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Limitiert & elektrifiziert: Rimac C_Two

Mates Millionen-Maschine

Supercar. Flügeltüren, Carbon. Leder.
Zwölf Zylinder? Falsch. Acht? Falsch.
Irgendwelche? Falsch!

Mate Rimac und seine Firma entwickeln in Kroatien elektrische Antriebe und Komponenten zum Beispiel für den Aston Martin Valkyrie, den Regera von Koenigsegg und auch harmlosere Fahrzeuge.
Daneben propagiert man die Message vom Fahren mit Strom auch mit exklusiven Supercars. Sogar sehr exklusiv: vom Rimac Concept One wurden nur acht Stück verkauft. Der C_Two soll mehr zusammenbringen.

Foto: Rimac Automobili

Im ersten Jahr hofft Rimac Automobili auf 20 verkaufte Exemplare, insgesamt sollen nicht mehr als 150 Stück entstehen.

Geht recht brav

Die Batterien liefern 120 kWh aus, und das für 650 Kilometer. Auch die weiteren Kennwerte klingen durchaus brav: 1.408 kW/1.914 PS sowie 2.300 Newtonmeter kann der Antrieb bereitstellen.
Da wird am Weg zu den Reifen (speziell von Pirelli zubereitet) zweifellos einiges weggefiltert. Allrad mit Torque Vectoring nutzt die Möglichkeiten des E-Antriebs aus.

Foto: Rimac Automobili

Aktive Aero-Teile wie Diffusoren vorn und hinten, Heckflügel und Lufteinlässe lassen sich nach Bedarf/Lust auf weniger Luftwiderstand oder mehr Kühlung einstellen.

Sehen & gesehen werden

Das Ganze kostet auch sein Geld. Eine Million Euro wird wohl nicht ausreichen. Wer da ein langes Gesicht macht, muss überhaupt draußen bleiben. Das Auto öffnet sich seinem Fahrer mittels Gesichtserkennung.
Unsereins bleiben also 1,8 Sekunden, uns den C_Two auf seinem weg von Null auf 100 anzuschauen. Dabei schaut er aber auch uns ganz genau zu.

Foto: Rimac Automobili
Foto: Rimac Automobili

Mit acht Bordkameras und LIDAR, Radar, sowie zwölf Ultraschallsensoren ist es ist der das vielleicht aufmerksamste und konnektivste Serienfahrzeug der Welt, meint das Unternehmen. Diese Sensorik sammelt 8 (acht) Terabyte an Daten pro Stunde.

Autonom am Autodrom

Autonomie auf Stufe 4 ist möglich. Das Auto fährt also schon fast ganz von selbst, Fahrer/in darf trotzdem noch nicht zuhause bleiben.

Foto: Rimac Automobili

Im Gegenteil! Für den Inneraum verspricht Rimac tadellose Platzverhältnisse und Bequemlichkeit für zwei Menschen.
Helfer wie adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent und Kollisionsbremse verstehen sich von selbst und passen sich den äußeren Bedingungen an. Dass uns ein Assistent helfen soll, auf der Rennstrecke die Ideallinie zu finden, ist aber neu.
Foto: Rimac Automobili

Studie mit Muskeln: Subaru VIZIV Tourer

Kombi goes STi

Keine Vitzfigur: ein fünftüriges Konzept lässt am Genfer Salon seine Grundreize spielen.

Name aus der Retorte: seit 2013 ist dies die dritte Studie der Japaner unter dem Label VIZIV. Das steht für “Vision for Innovation” – hm.
Aber man wird sich dran gewöhnen, sollte der VIZIV Tourer in ähnlicher Form in Serie gehen, was jedoch leider eher unwahrscheinlich ist.

