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Richtiges Sitzen: Nehmen Sie Platz!

Es geht um ihre Sicherheit

Auch der beste Autositz muss richtig eingestellt sein – worauf kommt es dabei an? So sitzen Sie in Ihrem Auto richtig!

Foto: Mercedes
Foto: Mercedes

Auch wer nur eine kurze Strecke mit einem Leihwagen fährt, sollte sich die Zeit für das Justieren des Fahrersitzes nehmen. Wenn zwei oder mehr Menschen sich ein Fahrzeug teilen, geht Sicherheit vor Bequemlichkeit. Das gilt übrigens auch für die Einstellung der Lenksäule und der Spiegel. Nur wer gut sitzt, rundum gut sieht und alle Bedienelemente in Griffweite hat, fährt wirklich sicher. Elektrisch verstellbare Sitze haben mitunter eine Memory-Funktion, die nur allzu oft ein Mauerblümchen-Dasein führt.

Die Grundregeln
  • Rücken Sie mit dem Gesäß ganz an die Sitzlehne. Stellen Sie Ihren Sitz so ein, dass die Beine bei durchgetretenen Pedalen leicht angewinkelt sind.
  • Die Rückenlehne muss so geneigt sein, dass das Lenkrad mit leicht angewinkelten Armen erreicht werden kann. Dazu sollte die sie in einem Winkel von circa 110 Grad eingestellt werden. Achten Sie darauf, dass auch bei Lenkbewegungen der Schulterkontakt zur Lehne erhalten bleibt.
  • Wenn eine Lehnenkopfeinstellung vorhanden ist, passen Sie sie nur an, wenn die normale Lehnenkontur zur Schulterabstützung nicht ausreicht. Weniger ist hier mehr!
  • Wählen Sie jetzt die für Sie richtige Sitzhöhe. Sitzen Sie so hoch wie möglich. Zwischen Kopf und Dachhimmel sollte aber noch eine Handbreit Platz sein.
  • Stellen Sie die Sitzflächenneigung so ein, dass die Oberschenkel locker auf der Sitzfläche aufliegen und die Pedale ohne großen Kraftaufwand durchgetreten werden können.
  • Wenn Sie die Sitzflächenlänge eingestellt haben, sollten zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante zwei bis drei Fingerbreit Freiraum vorhanden sein.
  • Justieren Sie die Kopfstütze so, dass der Kopf geschützt, der Nacken jedoch nicht gestützt wird. Zu tief eingestellte Kopfstützen können bei einem Heckaufprall schwerste Kopf- und Halswirbelverletzungen hervorrufen! Ideal: Oberkante Kopfstütze = Oberkante Kopf.
  • Wenn Lehne und Sitzfläche mit verstellbaren Seitenwangen ausgestattet sind, sollten Sie darauf achten, dass sie am Körper anliegen, ohne einzuengen.
  • Die natürliche Form Ihrer Lendenwirbelsäule unterstützen Sie mit der Lordosestütze. Führen Sie die Anpassung immer von unten nach oben durch. Der wichtigste Abstützbereich ist der des Beckens (Gürtellinie).

Überprüfen Sie alle Einstellungen nochmals in gleicher Reihenfolge. Dann passt der Sitz!

NCAP fordert: Schluss mit Crashtest-Versagern

Null Sterne „deluxe“

Wir sind an Sicherheit gewöhnt, aber es gibt sie noch, die Neufahrzeuge mit weit weniger als fünf Sternen im Crashtest – auch bei uns.

NCAP: Das „New Car Assessment Programme“ zieht weltweit die Vorgaben für die Bewertung der aktiven und passiven Sicherheit von Kraftfahrzeugen immer strenger an. So werden in Zukunft autonome Notbremssysteme eine Rolle spielen, das war beim neuen Toyota Prius schon der Fall.
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Foto: Euro NCAP
Foto: Euro NCAP

Außerdem wird es zwei Wertungen geben, sofern solche Bremsassistenten optional angeboten werden – einmal mit, einmal ohne das System.
Es geht für die hinter dem Programm stehende globale NCAP-Organisation mit ihren regonalen Ablegern – zum Berispiel in Europa EuroNCAP – also darum, solche aktiven Sicherheitsfeatures möglichst bald als Standard in allen Personenwagen eingebaut zu sehen.
Heute traut sich keine Automarke mehr mit einem Vier-Sterne-Ergebnis beim NCAP-Sicherheitstest zu prahlen. Alles unter dem Maximalwert ist de facto eine kleine Niederlage. Allerdings sind diese Bewertungen nicht maßgeblich für die Zulassung von Fahrzeugtypen.
Die Vereinten Nationen fordern in einer Resolution, dass ESP, aktive Notbremssysteme und Motorrad-ABS weltweit für Neufahrzeuge verpflichterpflichtend gemacht werden. Aber auch die UNO bestimmt nicht, was Standard ist und was nicht.

