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Test: Peugeot 308 PureTech 130 GT-Line

Jetzt noch kleiner

Gemeint ist der neue Motor: ein 1200er bewegt die erfrischte Generation des Kompakten aus Frankreich. Wie fährt das?

Bringen wir eins gleich hinter uns. Ja, das Lenkrad entzweit die Redaktion immer noch in Fans und Skeptiker. Ja, es ist klein. Nein, das ist nicht für jeden Körperbau ideal. Empfehlung: ausprobieren! Damit wäre das also aus dem Weg.
Reden wir weiter vom Interieur. Da wurde aufgeräumt, in Sachen Materialien erfolgreich nachgebessert. Das passt dem 308 prinzipiell gut. Die Bedienung gibt nur am Touchscreen Rätsel auf. Ungeduldige müssen beim Suchen der Funktionen die Zähne zusammenbeißen. Eine Knopferl-Leiste ist immerhin noch geblieben.

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Blick hinter die Heckklappe: 420 Liter Gepächraum, die bis 1.228 erweitert werden können, sind ein anständiger Wert. Blick unter die Haube: da steckt was Neues in Form des 130 PS starken Vierzylinders mit nur 1,2 Litern Hubraum.

Live & direkt

Der Direkteinspritzer mit Turbo emittiert durch einen Partikelfilter – ja, den brauchen auch die neuen Benziner. Was er mitbringt: mehr als ausreichende Kraft und ein für seine Kleinheit sehr kompetentes, brauchbares Drehmoment.

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Kombiniert haben wir ihn mit einer tadellos-unauffälligen sechsstufigen Automatik. Wer (optional) auf „Sport“ schaltet, wird mit rotem Armaturen-Glimmern und kernigem Knurren belohnt. Und auch mit deutlich gestrafftem Fahrverhalten und angepasster Charakteristik von Motor und Getriebe.
Für ein bisschen Abenteur im Alltag, alles im zivilen Rahmen. Dort blieb auch der Verbrauch, wenngleich nicht beim Werks-Wert.

Preislich gesehen

GT-Line bedeutet sportlich angehauchtes Ambiente. Mit dem Basispreis 29.400 Euro für diese Motorisierung und diese Ausstattung war beim Testauto noch nicht Schluss. Serienmäßig sind Features wie LED-Scheinwerfer, Telefon-Vernetzung „Mirror Screen“ (CarPlay, Android Auto) oder Einparkhilfen.

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Extras wie 18-Zoll-Räder, Alcantara und Motorsound-Verstärker waren an Bord. Auch der gehört zum Sport-Paket, ebenso die nicht so gelungenen Schalt-Paddles. Umschmeichelt wurden wir im Testauto mit Nettigkeiten wie Sitzheizung und Massagesitzen. Extra-Assistenten: aktiver Einparker (funktioniert tadellos), aktiver Totwinkel-Assistent (hat uns nur bedingt gefallen), Rückfahrkamera, Aktiv-Bremse und andere.
Nach dem Facelift gefällt uns der Peugeot 308 noch mehr, kleine Schwächen gibt’s bei der Bedienung, eine Stärke ist der neue 130-PS-Motor.
Foto: Robert May
Foto: Robert May

Technische Daten

Motor: Reihen-Vierzylinder, Direkteinspritzung, Turbo
Hubraum: 1.199 ccm
Leistung: 96 kW/130 PS bei 5.500 U/Min.
Drehmoment: 230 Nm bei 1.750 U/Min.
Höchstgeschwindigkeit: 206 km/h
0-100 km/h: 9,1 Sekunden
Verbrauch (Werk): 4,4 l auf 100 km
Testverbrauch (Durchschnitt): 6,7 l auf 100 km
CO2: 114 g/km
Getriebe: Sechsgang-Doppelkupplung
Reifen: 225/40 R18
Kraftübertragung: Vorderrad
Fahrwerk: vorne McPherson; hinten Verbundlenker
Bremsen: Scheiben, vorne innenbelüftet; ABS, ESP
Leergewicht: 1.320 kg
Tankinhalt: 60 l
Preis: 29.400 Euro
Preis des Testwagens: 34.037,60 Euro

Peugeot 308 und 308 SW: Modellphase zwei

Löwen-Gebrüll

Peugeot zeigt mit dem Kompakten optisch und technisch noch offensiver auf. Der frisch aktualisierte Franzose kann tüchtig fahren und dabei ordentlich Spaß machen.