Foto: Subaru

Noch eine Parole “Enjoyment and Peace of Mind” soll das Styling der neuen Subaru-Generation bringen.
Spaßig schaut das Konzept allerdings aus, die Gemütsruhe kommt beim aggressiven Look etwas ins Schwanken.
Wir sind gespannt, wieviel von dieser Muskelmasse es bis zu den zukünftigen Serienautos schafft – traut sich Subaru das?
Foto: Subaru

Der 4,8 Meter lange Fünftürer trifft in seinen DImensionen rein zufällig (?) haargenau in die Klasse des aktuellen Outback.
Genaue Daten gibt es keine, aber Allrad und Boxermotor sind Pflicht, ebenso das nächste Upgrade des Sicherheistssystems EyeSight.
Foto: Subaru
Foto: Subaru

Premiere in Genf: BMW Alpina XD3

Vorläufig vorzüglich

Seit über 50 Jahren arbeitet Alpina an Autos der Münchner Marke, das neueste SUV kommt jetzt dran.

Alpina greift wieder einmal zum Diesel als Motivator. Basis für den XD3 ist der Dreiliter-Motor mit sechs Häferln in Reihe und gleich vier Turbos.
Die Zahlen: der Motor leistet 285 kW/388 PS zwischen 4.000 und 5.000 Touren, mit maximalem Drehmoment von 770 Nm. Alle weiteren Angaben tragen den Zusatz “vorläufig” – von Null auf 100 ist man in 4,6 Sekunden, die Vmax liegt bei 266 km/h.

Foto: Alpina

Alpina nennt auch vorläufige Verbrauchswerte nach dem neuen, realistischeren WLTP Messverfahren (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure): 9,0 l/100 km, entsprechend 238* g/km CO2-Emission.
Via achtstufiger Automatik wird ein Allradantrieb angesteuert, alle mit hauseigenen Hard- und Software-Optimierungen.
Foto: Alpina
Foto: Alpina

Zum Beispiel liefert Alpina die zusätzlichen Fahrerlebnisse (Einstellung der Dämpfer- und Motorkennlinien) Comfort+ und Sport+.
Für den Auftritt stehen standardmäßig 20-Zoll-Leichtmetallräder und optional 22-Zöller zur Wahl. Bestellen kann man den XD3 ab Mitte 2018.
Foto: Alpina

SUV-Coupé: Mitsubishi Eclipse Cross

Auffallend abfallend

Mitsubishi ergänzt seine Modellpalette mit einem kompakten SUV, das vor allem mit seiner coupéhaften Dachlinie auffällt.

Foto: Mitsubishi
Foto: Mitsubishi

Der Eclipse Cross wird jedoch kein Modell ablösen, sondern das Portfolio ergänzen. Er ist zwischen dem ASX und dem Outlander positioniert und soll diese Lücke schließen. Ins Auge sticht vor allem die steil abfallende Dachlinie, die den Eclipse Cross sehr dynamisch wirken lässt. Die Heckleuchten sitzen in der Mitte der geteilten Scheibe und erinnern stark an Honda-Modelle.
Auch im Innenraum wurde kräftig Hand angelegt. Dieser präsentiert sich modernen und übersichtlicher als bei den bisherigen Modellen. Optional ist auch ein Head-up-Display erhältlich. Zwei Motoren kündigt Mitsubishi zum Marktstart an: Einen 1,5 Liter großen Turbo-Benziner und den überarbeiteten 2,2 Liter großen Dieselmotor.
Foto: Mitsubishi
Foto: Mitsubishi

Beide sollen rund 150 PS generieren. Den Benziner gibt es ab Werk mit einem stufenlosen Automatikgetriebe, der Diesel wird durch eine Achtgang-Automatik geschaltet. Serienmäßig ist bei beiden Motorisierungen der Allradantrieb, welcher durch gezielte Bremseingriffe an der Hinterachse für ein sportlicheres Fahrgefühl sorgen soll. Der Marktstart ist für Jänner 2018 geplant.
Fotos: Mitsubishi

Hypercar: Fittipaldi EF7 Vision Gran Turismo

Der Traum des Weltmeisters

Streng limitiert und sicher nicht billig: aus der Spielkonsole auf die Rennstrecke, mit 600 PS.