„Sicher genug“?

Je nach regionalen rechtlichen Vorgaben dürfen sich Autohersteller in manchen Weltregionen mehr trauen, und ihre Kundschaft braucht dementsprechend mehr Mut.
Dabei geht es um so riesige Automärkte wie Südamerika oder den indischen Subkontinent. Dort sind drei Test-Sterne bereits ein Grund zur Beruhigung. Denn es geht auch viel, viel schlechter!
NCAP legt sich mitunter ganz direkt mit Herstellern an. So fordert man zum Beispiel General Motors auf, das in Lateinamerika verkaufte Basismodell des Chevrolet Aveo vom Markt zu nehmen. Genau wie sein Kollege Chevy Sail erreichte es im Crashtest null Sterne.
Keine Sorge: in dieser Form ist der Aveo bei uns nie in den Handel gekommen, und das aus gutem Grund. Den Nissan Tsuru oder das indische Billigst-Auto Tata Nano kennen wir auch nur vom Hörensagen.
In Sachen Insassenschutz verströmen diese Autos beinahe nostalgischen Charme – so lange man nicht selber drinnen sitzt. Fahrzeuge mit ernüchternden Crashtest-Ergebnissen gibt es jedoch auch bei uns.

Leichtbau

Der ÖAMTC und einige Partner-Clubs haben gängige Leichtfahrzeuge getestet. Dabei wurden ein Frontal- und ein Seitenaufprall mit 50 km/h simuliert.

Foto: Euro NCAP
Foto: Euro NCAP

Die salopp „Mopedautos“ genannten führerscheinfreien Vierradler sind natürlich geschwindigkeitsbeschränkt, aber sie teilen sich die Straßen immerhin mit Lkws und SUV.
Und die Testergebnisse fallen unerfreulich aus.
Das Resultat: Drei Modelle (Microcar M.GO, Bajaj Qute und Aixam Crossover GTR) fallen mit nur einem Stern komplett durch. Der Chatenet CH30 erreicht als „Testsieger“ zwei von fünf Sternen.
Zumindest Airbags, fordert der ÖAMTC, sollten bei Leichtfahrzeugen zur Grundausstattung gehören.

Ab jetzt in Österreich: Neue Treibstoffe bei BP

Active Technology

Keine schmutzigen Geheimnisse mehr: Die Treibstoff-Experten leisten ihren Beitrag für mehr Sauberkeit im Motor.

Fünf Jahre sind in die Entwicklung der neuen Additive zur besseren Reinigung von Motor und Treibstoffsystem investiert worden, jetzt kommen diese Produkte zu den 282 heimischen BP-Tankstellen.
Das Beste vorweg daran: Einen Aufpreis kosten sie nicht. „Active Technology“ ist in allen Treibstoffsorten zugemischt, bei „Ultimate“ eben noch etwas mehr. Die Preise pro Liter bleiben davon unberührt.
Es kostet uns also nicht mehr, aber was soll es uns bringen? – Sauberere Motoren, die entsprechend sauberer und effizienter verbrennen. Auch die eine oder andere Verstopfung im Einspritztrakt des Motors soll mit den neu formulierten Zusätzen – über deren Zusammensetzung im Detail man sich ausschweigt – vermieden werden.

Foto: BP Europa SE
Foto: BP Europa SE

Foto: BP Europa SE
Foto: BP Europa SE

Während der Entwicklung wurde mit 110 verschiedenen Testverfahren gearbeitet, einige davon wurden eigens entwickelt. Mehr als 50.000 Stunden Erprobung auf Motorenprüfständen und in Fahrzeugen sorgten für die Praxiswerte.

Worum geht’s?

Das „schmutzige Geheimnis“ ist nichts anderes als Dreck im Inneren des Motors. Es geht um Verbrennungsrückstände wie Ruß, aber auch beispielsweise um Kalk. Ablagerungen im Inneren des Motors – Brennraum, Kolben, Einspritzdüsen – werden gelöst und entfernt.
Beim regelmäßigen Besuch an der „Ultimate“-Zapfsäule wird der Motor innen sauberer, sagt BP. Auch aufs Motoröl sollen diese Treibstoffe übrigens langfristig durchaus positive Auswirkungen haben.
Seitens der Treibstofffirma nennt man grundsätzlich keine Einschränkungen für den Betrieb mit historischen Kraftfahrzeugen; die Verträglichkeit im Zusammenspiel mit gängigen Zusätzen wie Bleiersatzmitteln wurde im Labor ebenfalls ausgetestet. Von Einsatz anderer Aftermarket-Additive rät man ab.