Der 308er ist bei Peugeot das Zugpferd, an dem sich die Löwenmarke selbst aus dem Tief geholt hat. Der Golfklasse-Herausforderer heimste bekanntlich 2014 den Titel des Auto des Jahres ein. Zwei Jahre später lud die französische Qualitätssicherungsabteilung ins Hauptquartier nach Belchamp, Frankreich, ein um erfahren zu lassen, wie sich der Kompakte nach 50.000 Kilometern und mehr macht. Wir stellten dabei fest: Es scheppert nichts. Auch zeigte ein in Spanien bereits über 120.000 Kilometer hergenommenes Exemplar kaum Ermüdungserscheinungen.

Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Das ist kein Grund für CEO Carlos Tavares, dass sich seine Leute auf ihren Lorbeeren ausruhen dürfen. Deshalb schlägt es Phase zwei für die 308er-Baureihe. Wie bereits berichtet setzte es eine optische Korrektur – unter anderem ist das Löwen-Logo von der Motorhaube auf den Kühlergrill gewandert, auch die Rücklichter leuchten in LED-Technik etc. – und ein umfassendes technisches Update. Das beinhaltet allerdings nicht, wie im Vorfeld angedeutet, die Version II des i-Cockpit, doch immerhin eine komplette Elektronik-Aktualisierung, von Infotainment über Konnektivität bis zu Fahr- sowie Sicherheitsassistenten. Die Dimensionen blieben f für alle Karosserievarianten gleich.

Motoren & Getriebe

In erster Linie konzentrierte man sich auf die Antriebsstränge. Das betrifft die Diesel-Fraktion, wo ein neuer, anhand von neu konfiguriertem NOX-Kat, Partikelfilter und SCR-Abgasnachbehandlung sauber(er) verbrennender 1,5-Liter mit 130 PS den bisherigen 1,6-Liter mit 120 PS ersetzt (und Euro 6c schafft). Nicht nur im 308er, sondern Schritt für Schritt in allen relevanten Baureihen. Auf der Benzinerseite ist eine Version des 1,2-Liter-Dreizylinders mit 130 PS neu, die darüber hinaus – und das ist brandneu – mit Partikelfilter ebenfalls jetzt schon fit ist für die ab 2020 geltende Abgasnorm nach Euro 6c (gemäß dem neuen Prüfverfahren RDE).

Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Überarbeitet respektive neu ausgelegt sind ebenfalls die Getriebe. Auf der manuellen Seite ist das eine Sechsgang-Schaltung, die aufgrund ihrer Kompaktheit auch die bisherigen Fünfgänger ersetzen wird. Auf der automatischen Seite ermöglicht eine neue Wandler-Achtgängerin erhöhtes Komfort- und ebenso Sparpotenzial (Technikpartner ist hier der japanische Hersteller Aisin). Auch in Bezug darauf wird der 308er nicht das einzige Modell bleiben, das künftig fließend homogen automatisch achtfach die Gänge wechselt. Einer neunten Fahrstufe hat man (vorerst) eine Absage erteilt, das wäre nicht nötig.

Hoher Berg & tiefes Tal

Um der Wirkung vor allem der technischen Optimierungen auf den Grund gehen zu können hat Peugeot eine Flotte von 308ern – Fünftürer und Kombis, allerdings keinen GTi – im Berchtesgadener Land versammelt. Als Degustationsmenu gab’s Vorschläge für repräsentative Teststrecken. Die bestanden aus Autobahnen (in Deutschland), breiten und schmalen Waldstraßen, tiefen Tälern und hohen Bergen, als Höhepunkt eine steil ansteigenden und ebenso heftig abfallenden Passgang: der Roßfeldhöhenringstraße (mit Steigungen/Gefällen bis zu 13 Prozent).

Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Als erster Testproband ist der hubraumreduzierte Diesel in Kombination mit der neuen Sechsgangschaltung angetreten. Er machte auf der Autobahn leistungsseitig auch auf deutschem Gebiet überzeugende Figur, vor allem wird er selbst bei Top-Speed (203 km/h) nicht ungebührlich laut. Die Schaltwege und die Abstufung des neuen Getriebes passen haargenau zu Leistung und Drehmoment des Vierzylinders. Auf schmalen Sträßchen ist man damit sowieso mehr als ausreichend motorisiert. Und auf den einspurigen Abschnitten der Hintersee-Uferstraße (im Salzburgischen) kann man sich glücklich schätzen, wenn man mit keinem allzu großen, aber auch nicht allzu bescheiden auftretenden Gefährt unterwegs ist.