Emerson Fittipaldi hat es nicht immer leicht gehabt. Seine Formel-1-Karriere ging nach zwei WM-Titeln  bergab, das Familien-Experiment des eigenen Teams war ein Rohrkrepierer.In den 1980ern startete er in Amerika neu durch, gewann zweimal das Indy 500 und den IndyCar-Titel.
In jüngerer Zeit setzte er sich aber als Promoter des brasilianischen WEC-Laufes in die finanziellen Nesseln, vor einem Jahr klopfte der Exekutor an seine Tür. Jetzt lässt der Pätriarch der Rennfahrerfamilie Fittipaldi wieder aufhorchen.

Foto: Newspress
Foto: Newspress

Neues Projekt mit starken Partnern: Die Technik des Fittipaldi EF7 entstand bei HWA, auch bekannt als Erbauer der DTM- und GT-Rennfahrzeuge von Mercedes-AMG. Für die Außenhaut ist Pininfarina verantwortlich. Unterstützt wird das Hypercar-Projekt auch von Sony, denn das Auto taucht in der neuesten Version von “Gran Turismo” auf.
Mit knapp 1.000 Kilo hat der 600 PS starke V8-Saugmotor unbekannten Hubraums (womöglich aus der DTM?) keine Mühe; das Auto mit Kohlefaser-Monocoque soll den FIA-Sicherheitsbestimmungen für Rennautos entsprechen.
Foto: Newspress

Ein kompromissloses Trackday-Gerät soll der EF7 sein; und Käufer des zweifellos nicht billigen und auf 25 Stück limitierten Renners werden vom Champion selbst in der Handhabung unterwiesen. Allen anderen bleibt Gran Turismo!

 

Hyundai-Premieren: i30 Kombi & IONIQ Plug-in

Das Beste aller Welten

Die konventionellere Klientel hat eine neue Kombi-Option im kompakten Segment; ganz zukunftsweisend gibt sich IONIQ Nummer 3.

Der Kombi mit 4,585 Metern Gesamtlänge um 24,5 Zentimeter länger als der Hatchback, dazu einen Zentimeter höher. Mit verfügbarem Stauraum von 602 bzw. maximal 1.650 Litern siedelt der Hersteller den Neuen innerhalb des Spitzenfeldes seiner Klasse an. Zusätzlichen Platz offeriert der doppelte Kofferraumboden mit mehreren Fächern.
Die Antriebe entsprechen denen aus dem Fünftürer: drei Benziner (1,4l-Vierzylinder-Saugmotor, 100 PS; 1,0l-Dreizylinder-Turbo, 120 PS; 1,4l-Vierzylinder-Turbo, 140 PS) und drei Diesel (jeweils 1,6l mit 95,110 oder 136 PS). Die Kraft geht via Sechsgang-Schaltgetriebe oder Siebengang-Doppelkupplung auf die Vorderräder.
Ab 18.990,- Euro wird die Transport-affine Variante des i30 zu haben sein, im Juni kommt er zu den Händlern. Der „konventionelle“ i30 startet bei 17.990,- Euro.

Foto: Hyundai
Foto: Hyundai

Den IONIQ gibt es ab Sommer in seiner dritten Geschmacksrichtung: zu Hybrid und Elektriker gesellt sich die Plug-in-Hybridversion. Er möchte das „Beste beider Welten“ sein und Dkombiniert laut Werk eine Elektro-Reichweite von bis zu 63 km mit CO2-Emissionen von 26 g/km und Treibstoffverbrauch von 1,1 l/100 km im kombinierten NEFZ.
Die Kombination aus 1,6l-Turbo-Benziner sowie E-Motor leistet zusammen 103,6 kW/141 PS bei 265 Nm Drehmoment. Die LiPo-Batterie mit einer Kapazität von 1,56 kWh residiert unter den Rücksitzen.
Foto: Hyundai

Außerdem in Genf zu sehen: eine autonome Version des IONIQ, die aktuell in den USA bereits im Straßenverkehr getestet wird. Und die Studie Hyundai FE gibt einem Ausblick auf die künftige Antriebstechnologie der Marke mit Wasserstoff-Brennstoffzelle, und wohl auch einem Vorgeschmack auf künftiges Styling.
Foto: Newspress
Foto: Newspress

Konzeptfahrzeuge: Die Zukunft beginnt jetzt

Schweizerischer Flux-Kondensator

Egal ob mit Elektroantrieb, Brennstoffzelle, oder einer Portion Lifestyle: Die Concept-Cars am Genfer Autosalon ermöglichen einen Blick in die Zukunft.