Mehrwert

In Österreich greift rund ein Zehntel der BP-Kundschaft derzeit zu „Ultimate“, dank des neuen Angebotes sollen es mehr werden. Denn man nennt einen handfesten Vorteil bei der Reichweite:
Bis zu 44 Kilometer mehr pro Tank mit Ultimate-Benzin (gegenüber konventionellem 95-Oktan-Sprit), bis zu 66 Kilometer mit Ultimate-Diesel verspricht BP. Die Ausgangsbasis für dieses Versprechen ist eine erwartete Reichweite von 650 km (Benzin) bzw. 850 Kilometern (Diesel) in „verschmutztem Zustand“ – also vor dem Einsatz der Treibstoffe mit „Active Technology“.
Die durchschnittliche Steigerung der Reichweite in Kilometern pro Tank – weil solche Werte ja klarerweise je nach Fahrzeug, Fahrstil, Wetter etc. variieren – liegt nach Herstellerangabe bei 29 (BP Ultimate Super) bzw. 37 (BP Ultimate Diesel).

Verdeckte Variationen: MINI Cabrio

Wachstumsphase

 Über Minimalismus ist MINI ja längst hinausgewachsen – mit dem Cabriolet ist die neue Familie jetzt wieder vollzählig.

Foto: MINI
Foto: MINI

Die britische BMW-Tochter hat seit ihrer Wiedergeburt im Jahr 2001 in allen Dimensionen zugelegt. Den jüngsten Wachstumsschub hat dem einstigen Kleinstwagen die vor zwei Jahren gestartete Runderneuerung der Baureihe eingebracht. Gleichzeitig egibt es jetzt statt acht nur mehr fünf Derivate. Sub-Nischenmodelle wie Roadster, Coupé und Paceman wurden gestrichen. Dafür wuchs der Dreitürer auf mehr als 3,8 Meter; der Fünftürer ist ein Fünfsitzer, und der Clubman ist mittlerweile ein deklarierter Kompakter – das beleibt auch beim nächstne Clubman so (er kommt Ende 2016).
Foto: MINI
Foto: MINI

Nicht geopfert wurde das Cabrio, das rechtzeitig zum Frühlingsbeginn parat steht. Es basiert auf dem Dreitürer, ist somit ebenfalls gewachsen – um fast zehn Zentimeter auf fast 3,9 Meter – und um etwas mehr als vier Zentimeter auf 1,7 Meter in die Breite gegangen. Trotz Radstandstreckung auf knapp zweieinhalb Meter bleibt’s bei der Viersitzigkeit. Die Sitzgelegenheiten im Fond sind nach wie vor eher nur für Kinder tauglich. Umso tauglicher fürs Verreisen ist das Gepäckabteil; es fasst je nach Verdeck-Stellung zwischen 160 und 250 Liter Ladegut. Wer mehr Platz braucht, fährt zu zweit und legt die Rücksitzlehnen um.

Detailpflege

Foto: MINI
Foto: MINI

Außer der Karosserie-Dehnung wurde an Technik-Details gefeilt. Wie vom Cabrio schon gewohnt, kann sich das Textilverdeck in Variationen entfalten: Nach Art eines Schiebedachs, oder mit einer Öffnung von bis zu 40 Zentimetern, oder gleich komplett. Das funktioniert nunmehr vollelektrisch. Komplett „topless“ fährt man nach 18 Sekunden, inklusive Versenkung der Seitenscheibe. Öffnen lässt sich das Verdeck bis zum einem Fahrtempo von 30 km/h. Elegant(er) gelöst als vorher ist die Sache mit dem Überrollschutz.
Foto: MINI
Foto: MINI

Die pyrotechnisch betätigten Stopper sind in den Aufbau integriert; sie treten, falls wirklich einmal nötig, innerhalb von 150 Millisekunden in Aktion. Besonders Cabrio-relevant ist das Thema Karosseriesteifigkeit: Eingebaut hat man zusätzliche Verstärkungen, unter anderem Torsionsstreben im Unterboden. Damit halten sich Verwindungen der Karosserie auf holpriger Fahrbahn in sehr engen Grenzen, auch der Innenspiegel zittert kaum.