Bärenstark & ziemlich laut

Den Leistungssportler unter den Selbstzündern, den 1,6-Liter mit 180 PS, garniert mit der neuen Automatik, hatten wir uns vorsorglich für die Bergetappe aufgespart. Mit dem markigen Schub (das Aggregat bringt es auf 400 Nm Maximal-Drehmoment), im Verein mit dem unmerklich sanft und blitzschnell schaltenden Getriebe geht dem 308er selbst auf den steilsten Abschnitten nicht die Luft aus. Auf dem fast ebenso steilen Bergabstück zeigten die Bremsen trotz forcierter Gangart im endlich ausgedünnten Abendverkehr keinerlei Ermüdungserscheinungen. Das einzige, was nervt ist die artifizielle Soundkulisse, die, quasi als Löwengebrüll, von den Akustikern zur hörbaren Identifizierbarkeit des Sport-Modus komponiert wurde – das ist zu laut und klingt recht pubertär respektive prollig.

Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Etwas, das man dem 1,2-Liter-Benziner gar nicht nachsagen muss. Er outet sich zwar hörbar als Dreizylinder, schnurrt aber eher, als dass er kräht. Der Kleine dreht hurtig hoch, seine Antrittsbereitschaft kommt auch unvermittelt bei den Vorderrädern an. Trotz eher unwirtlicher Fahrbedingungen – es schüttete hemmungslos – bereitete der Löwe mit seinen drei Töpfen sportlichen Spaß. Die Kombination aus munterem Antrieb, knackigem Fahrwerk, präziser Lenkung und akkuraten Bremsen macht den Mund wässrig auf den aktualisierten GTi (mit 270 PS). Der stand aber leider noch nicht zum Ausprobieren zur Verfügung, den will Peugeot extra zelebrieren.
Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Der Einstiegspreis der neuen 308er liegt bei 20.100 Euro für den Fünftürer, bei 21.250 Euro für den SW, den Kombi, beide motorisiert mit 1,2-Liter-Benziner (110 PS). Das oberste Tarifende markiert der GTi, er kostet ab 39.450 Euro. Zu den Händlern kommen alle Varianten im September.

Neue Antriebe, neue Technik: Peugeot 308

Aufwärts!

Der 308 war 2014 das “Car of the Year”, bei der jetzigen Überarbeitung hat sich auch unter der Haube viel getan.

Nach dem tiefen Krisen-Tal erlebt Peugeot derzeit frohe Zeiten. Die Kundschaft ist zahlreicher, sie wählt gern SUVs, und sie greift vermehrt zu höheren Ausstattungsniveaus. All dies bedeutet fürs Werk mehr Geld pro Auto.

Foto: Peugeot

Peugeots Ziele: bis 2020 will man mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge außerhalb Europas absetzen – auch unter Ausnützung des Potentials in China, wo es für die Franzosen aktuell gar nicht gut läuft.
Dass man sich nicht nur als SUV- und Crossover-Marke sieht, beweist man mit dem am Markt erfolgreichen 208 und, eine Nummer größer, mit dem jetzt frisch überarbeiteten 308 samt Kombi 308 SW. Optisch glänzt Peugeots Herausforderer im C-Segment mit neuem Look rund um die Stoßfänger und LED-Tagfahrlicht auch am Heck, für deutlichere Lichtsignatur.
Der Innenraum ist mit zusätzlichen Ausstattungsvarianten und neuen Farben aufgewertet, mehr Konnektivität bringt die “Mirror Screen”-Funktion. Apple, Android und MirrorLink sind damit “sehr verbunden”. Ein 9,7-Zoll-Touchscreen übernimmt die Kontrollfunktionen.
In Sachen Assistenz übernimmt der 308 jetzt sämtliche Systeme der neuen Crossover 3008 und 5008, wie z.B. aktives Bremsen, aktiver Spurhalteassistent, Einparkassistent vorwärts und rückwärts, und viele mehr.
Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Der adaptive Tempomat schafft in Verbindung mit den Automatik-Getrieben sogar selbstständiges Bremsen bis zum Stillstand; dank Verkehrszeichen-Erkennung stellt er auf Wunsch auch gleich die erkannte Geschwindigkeit ein.