Gerade in der heutigen Zeit, wo uns beim Thema Mobilität viele Umstellungen und Neuerungen erwarten, ist es interessant einen Blick auf die Konzeptfahrzeuge der Hersteller zu werfen. Nicht alles was gezeigt wird, wird uns in der Zukunft auch von A nach B chauffieren. Jedoch eröffnen uns die Studien einen Einblick, wohin die Reise des Automobils in den nächsten Jahren gehen wird. Und es wird eine spannende Zeit werden, denn nicht nur verschiedene Antriebsmöglichkeiten konkurrieren um ihren Platz in der Zukunft. Auch komplette Mobilitätssysteme – wie etwa das fliegende Auto – bewegen sich durch die Fortschritte der Techniker in greifbare Nähe.

Foto: Newspress

Das beste Beispiel hierfür ist das in Genf vorgestellte Flugauto von Airbus und Italdesign Namens Pup.up. Das modular aufgebaute System besteht im Wesentlichen aus einer Passagierkabine, in der zwei Leute Platz finden. Diese kann, je nach Verwendungszweck an ein Fahr- oder Flugmodul gekoppelt werden. Statt im Stau zu stehen kann man die aus Kohlefaser gefertigte Kabine an das Flugmodul an- und das Bodenmodul abkoppeln, um danach per Senkrechtstart in die Arbeit zu fliegen. Damit man neben dem Führerschein nicht auch noch den Flugschein machen muss, bewegt sich Pop.up rein autonom – am Asphalt, sowie in der Luft. Einen Nachteil hat das rein elektrisch betriebene System aber: Wer zu spät in die Arbeit kommt, dem werden wohl die Ausreden ausgehen.
Foto: Newspress

Auch für die Nobelmarke Bentley beginnt langsam aber sicher das elektrifizierte Zeitalter. Dies verdeutlicht das in Genf vorgestellte „EXP 12 Speed 6e“ Konzeptfahrzeug. Mit dem langen Überhang vorne, dem tief liegendem Kühlergrill und dem mächtigen Heck soll es einen Ausblick auf die Designsprache von Bentley in der Zukunft bieten. Die Studie soll rein elektrisch fahren und via Induktion geladen werden.
 
Foto: Newspress

Wer gerade keine kabellose Ladestation zur Hand hat, für den versteckt sich unter der hinteren Kennzeichenmulde am Heck ein handelsüblicher Anschluss. Der Innenraum ist eine gelungen Kombination aus Retro und Moderne. Über die genauen Leistungsdaten und die Reichweite hält man sich Seitens Bentley bedeckt. Kein Wunder, denn man will die komplette Flotte mit Plug-in-Technologien ausstatten. Den Anfang macht 2018 der Bentayga.
 
Foto: Catecar

Etwas anders stellt man sich die Zukunft in der Schweiz vor. Der Berner Henri-Philippe Sambuc stellt in Genf ein interessantes Concept-Car vor. Der Catecar Dragonfly wiegt nur 560 Kilogramm und wird von einem 11 Kilowatt starken E-Motor angetrieben. Im Gegensatz zur Konkurrenz braucht der Kleinwagen aber keine Steckdose oder sonstige Ladequellen. Die Batterien werden ausschließlich von Solarzellen am Dach gespeist. Zudem verfügt der Dragonfly über einen Range Extender der sich dann dazuschaltet, wenn der Ladezustand der Batterie unter 30 Prozent abfällt.
Foto: Catecar
Foto: Catecar

