funktionen.
Überzeugend ist auch das Platzangebot. Mit 4,83 Meter ist er etwas länger als manche seiner Konkurrenten. Mit 2,91 Metern verfügt der Stinger über den längsten Radstand seiner Klasse. Das ermöglicht auch im Fond komfortables Reisen, auch wenn es wegen des abfallenden Dachs über dem Kopf für die Mitreisenden etwas knapp wird.
Foto: Kia
Foto: Kia

Das Motoren-Portfolio umfasst zwei Triebwerke: Ein 2 Liter großer Vierzylinder mit 255 PS und eom 3,3 Liter großer Sechszylinder-Biturbo, dessen Leistung man noch verschweigt. Das Entwicklungsziel für die Top-Motorisierung ist laut Kia, das Auto in 5,1 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen und eine Spitzengeschwindigkeit von 270 km/h zu ermöglichen. Die Kraftübertragung erfolgt serienmäßig über ein achtstufiges Automatikgetriebe an die Hinterräder. Darüber hinaus ist der Stinger auch mit Allradantrieb erhältlich, der laut Kia heckbetont ausgelegt ist. Gegen Aufpreis sind viele Extras zu haben: Abstandsradar, Head-Up-Display, aktiver Spurhalteassistent oder elektronisch verstellbares Fahrwerk. Über den Preis des Stinger hüllt man sich derzeit noch in Schweigen. Der Marktstart soll Ende 2017 erfolgen.
Fotos: Kia

Mehr Dynamik: Renault Twingo GT

Heckweg erlaubt

Die Franzosen verpassen ihrem Kleinwagen ein Sportfahrwerk und mehr Leistung, samt einem sportlich ausgelegten ESP.

Foto: Renault
Foto: Renault

Mit dem Namenszusatz GT legt Renault einen Twingo mit einer deutlich gesteigerten Fahrleistungen auf . Die eigens angefertigten 17-Zoll Alufelgen, das Sportfahrwerk und die verchromte Doppelauspuffanlage gehören ebenso zur Serienausstattung wie die neuen GT-Sitze und das spezielle Innenraumdesign in Schwarz und Orange. Die Kernkompetenz des Twingo GT liegt allerdings im Heck des Fahrzeugs: Ein von Renault Sport optimierter Dreizylinder-Turbobenziner, der aus 898 Kubikzentimetern Hubraum ganze 110 Pferdestärken und 170 Newtonmetern Drehmoment generiert. Das Aggregat sitzt direkt über der angetriebenen Hinterachse und sorgt so für bessere Fahrleistungen und mehr Traktion.
Foto: Renault
Foto: Renault

Um das leistungsgesteigerte Triebwerk ausreichend beatmen zu können, wurde ein spezieller Lufteinlass in den linken, hinteren Kotflügel integriert. Dieser leitet die benötigte Frischluft direkt zum Turbolader und reduziert gleichzeitig die Temperatur der Ansaugluft um 12 Prozent. Diese scheinbar kleine Änderung erzielt einen großen Effekt: Der Verbrennungsvorgang wird um insgesamt 23 Prozent optimiert und sorgt in Verbindung mit der Drehzahlerhöhung des Turboladers, der stärkeren Treibstoffpumpe, der neuen Abgasanlage und dem optimierten Motorkennfeld für die Leistungssteigerung von 20 PS und 35 Newtonmeter im Vergleich zum Basistriebwerk TCe 90. Mit 110 PS und 170 Newtonmetern Drehmoment soll der Twingo GT in 9,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.
Foto: Renault
Foto: Renault

Neben Verbesserungen an Triebwerk und Motorsteuerung erfolge auch eine Anpassung des elektronischen Stabilitätsprogrammes ESP. Durch das straffere GT-Fahrwerk konnten die Ingenieure das ESP-Kennfeld etwas nachsichtiger gestalten, um die Beschleunigung speziell aus engen Kehren zu verbessern. Das ermöglicht dem Fahrer ein für den Hinterradantrieb typisches, leichtes „Schmieren“ des Hecks am Kurvenausgang, ohne dabei Einschränkungen in Sachen Sicherheit in Kauf nehmen zu müssen. Zu bestellen ist der Twingo GT ab sofort, die ersten Auslieferungen erfolgen Ende Dezember 2016. Der Startpreis liegt bei 15.790,- Euro.
Fotos: Renault

Mehr Sport von Ford: Mustang GT4

Nicht nur Pose

Kein Tuning-Mobil, keine Studie, sondern ein echtes Rennfahrzeug ist einer der Stars auf der SEMA Show in Las Vegas.

Rund um die Welt gibt es Meisterschaften nach dem GT4-Reglement. Dort fährt unter anderem auch KTM mit dem X-Bow GT4. In diese Klasse steigt Ford Performance mit seinem Pony-Car ein.
Basismodell des Rennfahrzeuges ist der in Amerika bereits erfolgreiche Shelby GT350R-C. Den Antrieb besorgt ein 5,2 Liter großer V8-Motor, geschaltet wird ein sequentielles Sechsgang-Getriebe via Paddles. (Für die Statistik: angetrieben werden die Hinterräder.)
Die Sicherheitseinrichtungen wie Käfig u.ä. entsprechen den FIA-Normen. Das Fahrzeug wurde vom bekannten kanadischen Entwickler Multimatic mitentwickelt, der auch für den Ford GT verantwortlich war.
Ein imposantes Aerodynamik-Paket mit Splitter, Flügel und diffusor rundet den Auftritt ab, der durchaus auch in Tuning-Kreisen bestehen kann – aber alles am Mustang GT4 hat einen Zweck. Nämlich: schnell sein! Über den Preis verrät Ford uns noch nichts.