Motorisch

…reicht Peugeot zweimal 130 PS nach, und man greift drei Jahre vor: die Neuen mit jeweils vier Zylindern erfüllen bereits die erst ab 2020 verpflichtende Abgasnorm Euro6c.
Der Diesel BlueHDi 130 mit 1,5 Litern Hubraum ersetzt die 120-PS-Variante, soll deren Verbrauch aber um bis zu 6 Prozent unterbieten. Euro6c erreicht er auch dank AdBlue-Einspritzung. In ihm steckt übrigens einiges Wissen aus dem Rennwagen 908, mit dem Alex Wurz Le Mans gewonnen hat.
Beim Diesel schon Standard, beim Benziner aber (noch) ungewöhnlich: Der Turbo-Benzinmotor PureTech 130 mit Direkteinspritzung sind mit einem Partikelfilter ausgestattet.

Achtgang-Menü

Vorerst in Verbindung mit dem 180-PS-Diesel bringt Peugeot eine neue Wandler-Automatik mit acht Gängen. Nochmals kompakter, leichter und schneller: dieses Getriebe soll später auch in Verbindung mit anderen Motoren erhältlich sein.

Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Es wird mit einer Start-Stopp-Funktion kombiniert. Auch hier nennt das Werk einen Verbrauchsvorteil gegenüber dem sechsstufigen Vorgänger, nämlich sieben Prozent.
Daneben bleibt immer noch etwas Zeit für Sportlichkeit: der 308 GTi by Peugeot Sport glänzt neben allerlei speziellen Features primär mit einer Zahl. Nämlich: 270 PS.
Wann? Bald! Die Österreich-Preise sind noch nicht bekannt, die Bestellbarkeit wird für Ende Juli erwartet.
Foto: Peugeot

Understatement pur: Peugeot 308 GT

Löwe im Schafspelz

Fährt schneller, als er aussieht: Der französische Hersteller hat einen sportlichen Kompakten im Programm, der seine Muskeln nur auf der Straße spielen lässt.

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Mehr als eine Viertelmillion 308er hat Peugeot bisher verkauft. Höchste Zeit für ein sportliches Derivat: Die Konkurrenz prunkt mit Spoilern, übergroßen Alufelgen und tiefen Schürzen, dem 308 GT ist solch offen zur Schau getragene Sportlichkeit fremd. Trotzdem kann sich das Design sehen lassen. Das elegante Blaumetallic und die doppelflutige Auspuffanlage werten das Design gelungen auf.
Nur die kleinen GT-Logos lassen auf das „Löwenherz“ unter der Motorhaube schließen. Innen geht es ähnlich dezent weiter: Großzügiger Einsatz von Edelstahl-Optik, die Alu-Pedalerie und rote Ziernähten machen das Cockpit sehr elegant. Die Sitze bieten viel Seitenhalt, nur das kleine Lenkrad stört ein wenig: Es verdeckt leider einen Teil der Tacho- oder Drehzahlanzeige. Ansonsten präsentiert sich der Armaturenträger aufgeräumt, fast alle Einstellungen werden via zentralem Touchscreen vorgenommen – ganze fünf Tasten gibt’s noch.

Kurven bevorzugt

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Vor allem das gut abgestimmte Fahrwerk verlockt zu mancher Extra-Runde auf kurvenreichen Straßen. Dazu gesellen sich standfeste Bremsen, eine ultradirekte Lenkung und viel Traktion beim Beschleunigen. Ohne Durchdrehen bringt der 1,6l-Turbomotor die 205 PS und 285 Newtonmeter auf die Straße. In 7,5 Sekunden erreicht man aus dem Stand die 100-km/h-Marke. Von den 1,2 Tonnen Gewicht merkt man nichts. Im Sportmodus wechseln die Instrumente in ein tiefes Rot. (Zu tief, denn man sieht den – genauso – roten Drehzahlbereich nicht mehr; das endet dann mitunter im Begrenzer.)
Foto: Robert May
Foto: Robert May

Die zentrale Anzeige informiert über Parameter wie die aktuell abgerufene Leistung, Ladedruck und Drehmoment oder auch die auf den Fahrer wirkenden Fliehkräfte. Der Motor hängt noch besser am Gas, und der Sound wird kerniger – allerdings, weil künstlich, nur im Innenraum. Das manuelle Sechsgang-Getriebe lässt sich schnell und sauber schalten. Trotz des etwas strafferen Fahrwerks bleibt der GT absolut alltagstauglich. Verbrauch im Test: rund 7,8 Liter Super.
Der Peugeot 308 GT ist ein Auto für all jene, die gerne etwas flotter unterwegs sind, ohne sofort aufzufallen. Alles in allem ein gelungener Kompakt-Sportler!
Fotos: Robert May