Kennengelernt

Foto: MINI
Foto: MINI

Motorisch bietet MINI ein breites Leistungsspektrum für die Benziner und die Diesel. Zur Verfügung stehen sowohl Drei- als auch Vierzylinder. Bei den Benzinmotoren hat man die Wahl zwischen Aggregaten mit 1,2l/102 PS, 1,5l/136 PS und 2,0l/192 PS. Was haben wir vergessen? – Na klar: Den „John Cooper Works“ mit 231 PS. Die Selbstzünder leisten 116 respektive 170 PS. Kombiniert sind sie je nachdem mit manuellem oder doppelt gekuppeltem Sechsgang-Getriebe. Eine erste Probeverkostung ging auf rund 600 Kilometern vonstatten, und zwar mit zwei Benzin-Modellen, nämlich mit 136 und 192 PS; und das bei noch winterlich dominiertem Klima mit nie mehr als fünf Plus-Graden.
Foto: MINI
Foto: MINI

Dabei blieb das Stoffdach die meiste Zeit geschlossen, denn auch hochgefahrene Seitenscheiben und aufgestelltes (optionales) Windschott bieten kaum Schutz vor Regen und Graupelschauer. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt, und dann…! Dafür machte sich beim Kolonnenfahren das neue Rückleuchten-Design positiv bemerkbar. Die LEDs in der Dimension und Leuchtcharakteristik eines Ceranherd-Kochfeldes,durchdringen selbst dichtestes Schneegestöber. Was sonst noch aufgefallen ist: Bei Autobahntempo muss man auch bei geschlossenem Verdeck die Stimme schon recht deutlich erheben. Und: Wie schon im Drei- und Fünftürer ist das Cockpit gehörig angeräumt und dekoriert. Die Ambiente-beleuchtete Umrahmung des Infotainmentsystem ist bereits fast so groß wie das Lenkrad. Hat man die Zitate der Original-“Ikone“ Morris Mini vielleicht etwas zu weit getrieben? Geschmackssache! Der Preis: ab 22.900,- Euro.
Fotos: MINI

Neues i-Cockpit für alle Peugeot-Modelle

Digitalisiere Lounge

Auch der französische Hersteller verabschiedet sich von den klassischen Rundinstrumenten und ersetzt diese durch ein digitales Anzeigesystem.

Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Was bisher deutschen Premium-Modellen vorbehalten war, wird für Peugeot-Fahrer bald zum Alltag: Die zweite Generation des i-Cockpit wird in sämtlichen Modellen die analogen Anzeigen ablösen. Ein 12,3 Zoll großer Bildschirm vor dem Fahrer und ein 8 Zoll großes, mittig platziertes Display können per Touch-Funktion, dem Wählrad auf dem Lenkrad, oder per Sprachsteuerung bedient werden. Am Armaturenträger finden sich nur noch sieben Tasten, die einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Bedienfunktionen ermöglichen sollen.
Es lassen sich auch drei Fahrerprofile abspeichern, über die man zum Beispiel die Einstellung für die optionalen Massagesitze, die Ambientebeleuchtung und noch vieles mehr festlegen kann.
Foto: Peugeot
Foto: Peugeot

Das vor dem Fahrer sitzende, hochauflösende Display übernimmt aber nicht nur die Anzeige der Geschwindigkeit. Es kann auch das Navigationssystem oder die Verbrauchsanzeige zwischen den Tachoanzeigen einblenden und ist variabel konfigurierbar. Am zweiten Bildschirm können Navi, Klimaanlage, Telefon und die optionale Parfümierung des Innenraums bedient werden.
Doch das i-Cockpit 2.0 bietet mehr als nur den Wegfall der analogen Instrumente: Auch das Design wurde grundlegend überarbeitet. Dies fällt vor allem durch das nun oben abgeflachte Lenkrad auf. Auch einen „normalen“ Schalthebel such man vergebens. Der „Bügel“ auf der Mittelkonsole erinnert dabei stark an den des 3008.
Das i-Cockpit feiert auf dem Pariser Autosalon im Herbst seine Premiere und soll nach und nach zum Standard in allen von Peugeot gebauten Modellen werden – ausgenommen sind die Kooperationsmodelle wie der 108.
Fotos: Peugeot

 
 

Wolf im Schafspelz: 420 PS für den VW Polo

König der Landstraße

All jenen, denen der Polo R WRC nicht genug Dampf hat, bietet der VW-Tuner Wimmer einen potenten Leistungskit.