Gedacht wurde der kleine Flitzer aber sowieso für kurze Strecken im Mittelmeer-Raum. Okay, das macht den Dragonfly jetzt nicht unbedingt besonders interessant. Doch sein Erfinder hat zwei geniale Ideen: Zum einen verfügt der Wagen über einen Partikelfilter, der ständig die Umgebungsluft ansaugt und diese von Feinstaub reinigt. Bis zu 60 Kubikmeter Luft sollen so in einer Stunde gereinigt werden. „Das Auto der Zukunft soll nicht für die Klimaverschmutzung verantwortlichen sein, sondern diese bekämpfen“, erklärt der Schweizer. Zum anderen besteht die Karossiere des Dragonfly aus verstärkten Leinenfasern. Und wenn es nach seinem Erfinder geht, soll der Wagen an mehreren Standorten weltweit gebaut werden und die Produktion an die Verfügbarkeit der vorhandenen Rohstoffe, wie etwas Hanf für die Karosserie, angepasst werden. „So brauchen wir die Autos nicht um die halbe Welt zum Endkunden karren“, erläutert Sambuc sein Konzept.
Foto: Newspress

Dass nicht nur die E-Auto-Entwicklung in großen Schritten vorangeht, zeigt Hyundai. In Genf zeigten die Koreaner mit dem FE Fuel Cell Concept den Prototyp eines wasserstoffbetriebenen SUV. Doch nicht nur das elegante Design sorgte für staunende Blicke. Denn für Hyundai ist die Brennstoffzellen-Technik keineswegs Neuland. Seit 2013 bietet man mit dem ix35 Fuel Cell an, der mit einer Tankfüllung von 5,64 Kilogramm Wasserstoff rund 600 Kilometer Reichweite aufweist.
 
Foto: Newspress

Dieses System wurde verbessert: Die Brennstoffzelle soll rund 20 Prozent leichter sein, als im ix35 und gleichzeitig über eine 10 Prozent gesteigerte Effizienz verfügen. So soll das FE Fuel Cell Concept über eine Reichweite von rund 800 Kilometern erreichen. Zudem wird der Wasserdampf, der beim Umwandeln der Energie in der Brennstoffzelle entsteht, nicht hinausgeblasen, sondern für die Klimaanlage und zur Verbesserung der Raumluft verwendet. Schon im kommenden Jahr soll eine Serienversion mit dieser Technik auf den Markt kommen.
Foto: Morgan
Foto: Morgan

Dass alternativ angetrieben Autos nicht immer durch grüne Dekorelemente und ein allzu futuristisches Design auffallen müssen, zeigt der britische Hersteller Morgan. Denn auch Kleinserien-Hersteller müssen mit der Zeit gehen, wenn sie nicht von der Bildfläche verschwinden wollen. Schon im letzten Jahr zeigte Morgan mit einer elektrifizierten Version des 3-Wheeler Namens EV3. Die Markteinführung sollte noch im selben Jahr erfolgen, doch es kam anders. Warum, bleibt Spekulation. Nun ist es aber so weit, mit dem Morgan EV3 #UK1909 läuft eine erste Sonderserie vom Band.
Foto: Morgan

Insgesamt 19 Stück sollen in Zusammenarbeit mit dem Londoner Kaufhaus Selfridges und acht weiteren Firmen entstehen. Die britischen Marken Morgan und das Kaufhaus Selfridges wurden beide 1909 gegründet – daher der Name #UK1909. Dank des niedrigen Gewichts (unter 500 Kilogramm) ist der Morgan genügsam und kommt mit einem 46 kW starken E-Motor aus. Bei normaler Fahrweise soll man damit rund 240 Kilometer weit kommen. Manche werden nun die Nase rümpfen. Jedoch ist es nichts Neues, dass moderne Technologie in klassische Verkleidungen gepackt wird. Oder: Auch einem alten Hund kann man immer noch neue Kunststücke beibringen.
Foto: Newspress

Eine andere Richtung schlägt Peugeot ein. Mit dem Instinct Concept stellen sie ihre Vision der Zukunft vor. Der Shooting Brake soll Luxus und Technik in höchstem Maße verbinden und veranschaulichen, wie ein durch und durch vernetztes, autonom Fahrendes Auto aussehen könnte. Neben den gegenläufig öffnenden Türen zählt das „Responsive i-Cockpit“ zu den Highlights der Studie. Durch die IoT-Plattform (Internet of Things) ist das Auto mit der Smartwatch, dem Handy und wer weiß was uns noch erwartet vernetzt. Dadurch erstellt das System ein Nutzerprofil.
Foto: Newspress