Peugeot 308 GT 1.6 e-THP S&S
Motor: Vierzylinder-Reihenmotor; Direkteinspritzung; Turbolader
Hubraum: 1.598 ccm
Leistung: 151 kW/205 PS bei 6.000 U/Min.
Drehmoment: 285 Nm bei 1.750 U/Min.
Höchstgeschwindigkeit: 235 km/h
0-100 km/h: 7,5 Sekunden
Verbrauch (Werk): 5,6 l auf 100 km
Testverbrauch (Durchschnitt): 7,8 l auf 100 km
CO2: 130 g/km
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
Reifen: 225/40 R18
Kraftübertragung: Vorderradantrieb
Fahrwerk: vorne McPherson-Aufhängung; hinten Doppellenkerachse
Bremsen: Scheibenbremsen innenbelüftet; ABS, ESP
Leergewicht: 1.200 kg
Tankinhalt: 53 l
Preis: 32.750,- Euro
Preis des Testwagens: 38.222,- Euro

Künstliches Gebrüll: Peugeot 308 SW GT

Der Löwe fährt die Krallen aus

Zwei exklusive Motorisierungen und viele sportliche Elemente – aber der Motorsound kommt aus den Lautsprechern!

Ein kleines Logo im Kühlergrill, eine leicht verbreiterte Frontschürze, spezielle 18-Zoll-Felgen, dazu ein schwarzer Diffusor und zwei verchromte Auspuffattrappen am Heck – und schon wird aus dem braven Peugeot 308 SW der dynamisch wirkende GT: Dezent und doch effektiv, mehr braucht es gar nicht.

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Die leicht tiefer gelegte Karosserie eher gar nicht: vorne sind es sieben, hinten zehn Millimeter weniger Abstand zur Straße als bei den schwächeren Modellvarianten. Im Innenraum weisen rote Ziernähte an den Ledersitzen, einige Aluminum-Applikationen sowie die Leichtmetallpedale auf den sportiven Charakter des Kombis hin. Klimatisierung, Multimedia-System oder Navigation werden über einen Touch-Monitor gesteuert.

Sphärenklänge

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Durch die serienmäßige Sechsgang-Automatik fällt der Hauptnachteil des Diesels nicht auf: das enge Drehzahlfenster, in dem das maximale Drehmoment zur Verfügung steht. Der Fun-Faktor des Autos und die dadurch bedingte stürmische Fahrweise waren wohl auch hier schuld am hohen Verbrauch: 5,6 Liter wurden angezeigt, bei einem Normverbrauch von 4,2 Liter. In 8,6 Sekunden beschleunigt der Zweiliter-Turbodiesel von Null auf 100 km/h. Ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern bei 2.000 Touren drückt in Zahlen aus, was an Durchzugskraft spürbar ist: Der 308 GT hängt richtig gut am Gas und überzeugt zudem mit Laufruhe bei zurückhaltenden Arbeitsgeräuschen.
Wenn man Emotion dazu haben will, drückt man am besten gleich die Sporttaste. Der Haupteffekt ist der verbesserte Sound – künstlich erzeugt und über die Lautsprecher abgegeben. Was für Puristen pervers klingt, bringt in der Praxis zusätzliche Freude. Weniger erfreulich ist der größere Kraftaufwand beim Drehen des Lenkrads. Bei „Sport“ färben sich die Skalen der beiden Rundinstrumente rot, dazwischen werden wahlweise die gerade herrschenden g-Kräfte oder die Werte für PS, Newtonmeter und Ladedruck angezeigt – ein nettes Gimmick. Das Fahrwerk lässt sich nicht verstellen, was uns aber auch nicht negativ auffiel, weil die Abstimmung gut ist.

Ein Kombi

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Bei aller Sportlichkeit kommen im 308 SW GT auch die Kombi-Qualitäten nicht zu kurz. 610 bis 1.660 Liter Volumen sind ziemlich genauso viel, wie in einen Golf Variant hineinpasst, und deutlich mehr, als etwa beim Ford Focus Turnier. Dank niedriger Ladekante und planem Boden nach dem Sitz-Umklappen ist das Ladeabteil gut nutzbar. Der Platz im Fond ist durch geschickt gestaltete Vordersitze auch für Erwachsene ausreichend. Nach oben hin lässt auch das optionale Glaspanoramadach noch genug Platz.
Der Peugeot 308 SW GT ist vom Design her gelingen und bringt ein großes Maß an Fahrfreude. Auch das Interieur überzeugt durch Aufgeräumtheit und hohe Materialqualität.