Foto: Jordi Miranda
Foto: Jordi Miranda

Mit seinen serienmäßigen 220 PS ist der stärkste Spross der Polo-Familie durchaus gut motorisiert. Der deutsche Tuner Wimmer Rennsporttechnik bietet nun einen Umbausatz, mit dem noch etwas „mehr“ drin ist.
Er besteht aus einem Upgrade des Turboladers, einer geänderten Ansaugung, einer Benzinpumpe mit 6 bar Druck, einem Hosenrohr mit Sportkatalysator und einer Edelstahlauspuffanlage mit Klappensteuerung. Ein geänderter Ladeluftkühler und eine Softwareoptimierung runden das umfangreiche Paket ab.
Foto: Jordi Miranda
Foto: Jordi Miranda

Durch diese Maßnahmen generiert der 2,0 Liter große Motor 420 PS und 480 Newtonmeter Drehmoment. Erst bei (in Österreich rein theoretischen) 280 km/h endet die Beschleunigung, sagt der Tuner.
Zudem gibt es einen Felgensatz (8×17) samt der dazugehörigen Bereifung. Ein Gewindefahrwerk rundet den Umbausatz ab.
Fotos: Jordi Miranda

 

Stadt-Land-SUV : Mazda CX-3 G150 AWD

Vernunftbetont

Nach dem Erfolg des CX-5 will Mazda auch in der kleineren Klasse der Kompakt-SUV mitmischen – hat der CX-3 das Zeug dazu?

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Anders als die Konkurrenten, die – bis auf wenige Ausnahmen – eher dezent gestylt auftreten, fällt Mazdas kleines Allzweck-Mobil mit kantigem, aber dynamischem Kodo-Design sofort aus der Reihe. Vor allem die geschwungene Seitenlinie mit dem coupéhaft abfallenden Dach erfreut das Auge – hier steht nicht nur einfach ein Schrumpf-CX-5. Dass die technische Plattform vom kleinen Mazda2 kommt, sieht man dem knapp 4,3 Meter langen, sehnigen Body nicht an. Auch im Cockpit setzt sich die markante Stylinglinie fort: Die Schaltzentrale wirkt aufgeräumt und ist einfach zu bedienen.
Foto: Robert May
Foto: Robert May

Man sitzt, verglichen mit großen SUV-Schlachtschiffen, nur leicht erhöht, aber sehr bequem. Alle verwendeten Materialen sind gut verarbeitet und machen einen hochwertigen Eindruck. Nur das Platzangebot muss durch den kurzen Radstand etwas leiden: Während in der ersten Reihe ist der Wohnraum völlig ausreichend auch für lange Reisen, dahinter wird er für größere Zeitgenossen vor allem in Sachen Beinfreiheit etwas knapp. Die Folgen der Coupé-Muskulatur im Außendesign sind vom Fahrerplatz aus spürbar; da machen sich die massiven B-Säulen im Blickfeld breit, und die Sicht nach hinten ist beschränkt. Im Testwagen erwiesen sich da eine Rückfahrkamera und Parksensoren als nützlich. Das Kofferraumvolumen muss sich mit 350 bis 1.260 Litern vor der Konkurrenz nicht verstecken. Wahrscheinlich wichtigstes Kaufargument neben dem Design ist der Preis: Die Liste für den CX-3 beginnt bei 18.090,- Euro (120 PS, Vorderradantrieb); die Testversion startet bei 28.290,- Euro.

Auf allen Vieren

Foto: Robert May
Foto: Robert May

Das 4×4-System des CX-3 stellte seine Fertigkeiten auch auf verschneiten Bergstraßen unter Beweis, und es erhält einen glatten Einser im Zeugnis. Da hilft sicherlich auch die vom großen Bruder CX-5 übernommene Hinterachs-Konstruktion mit. Im Testbetrieb erwies sich das sportliche Auftreten des Fünftürers als täuschend; denn in seinem Herzen ist er eher sanftmütig. Die 150 Pferdestärken und 203 Newtonmeter bewegen das Auto in ausreichenden 9,6 Sekunden auf Tempo 100. Das Fahrwerk bietet einen interessanten und durchaus guten Kompromiss; Lenkung und Federung sind straff abgestimmt, aber schonend zu den Bandscheiben.
Foto: Robert May
Foto: Robert May

Auch wenn man den CX-3 zum Aufschaukeln provoziert, bleibt er ruhig und gelassen und hält die Spur, wobei sich die Seitenneigung in Grenzen hält. Der Zweiliter-Benziner arbeitet perfekt mit dem automatisierten Sechsgang-Getriebe zusammen. Bei Autobahntempo kann er durch seine gute Geräuschdämmung punkten. Und auch der Verbrauch im Test war – obgleich höher als die Werksangabe von 6,3 Litern – mit durchschnittlich 7,5 Litern angesichts der 1.340 Kilogramm, die es fortzubewegen gilt, moderat.
Mazda hat genau den Punkt getroffen: Wer SUV fahren möchte, aber kein Schlachtschiff durch die City manövrieren will, ist mit dem Mazda CX-3 gut bedient.
Michael Hintermayer/JG
Fotos: Robert May