Lange Rede, kurzer Sinn: Angenommen der Besitzer kommt müde und erschöpft aus dem Büro, wird dies dem Wagen durch die Smartwatch mitgeteilt. So weiß das Auto, dass der Nutzer heute lieber etwas entspannter den Weg ins traute Heim antreten will. Natürlich können auch manuell vier Fahrmodi ausgewählt werden: Der Boost-Modus für sportliche Fahrten, im „Drive Relax“-Modus werden alle Hilfs- und Assistenzsysteme zugeschaltet. Beim autonomen Betrieb ist im „Soft“-Modus alles auf Komfort getrimmt, während im „Autonomus Sharp“-Modus die Fahrzeit optimiert wird. Beim Wechsel vom selbstständigen in den autonomen Modus verschwinden das Lenkrad, die Schalter in der Armaturentafel und das Gaspedal. Danach kann man sich in den einem Flugzeugsitz nachempfundenen Gestühl bequem zurücklehnen und Filme schauen, oder mit dem Laptop seiner Arbeit nachgehen. Laut Peugeot soll diese Technologie schon in rund 10 Jahren serienreif sein.
Foto: Newspress

Zwar sind die Autos von Francesco Zefferino Sbarro nicht so innovativ wie die der großen Hersteller, doch beim Design muss sich der Italiener nicht  verstecken. Fans der Serie „Transformers“ würden wohl gerne zum Kundenstock der kleinen Designschmiede gehören. Denn auch heuer zeigte Sbarro in Genf vier aufregende Studien vor. Der Buggy „Arcad“ verfügt nicht nur über ein futuristisches Design, welches an vergangene Computerspiele erinnert. Sein Antrieb ist mit einem Cadillac V8, der 270 PS an die Hinterräder leitet voll und ganz Oldschool. Etwas weniger alltagstauglich ist das Mojave-Konzept: Die Karosserie wurde von den Hot-Rod-Szene inspiriert, die ihre ersten Rennen in der Mojave-Wüste abhielten. Uns erinnert der rund 1.000 Kilo schwere und 300 PS starke Prototyp an ein ZZ-Top-Video.
Foto: Newspress

Bleiben wir im Showbusiness und wechseln wir zu den zwei- und dreirädrigen Studien von Sbarro. Diese erinnern stark an den Film Mad Max: Der Pendo-Tracto ist ein 2,40 Meter langes, motorradähnliches Gefährt mit einem angetriebenen Vorderrad und zwei Rädern hinten. Fährt man in eine Kurve, neigen sich die beiden Hinterräder, während das Vorderrad starr bleibt. Dadurch soll er wendig und dynamisch zu fahren sein. Das schrägste Gefährt von Sbarro ist aber sicherlich der Tracto-Sphère. Es handelt sich dabei um einen Dreisitzer mit Hybridantrieb. Angetrieben wird der Frischluft-Hobel von einem 300ccm großen Kawasaki-Motor mit 55 PS und einem circa 5 PS starken Elektromotor, samt Lithium-Ionen Batterie. Dies alles findet im kugeligen Vorbau Platz, unter dem auch das angetrieben Vorderrad steckt. Daher auch der Name: Sphère ist das französische Wort für Kugel.
Foto: Nanoflowcell

Nanoflowcell ließ schon in der Vergangenheit mit Prototypen aufhorchen, die stets auf Redox-Flussbatterien basierten. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Batterie und Brennstoffzelle, welche elektrische Energie in chemischen Verbindungen speichert. Als Energielieferanten dienen dabei die sogenannten Elektrolyte – zwei Flüssigkeiten, die in der Flusszelle über eine spezielle Membran elektrisch geladene Wasserstoffionen austauschen und dadurch Strom erzeugen. Viel Strom sogar, was sich bei rund 2.000 Ampere und 700 Volt damals als problematisch herausstellte.
Foto: Nanoflowcell