 

Peugeot 308 R Hybrid: Löwe mit drei Herzen

Hybrid-Sportler

Peugeot zeigt im Rahmen der Shanghai Motor Show erstamls den 308 R Hybrid mit Benzin-Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb.

Das Modell ist leider nur ein Concept-Car. Es basiert auf dem 308 S, einer nur in China angebotenen viertürigen Limousine. Das Besondere am Peugeot 308 R Hybrid ist sein Hybrid Plug-in Antriebsstrang mit einer Leistung von 500 PS: Ein 1,6-Liter Vierzylinder Turbo-Benzin-Motor mit 270 PS und zwei Elektromotoren mit einer Leistung von 115 PS, wobei einer auf der Vorderachse, der andere auf der Hinterachse montiert ist. Damit sprintet die Familien-Limousine in 4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeriegelt. Trotz der erstaunlichen Leistung liegen, laut Peugeot, die CO2-Emissionen bei 70 g/km.
Fotos: Peugeot

Peugeot: Sondermodelle "STYLE"

Im halben Dutzend billiger

Erhältlich für sechs Modellreihen: Ab sofort bietet Peugeot die neuen Sondermodelle „STYLE“ an.

Diese Variante basiert auf der Ausstattungslinie Active; bei jedem der sechs Fahrzeugtypen lassen sich darüber hinaus verschiedene Zusatzausstattungen ordern.
Der Peugeot 208 STYLE ist mit Chrom-Applikationen außen, stärker getönten hinteren Seitenscheiben, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und schwarz-grauen Sitzbezügen gestaltet. Zu den optionalen Ausstattungen zählt zum Beispiel das City-Paket mit der Einparkhilfe hinten. Das Sondermodell ist mit zwei Dieselmotorisierungen (68 PS und 100 PS) sowie einem Dreizylinder-Benziner mit 82 PS lieferbar, der Einstieg gelingt ab 15.700,- Euro. (alle Preise inkl. NoVA und MWSt.)
Der Crossover 2008 bringt in der Sonderausstattung 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Front- und Heckschürze mit Unterfahrschutz aus Edelstahl, Berganfahrhilfe, Einparkhilfe hinten, beheizbare Sitze und elektrisch anklappbare Außenspiegel mit. Er kommt als 82-PS Benziner oder als 92 PS Diesel. Der Einstiegspreis liegt bei €19.500,- Euro.
Den 308 STYLE gibt es als Limousine und Kombi SW. Die Ausstattung: 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Sitzheizung, Hill Assist Berganfahrhilfe, 2-Zonen-Klimaautomatik und Nebelscheinwerfer sind serienmäßig mit dabei. Beim SW kommt eine Dachreling in Alu-Optik dazu. Ein Diesel mit 100 PS und ein Dreizylinder-Turbo-Benziner mit 110 PS sind im Angebot. Der Einstiegspreis liegt bei 21.770,- Euro (Limousine) und 23.150 Euro (SW).
Der Peugeot 3008 setzt als STYLE auf Adventure Look: Seitenschweller-Zierleisten, Stoßfänger mit Chromelementen; dazu Sitzheizung, automatische Zweizonen-Klimaanlage, Berganfahrhilfe, Einparkhilfe, etc. Optional wird ein Grip-Control-System angeboten. Als Antrieb steht ein Euro-6-Diesel mit 120 PS zur Verfügung, der Einstiegspreis liegt bei 28.900,- Euro.
Highlights im Kompakt-Van 5008 STYLE sind u.a. Sitzheizung, Einparkhilfe, Zweizonen-Klimaautomatik sowie drei Einzelsitze in der hinteren Sitzreihe, außerdem Berganfahrhilfe und Traktionskontrolle. STYLE Designelemente: Zum Beispiel eine Dachreling in Chrom-Optik.. Optional ist eine Einparkhilfe vorne mit Parklückenassistent und ein Panoramaglasdach entscheidet. Antrieb: Ein neuer Euro-6-Dieselmotor mit 120 PS; der Einstiegspreis beträgt 30.150,- Euro.