Motor: Vierzylinder-Reihenmotor; Direkteinspritzung
Hubraum:  1.998 ccm
Leistung: 110 kW/150 PS bei 6.000 U/Min.
Drehmoment: 204 Nm bei 2.800 U/Min.
Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
0-100 km/h: 9,6 Sekunden
Verbrauch (Werk): 6,3 l auf 100 km
Testverbrauch (Durchschnitt): 7,5 l auf 100 km
CO2: 146 g/km
Getriebe: Sechsgang-Automatikgetriebe
Reifen: 215/60 R 16
Kraftübertragung: Allradantrieb
Fahrwerk: vorne McPherson; hinten Verbundlenkerachse
Bremsen: Scheibenbremsen, vorne innenbelüftet; ABS, ESP
Leergewicht: 1.340 kg
Tankinhalt: 44 l
Preis: 26.290,- Euro
Preis des Testwagens: 26.890,- Euro

Der ÖAMTC-Sommerreifentest 2016

Viel Gutes

Der ÖAMTC und seine Partner haben insgesamt 32 Modelle – das Ergebnis des großen Tests 2016 ist im Großen und Ganzen erfreulich.


Die getesteten Dimensionen waren 185/65 R15 88 H und 225/45 R17 94 Y, geprüft wurde nach allen relevanten Sicherheits- und Umweltkriterien. Das Resultat: In der kleineren Dimension wurden sieben Modelle mit ’sehr empfehlenswert‘ beurteilt; in der größeren Dimension waren es vier. Dazu kommen einige ‚empfehlenswerte‘ Produkte in beiden Dimensionen. Lediglich zwei der Reifen im Test erhielten die Note „bedingt empfehlenswert“, ein Modell ist „nicht empfehlenswert“.

185/65 R 15 88 H

ADAC Sommer-Reifen-Test_EPG Bridgestone_Italien_2015
Von den 16 in der Dimension 185/65 R 15 88 H getesteten Reifen erreichten je sieben Modelle die Noten „sehr empfehlenswert“ bzw. „empfehlenswert“ (dies vorwiegend aufgrund schwächerer Nassgriffeigenschaften). Es gab es aber auch zwei Negativ-Ausreißer. Der Nankang Green-Sport Eco-2+ ist wegen seiner Schwäche bei Nässe „bedingt empfehlenswert“. Noch schwächer bei Nässe ist der GT Radial Champiro VP1, er kann auch auf trockener Fahrbahn nicht restlos überzeugen – „nicht empfehlenswert“! Laut Hersteller ist bereits das Nachfolgemodell Champiro FE1 erhältlich. Einen Sommerreifen sucht man in der Ergebnisliste vergebens: den Pirelli Cinturato P1 Verde. Denn beim Test kommen mehrere Reifensätze zum Einsatz, die Unterschiede liegen üblicherweise nur innerhalb der Messstreuung. Bei den Pirellis gab jedoch zwischen zwei Reifensätzen desselben Modells (aus unterschiedlichen Werken) gravierende Unterschiede bei den Nassgriffeigenschaften. Ein Nachtest mit neu gekauften Reifen, wieder aus beiden Produktionsstandorten, zeigte das gleiche Bild. Damit wollte der ÖAMTC keine Bewertung zu diesem Modell abgeben.

225/45 R 17 94 Y

ADAC Sommer-Reifen-Test_EPG Bridgestone_Italien_2015
16 Modelle in dieser Dimension 225/45 R 17 94 Y: Auch hier ist die Auswahl an „empfehlenswerten“ Sommerreifen breit. Vier (Continental ContiSportContact 5, ESA-Tecar Spirit 5 UHP, Pirelli P Zero, Vredestein Ultrac Vorti) erreichten die Note „sehr empfehlenswert“. Die blieb den meisten „empfehlenswerten“ Modellen übrigens wegen ihres Verhaltens bei Nässe versagt. Am anderen Ende der Skala kam nur der Maxxix Victra Sport VS01 aufgrund schwacher Nassgriffeigenschaften über ein „bedingt empfehlenswert“ nicht hinaus. Auffällig beim Blick auf dieses Ergebnis ist das Fehlen einiger bekannter Marken wie z. B. Goodyear, Dunlop, Bridgestone und Kumho: Zum Zeitpunkt des Einkaufs der Testreifen waren deren neue Modelle noch nicht verfügbar.
Quelle: ÖAMTC

Tesla Model S: Facelift & Technik-Upgrade

Turbolader mit Schnurrbart

Neue Frontpartie, ein schnelleres Ladesystem und einige Aufwertungen im Innenraum kennzeichnen das überarbeitete Modell.

