Kategorie: Ferrari

Edle IAA-Premiere: Ferrari Portofino

Land des Lächelns

Hinter dem freundlichen Gesicht verbergen sich 600 Cavalli – da strahlt der Fahrer mit dem Auto um die Wette.

Es geht auch ohne Pininfarina: Das fröhliche G’schau, das den neuen offenen Ferrari ziert, tragen schon mehrere Entwürfe der hauseigenen Designer. Auf 4,5 Metern streckt sich ein sehniger Roadster-Body. Denn der Portofino ist das Nachfolgemodell des California.
Genau wie der trägt er auch ein falt- und versenkbares Stahldach. Geschlossen wird der Portofino, anders als der Vorgänger mit Sturmhauberl, zu einem feschen Fastback. Der Antriebsstrang wurde ebenfalls vom California übernommen, leistet aber mit 600 PS ein Haucherl mehr.

Foto: Ferrari

In Sachen Technologie hat das Werk so ziemlich alles Verfügbare aufgeboten. Erstmals arbeitet das elektronisch gesteuerte hintere Differential in einem „zivilen“ Straßen-Ferrari. Eine Premiere ist die elektrische Servolenkung, die nach und nach in alle Modelle Einzug halten wird.
Damit soll das Lenken flotter gehen, ohne aber der Straßenlage des Autos zu schaden, verspricht Ferrari. Ein Upgrade bekam die magneto-rheologische Dämpfung.
Foto: Ferrari

Ein komplettes Menü an Komfort und Konnektivität versteht sich von selbst bei der Preisklasse, die wir zu gewärtigen haben. Der California startete jenseits der 230.000 Euro, dort wird auch der Portofino zuhause sein. Ein Lächeln inklusive!

Ferraris stärkstes Serienmodell: 812 Superfast

Ottocento cavalli

Pferde schieben nicht: Der mächtige V12-Motor im bislang stärksten Serien-Ferrari sitzt ganz klassisch vorn.

Wann war zuletzt ein Modell mit Frontmotor der Höchstleister im Stall von Ferrari? „Mit Ausnahme der Kleinserienmodelle“, so schränkt Ferrari gleich selber ein, ist der 812 Superfast das schnellste Straßenauto der Marke.
(Der LaFerrari war stärker, aber eben nur ein limitiertes Modell. Außerdem gibt’s Abzüge für den ungelenken Namen.)

Foto: Ferrari
Foto: Ferrari

Der 6,5 Liter große Zwölfzylinder arbeitet mit variabler Geometrie des Ansaugtraktes, ganz wie zu den Saugmotor-Zeiten der Formel 1.  Den in der Direkteinspritzung angewandten Druck findet man eher im F1-Fahrerlager, nämlich bei den Zugmaschinen: für einen Benzinmotor sind 350 bar gewaltig.
Das Ergebnis: 588 kW oder 799,5 PS bei 8.500 Touren, sowie ein maximales Drehmoment von 718 Nm bei 7.000 U/Min. Das reicht für 0-100 in 2.8 Sekunden und die Vmax von 340 km/h.

Für Handlichkeit sorgt die Version 2.0 des im F12tdf angewandten „Virtual Short Wheelbase System“, das auch die Hinterräder mitlenken lässt. Ein eigener Drift-Assistent ist Ferraris hauseigene „Side Slip Control“.
Erstmals in einem Ferrari kommt hier eine elektrische Servolenkung zum Einsatz. Das Doppelkupplungs-Getriebe sitzt an der Hinterachse, die Schaltzeiten sind laut Werk drastisch verkürzt worden. Allerlei passives und aktives Geflügel lenkt die Luft dorthin, wo sie am meisten nützt. Optisch ist es klug versteckt.

Hauseigenes Styling: Die äußere Form weckt Erinnerungen an die Berlinetta-Zeit der 1960er, bis Daytona & Co. Das Cockpit zitiert den LaFerrari, insgesamt ist das Fahrzeug – so versichert der Hersteller – aber durchaus auch bequem genug für die längere Landpartie.