Mit dem Quant 48Volt soll dies der Vergangenheit angehören. Wie der Name schon sagt, läuft der Sportwagen mit einer Niedervolt-Technologie von 48 Volt. Vier jeweils 140 kW starke Motoren machen den Quandt 48Volt zu einem allradgetriebenen Supersportler. Und den 4×4-Antrieb braucht er angesichts seiner 760 PS auch. Der Sprint vom Stand auf 100 km/h soll in 2,4 Sekunden erfolgen, bei einer Reichweite von rund 1.000 Kilometern. Der große Vorteil der Flussbatterien liegt in der Ladezeit. Denn diese werden nicht wie herkömmliche E-Autos via Induktion oder Kabel geladen, sondern per Betankung mit einer Elektrolyt-Flüssigkeit. Wobei es sich nicht um Bier handelt!
 
 
 
 

Edle Elektro-Studie: Bentley EXP 12 Speed 6e

Traumgenerator

Wie sich die britisch-deutsche Luxusmarke das E-Mobil der oberen 500 vorstellt, zeigt sie uns in der Schweiz.

2018 geht es los mit den Plug-in-Hybriden von Bentley, der Bentayga macht den Anfang. Vollends mit Strom fährt eine Studie, die optisch dem 2015 vorgestellten Konzept EXP 10 Speed Six nahekommt. Das war ein V6-Hybrid.
Das Dach ist weg, der V6 auch: die prägnante Vorderansicht bleibt, durch die Maschen der Kühlermaske atmet jedoch kein Verbrennungsmotor. Dieses Fahrzeug fährt mit Strom.

Foto: Bentley

Die Antriebsform macht für Tischler, Sattler & Co. keinen Unterschied. Denn diese Studie gibt einen Vorgeschmack auf das künftige Styling der Marke im Außen- und Innenbereich. Die mit hoher Handwerkskunst gefertigte Möblage bleibt auch im EXP 12 eine Attraktion.
Leder, Kupfer und Glas-Applikationen entschärfen die krasse Neuzeitlichkeit des LED-Displays als (etwas audieskem) Hauptinstrument.
Technische Details spart man sich vorerst. Die Strecke Mailand-Monaco mit einer Akku-Ladung: so in etwas stellt sich Bentley die elektrische Luxus-Zukunft vor. Dazu gehört schnelles Aufladen via Induktion. Die VW-Tochtermarke möchte wissen, ob ihre Kundschaft ein solches Auto annehmen würde.
Foto: Bentley

Foto: Bentley

Doppelt fährt besser: Lexus LS 500H

Ohne Gummiband

Die Hybrid-Version des Lexus-Flaggschiffs wird nicht nur von zwei Motoren angetrieben, sondern auch über zwei Getriebe geschaltet.

Anfang des Jahres stellte Lexus auf der Detroit Autoshow die Neuauflage des LS mit einem 400 PS starken V6-Motor vor. Auf dem Genfer Autosalon folgt nun die Hybrid-Variante des Luxus-Lexus. Der Antrieb entspricht dem bereits im LC 500h vorgestellten System.

Foto: Lexus

Auch im LS 500H sorgt ein 299 PS und 348 Nm starker 3,5 Liter großer V6-Saugmotor in Verbindung mit 179 PS starken Elektromotoren für Vortrieb. Eine weitere Besonderheit ist das Getriebe. Lexus kombiniert ein zehn Gänge simulierendes, stufenloses CVT-Getriebe mit einer konventionellen Viergang-Automatik.
Foto: Lexus

Das soll für ein besseres Beschleunigungsverhalten und niedrige Motordrehzahlen bei Reisegeschwindigkeit und damit für einen geringeren Verbrauch sorgen. Zudem soll so der oft kritisierte „Gummibandeffekt“ des CVT-Getriebes kaum mehr merkbar sein.
Foto: Lexus

Im neuen LS kann als weitere Besonderheit der Verbrennungsmotor bei Reisegeschwindigkeiten bis zu 140 km/h komplett ausgeschaltet werden. Was der LS 500H verbraucht wurde bis dato noch nicht bekannt gegeben.
Foto: Lexus

Fotos: Lexus

Sportliche Robustheit: Subaru XV

Alte Tugenden

In Genf hat der japanische Allradspezialist die zweite Modellgeneration seines kompakten Crossover-SUV enthüllt.