Foto: Tesla
Foto: Tesla

Die futuristische Elektro-Limousine ist seit mittlerweile fünf Jahren auf dem Markt. Nun spendiert ihr der Hersteller ein Facelift.
Am deutlichsten ist dies an der neu gestalteten Frontpartie zu erkennen, die an das Styling des Model X angelehnt ist: Der angedeutete Kühlergrill wurde stark verkleinert, und die Scheinwerfer strahlen jetzt mit LED-Licht.
Auf der Optionsliste findet sich auch ein Hochstrom-Ladegerät. Damit soll der Ladevorgang dank der 16,5-kW-Einspeisung um 50 Prozent schneller erfolgen. Die Batterien selbst lassen sich nun mit 48 anstatt 40 Ampere laden.
Foto: Tesla
Foto: Tesla

Außerdem bauen die Amerikaner einen HEPA-Filter ein, der laut Hersteller 99,9 Prozent aller Allergene, Bakterien und Verschmutzungen aus dem Innenraum fernhalten soll. Sollte es also einmal zu einem biochemischen Angriff kommen, sind Sie im Tesla gut aufgehoben.
Zudem gibt es eine optische Aufwertung für den Innenraum: Aufpreispflichtige Nappaleder-Tapezierung am Armaturenträger und zwei neue Holzdekor-Sets namens „Figured Ash Wood“ und „Dark Ash Wood“.
Die Facelift-Version des Tesla Model S ist ab sofort in Amerika verfügbar und soll auch bald bei uns zu sehen sein. Über die genauen Österreich-Preise ist noch nichts durchgesickert, in den Staaten beträgt der Preisaufschlag aber 1.500 Dollar.
Fotos: Tesla

Am 26.-29. Mai: Das Erzbergrodeo Nr. 22

Lasst es wieder stauben!

Für die heurige Ausgabe des Sturms auf den Berg aus Eisen ist das Starterfeld seit Monaten ausgebucht – auch Elektrizität wird eine Rolle spielen.

Die Elite des Xtreme-Endurosports wird am Start des Erzbergrodeo XXII stehen. Das bereits seit Monaten voll ausgebuchte Starterfeld der 22. Auflage des selektiven Offroad-Rennens liest sich wie das Who-is-Who der internationalen Szene. Unter den 1.500 Teilnehmern aus 40 Nationen stemmen sich die Besten der Welt gegen den „Berg aus Eisen“.
KTM stellt 2016 gleich eine ganze Armada von Top-Favoriten an den Start: Neben dem dreifachen Red Bull Hare Scramble Sieger Jonny Walker (GBR) werden auch Taddy Blazusiak (POL, fünffacher Sieger), Routinier Andreas Lettenbichler (DEU, Sieger 2015) und der US-Topstar Cody Webb (USA, Finisher 2014) um den Sieg beim Red Bull Hare Scramble kämpfen.

Foto: Erzberg Rodeo/redbullcontentpool
Foto: Erzberg Rodeo/redbullcontentpool

Unterstützt wird die KTM Werks-Phalanx von talentierten Jungstars: Der FIM Superenduro Junioren- Weltmeister Manuel Lettenbichler (DEU) und das südafrikanische Youngster-Trio aus Scott Bouverie, Travis Teasdale und Dwyane Kleynhans werden versuchen, ihre großen Vorbilder gehörig unter Druck zu setzen.
KTM bringt außerdem auch Dakar-Atmosphäre zum Erzberg: Mit der Spanierin Laia Sanz (ESP) könnte erstmals eine Frau das Red Bull Hare Scramble-Ziel sehen und Matthias Walkner (AUT) dürfte vor allem beim Iron Road Prolog lautstark um den Sieg mitreden!