Understatement pur: Peugeot 308 GT

Löwe im Schafspelz

Fährt schneller, als er aussieht: Der französische Hersteller hat einen sportlichen Kompakten im Programm, der seine Muskeln nur auf der Straße spielen lässt.

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Mehr als eine Viertelmillion 308er hat Peugeot bisher verkauft. Höchste Zeit für ein sportliches Derivat: Die Konkurrenz prunkt mit Spoilern, übergroßen Alufelgen und tiefen Schürzen, dem 308 GT ist solch offen zur Schau getragene Sportlichkeit fremd. Trotzdem kann sich das Design sehen lassen. Das elegante Blaumetallic und die doppelflutige Auspuffanlage werten das Design gelungen auf.
Nur die kleinen GT-Logos lassen auf das „Löwenherz“ unter der Motorhaube schließen. Innen geht es ähnlich dezent weiter: Großzügiger Einsatz von Edelstahl-Optik, die Alu-Pedalerie und rote Ziernähten machen das Cockpit sehr elegant. Die Sitze bieten viel Seitenhalt, nur das kleine Lenkrad stört ein wenig: Es verdeckt leider einen Teil der Tacho- oder Drehzahlanzeige. Ansonsten präsentiert sich der Armaturenträger aufgeräumt, fast alle Einstellungen werden via zentralem Touchscreen vorgenommen – ganze fünf Tasten gibt’s noch.

Kurven bevorzugt

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Vor allem das gut abgestimmte Fahrwerk verlockt zu mancher Extra-Runde auf kurvenreichen Straßen. Dazu gesellen sich standfeste Bremsen, eine ultradirekte Lenkung und viel Traktion beim Beschleunigen. Ohne Durchdrehen bringt der 1,6l-Turbomotor die 205 PS und 285 Newtonmeter auf die Straße. In 7,5 Sekunden erreicht man aus dem Stand die 100-km/h-Marke. Von den 1,2 Tonnen Gewicht merkt man nichts. Im Sportmodus wechseln die Instrumente in ein tiefes Rot. (Zu tief, denn man sieht den – genauso – roten Drehzahlbereich nicht mehr; das endet dann mitunter im Begrenzer.)
Foto: Robert May
Foto: Robert May

Die zentrale Anzeige informiert über Parameter wie die aktuell abgerufene Leistung, Ladedruck und Drehmoment oder auch die auf den Fahrer wirkenden Fliehkräfte. Der Motor hängt noch besser am Gas, und der Sound wird kerniger – allerdings, weil künstlich, nur im Innenraum. Das manuelle Sechsgang-Getriebe lässt sich schnell und sauber schalten. Trotz des etwas strafferen Fahrwerks bleibt der GT absolut alltagstauglich. Verbrauch im Test: rund 7,8 Liter Super.
Der Peugeot 308 GT ist ein Auto für all jene, die gerne etwas flotter unterwegs sind, ohne sofort aufzufallen. Alles in allem ein gelungener Kompakt-Sportler!
Fotos: Robert May

Peugeot 308 GT 1.6 e-THP S&S
Motor: Vierzylinder-Reihenmotor; Direkteinspritzung; Turbolader
Hubraum: 1.598 ccm
Leistung: 151 kW/205 PS bei 6.000 U/Min.
Drehmoment: 285 Nm bei 1.750 U/Min.
Höchstgeschwindigkeit: 235 km/h
0-100 km/h: 7,5 Sekunden
Verbrauch (Werk): 5,6 l auf 100 km
Testverbrauch (Durchschnitt): 7,8 l auf 100 km
CO2: 130 g/km
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
Reifen: 225/40 R18
Kraftübertragung: Vorderradantrieb
Fahrwerk: vorne McPherson-Aufhängung; hinten Doppellenkerachse
Bremsen: Scheibenbremsen innenbelüftet; ABS, ESP
Leergewicht: 1.200 kg
Tankinhalt: 53 l
Preis: 32.750,- Euro
Preis des Testwagens: 38.222,- Euro

Föhnfrisur: Mercedes AMG GT Roadster

Frischer Wind

Am Pariser Autosalon wird Mercedes die offene Variante des Supersportwagens AMG GT der Weltöffentlichkeit präsentieren.

Foto: Daimler AG
Foto: Daimler AG

Auch der derzeit schnellste Mercedes wird schon bald als „Unverlöteter“ zu haben sein. Die Rede ist vom AMG GT, der statt dem Stahldach auch mit einem dreilagigem Stoffverdeck zu den Händlern rollt. Dabei wird es ihn in zwei verschiedenen Ausführungen geben: AMG GT Roadster und AMG GT C Roadster.
Im „normalen“ AMG GT Roadster sorgen 476 PS und 630 Newtonmeter Drehmoment, die schon ab 1.700 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung stehen für reichlich Fahrspaß. Wem das zu wenig ist, der kann auch zum „hohen C“ greifen. Im AMG GT C Roadster mobilisiert der 4 Liter große V8 satte 557 PS und 680 Newtonmeter.
Foto: Daimler AG
Foto: Daimler AG

Zudem verfügt die C-Variante über einen breiteren Hintern, unter dem eine weitere Spur, breitere Räder und eine Hinterachslenkung Platz finden. Für den Sprint auf 100 km/h vergehen 4,0, beziehungsweise 3,7 Sekunden.
Unter dem Blechkleid versteckt sich erwartungsgemäß modernste Technik: Das Doppelkupplungsgetriebe mit Transaxle-Technik wurde überarbeitet und der 7. Gang kürzer ausgelegt. Zudem kann der Fahrer auf 4 Fahrprogramme zugreifen. Die Preise hat Mercedes noch nicht genannt.
Fotos: Daimler AG