Kompakt in seinen Abmessungen, überzeugt der Subaru XV mit klassischen SUV-Eigenschaften und dem für die Marke typischen permanenten Allradantrieb. Die neue Fahrzeugarchitektur erhöht Karosserie- und Fahrwerkssteifigkeit. Auch Handling und Fahrkomfort wurden gegenüber dem Vorgänger nochmals verbessert. Um ein ebenso dynamisches wie komfortables Fahrverhalten zu garantieren, haben die Ingenieure den XV gezielt verbessert. Hierfür wurden unter anderem Lenkung und Pedal-Rückmeldung, Vibrationen und Geräuschentwicklung analysiert und angepasst, ohne Kompromisse bei der Offroad-Tauglichkeit einzugehen. Die Steifigkeit von Karosserie und Fahrwerk konnte gegenüber aktuellen Subaru-Modellen um 70 bis 100 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig führt die neue Fahrzeugarchitektur zu einem niedrigen Schwerpunkt und erheblichen Verbesserungen an der Radaufhängung.

Foto: Subaru

Durch die direktere Lenkung folgt der Subaru XV noch präziser den Befehlen des Fahrers, wozu auch der verbesserte Geradeauslauf und das Kurvenverhalten beitragen. Unverändert ist die Bodenfreiheit von 220 Millimetern, die auch Touren abseits asphaltierter Fahrbahnen erlaubt. Das Active Torque Vectoring verteilt das Drehmoment gezielt zwischen Vorder- und Hinterachse. Neu ist eine elektronische Parkbremse, die den Bedienkomfort erhöht. Wie fast alle Subaru-Modelle verfügt auch der neue Subaru XV serienmäßig über den symmetrischen Allradantrieb Symmetrical AWD. Erstmals an Bord des Kompakt-SUV ist das Allrad-Managementsystem X-Mode, das Fahrten bei widrigen Bedingungen noch sicherer macht. Es koordiniert Motormanagement, Allradantrieb, Bremskraft und andere Funktionen und gewährleistet Traktion selbst bei plötzlichem Schneefall oder Eis. Das System beinhaltet zudem eine Bergabfahrhilfe.
Foto: Subaru
Foto: Subaru

Den Vortrieb übernimmt der bewährte Boxermotor, der für die neue Modellgeneration umfangreich überarbeitet wurde. Rund 80 Prozent aller Teile sind gegenüber dem Vorgänger neu, wodurch das Triebwerk leichter, kraftvoller und effizienter ist. Der 2.0 Liter große Boxermotor ist 12 Kilogramm leichter als der Vorgänger, effizienter und leistet 156 PS. Das überarbeitete Lineartronic-Getriebe hat ebenfalls an Gewicht verloren und bietet bei verbesserter Übersetzung eine höhere Beschleunigung und Wirtschaftlichkeit. Neben dem vollautomatischen Gangwechsel kann der Fahrer über den manuellen 7-Gang-Modus auch selbst schalten.
Foto: Subaru
Foto: Subaru

Neben „Eyesight“ ist für den Subaru XV auch ein Fernlichtassistent, der mithilfe einer Kamera selbstständig zwischen Abblend- und Fernlicht wechselt, sowie aktives Kurvenlicht erhältlich. Beides erhöht die Ausleuchtung und damit die Sicherheit bei Nacht. Die sogenannte „Subaru Rear Vehicle Detection“ überwacht zudem den Bereich hinter dem Fahrzeug und schafft so die Voraussetzungen für den Totwinkel-, Spurwechsel- und Querverkehrassistenten.
Foto: Subaru
Foto: Subaru

Fotos: Subaru

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