Familiensache

Die stärksten Herausforderer von KTM kommen einmal mehr aus dem eigenen Konzern: Das Husqvarna Factory Team rund um die beiden Hare-Scramble-Sieger Graham Jarvis (GBR) und Alfredo Gomez (ESP), die mit dem jungen Spanier Mario Roman Serrano (Finisher 2015) und dem gerade frisch gekrönten Superenduro-Weltmeister Colton Haaker (USA) schlagkräftig unterstützt werden.
Husqvarna schickt außerdem den zweifachen Enduro-E2-Weltmeister Pierre-Alexandre „Pela“ Renet (FRA), der seit 2015 im Husqvarna Rallye Factory Team unter anderem bei der Dakar zu Hause ist, in die Steiermark.
Das italienische Werksteam von Beta geht mit dem fünffachen Finisher Ben Hemingway (GBR) sowie den amerikanischen Spitzen-Offroadern Kyle Redmond und Max Gerston an den Start.
Für Sherco startet heuer der 20-jährige Wade Young (RSA), der bereits 2013 als jüngster Teilnehmer aller Zeiten eine Zielankunft beim feiern durfte.

Foto: Erzberg Rodeo/redbullcontentpool
Foto: Erzberg Rodeo/redbullcontentpool

Xtreme-Enduro-Publikumsfavorit Paul Bolton (GBR) startet heuer wieder für das britische KTM-Team Eurotek und zählt ebenfalls zu den unmittelbaren Anwärtern auf eine Spitzenplatzierung.

Interdisziplinär

Stark aufgestellt ist die heimische Offroadszene. Neben Lars Enöckl (KTM), Österreichs erfrolgreichstem Xtreme-Enduro-Athleten, stellen sich auch der Trial-Spezialist – Dieter Rudolf (KTM, voriges Jahr bestplazierter Österreicher), Enduro-Staatsmeister Pascal Rauchenecker (Husqvarna), der dreifache Prolog-Gewinner Ossi Reisinger (Husqvarna) und „Old Boy“ Rudi Pöschl (Husqvarna) der internationalen Konkurrenz.
Ein Crossover-Projekt ist die Teilnahme von Snowmobile-Superstar Keith Curtis (USA) am Erzbergrodeo 2016. Der erfolgreichste Snowmobile-Hillclimber der Welt (27 WM-Titel, 149 Einzelsiege) tauscht sein 200 kg schweres Arbeitsgerät gegen eine ultraleichte Zweitakt-KTM und stellt sich der Herausforderung Erzbergrodeo!
Das actionreiche Side-Event Endurocross feiert 2016 seine Rückkehr in die Erzbergrodeo-Arena. Im Jahr 2007 geigte ein gewisser Taddy Blazusiak in diesem Rahmenbewerb vor tausenden begeisterten Fans mächtig auf und holte sich einen verdienten Startplatz in der ersten Reihe des Red Bull Hare Scramble. Der Rest ist Geschichte – und 2016 könnte, zehn Jahre nach Taddy, ein weiterer ambitionierter Amateur ein weiteres Kapitel schreiben!

Unter Strom

Das Erzbergrodeo Endurocross wird auf dem eigens aufgebauten Endurocross-Parcours in der neu gestalteten Actionzone innerhalb der Arena durchgeführt. Gefahren wird ausschließlich auf elektrisch angetriebenen KTM Freeride E-XC, die vom Werk zur Verfügung gestellt werden. Alle Teilnehmer starten somit auf völlig identischem Material.
In den Qualifikations-Sessions am Freitag und Samstag gilt es für die Teilnehmer zunächst, eine möglichst schnelle Runde auf dem gezeiteten Parcours zu fahren. Die 48 schnellsten Fahrer aus der Qualifikation stehen dann am Samstag-Abend ab 20 Uhr im Superfinale, wobei jeder Finalist auch in der Gesamtwertung des Generali Iron Road Prologs 2016 eine Endplatzierung unter den Top 500 erreicht haben muss (und somit für das Red Bull Hare Scramble 2016 startberechtigt ist).
Im Superfinale gehen dann pro Lauf sechs Fahrer ins Rennen, wobei die drei schnellsten Teilnehmer jedes Laufes in die nächste Runde aufsteigen. Die Top 3 dürfen sich über einen Startplatz in der ersten Startreihe des Red Bull Hare Scramble 2016 freuen.
Falls einer dieser Fahrer seine Platzierung in der ersten Startreihe bereits über die Qualifikation im Generali Iron Road Prolog 2016 erreicht hat, erhält er die Möglichkeit der freien Startplatzwahl in der ersten Startreihe. Das auf 200 Teilnehmer limitierte Endurocross-Starterfeld ist ausgebucht.
Noch etwas Elektrisches kommt hinzu: ePerformance Mountainbike versus E-Motorrad! Auf dem Endurocross-Parcours wird ein Duell zwischen elektrisiertem Fahrrad und Motorrad ausgetragen.