Nur 10 Stück für Japan: Ferrari J50

Italo-Samurai

50 Jahre Ferrari im Land der aufgehenden Sonne: Die Italiener feiern sich mit dem auf 10 Stück limitierten Modell selbst.

Foto: Ferrari
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Seit nunmehr 50 Jahren ist der „italienische Traum“ in Japan erhältlich. Da Ferrari gerade auch sein 70-jähriges Firmenjubiläum feiert, sind Sondermodelle gerade der letzte Schrei in Modena. Darum gibt es auch für das Japan-Jubiläum einen offenen Flitzer von Ferrari, der lediglich 10 Mal gebaut wird. Die Basis für den J50 genannten Supersportler bietet dabei der 488 Spider.
Die Leistung des 3,9 Liter großen V8-Triebswerks wurde für den J50 von 670 auf 690 PS angehoben. Dies soll den Sprint von 0 auf 100 km/h auf 3 Sekunden verkürzen und eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h ermöglichen. Doch vor allem das aggressive Design des J50 sticht ins Auge und ist voll und ganz auf Japan abgestimmt. Vor allem die keilförmige Front mit ihren schmalen Lichtern hebt sich deutlich von anderen Vertretern der Marke ab. Über den Preis schweigt man derzeit noch.
Fotos: Ferrari

 

Neuer Sportkombi: Ferrari GTC4 Lusso

Alle Viere

In Genf enthüllt Ferrari den Nachfolger des FF – der Viersitzer kommt mit Allradantrieb und Allradlenkung.

Foto: Ferrari
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Seit 2011 im Angebot: Der viersitzige “Shooting Brake” mit Frontmotor und dem kleinen bisschen Extra-Nutzwert dank schmaler Heckklappe wurde für das Modelljahr 2016 gründlich überarbeitet.
Davor blieb auch der Name nicht verschont. Die neue Bezeichnung ist eine Reverenz an frühere GT-Modelle des italienischen Autobauers; so gab es ab 1966 den Ferrari 330 GTC, ab 1971 dann den (allerdings nicht sehr eleganten) 365 GTC/4.
Unter der mächtigen Motorhaube setzt man auf Bewährtes: Hier verrichtet der bekannte, 6,3 Liter große V12 seine Arbeit, er setzt 690 PS und 697 Newtonmeter frei. Das reicht – dank Allradantrieb – für eine Zeit von 6,3 Sekunden beim Sprint auf 100 km/h.
Damit sich das relativ hohe Gewicht von 1.790 Kilo nicht allzu nachteilig aufs Handling auswirkt, greift Ferrari auf eine Allradlenkung zurück. Die Preise für den GTC4 Lusso sind noch nicht genannt.
Fotos: Ferrari

Nach oben offen: Ferrari 488 GTB Spider

Ferraris neues Zugpferd

Allein die nackten Zahlen beeindrucken: 760 Nm bei 3.000 U/min, von null auf 100 in drei Sekunden, 3,9 Liter-V8-Turbo mit 670 PS – und das alles oben ohne.

Ferrari feierte auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt die Weltpremiere des 488 Spider. In ihm arbeitet der aus dem 488 GTB bekannte 3,9 Liter große, Turbo-aufgeladene V8 mit 493 kW / 670 PS. Seine Drehmomentkurve steigt progressiv über die höheren Gänge an und erreicht ihren Höhepunkt von 760 Newtonmetern bei 3.000 U/min im siebten Gang.Für den Sprint von null auf 100 Km/h benötigt der Frischluft-Ferrari nur drei Sekunden.

Foto: Ferrari
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Als Karosserie dient ein leichtes und höchst leistungsfähiges Spaceframe-Chassis. Dadurch erreicht der 488 Spider exakt dieselbe Torsions- und Biegefestigkeit wie die geschlossene Berlinetta. Der italienische Hengst besitzt ein Paket technischer Innovationen und ein patentiertes faltbares Hardtop: Als erster Hersteller weltweit setzte Ferrari ein binnen 14 Sekunden faltbares Hardtop bei einem Sportwagen mit Mittelmotor-Bauweise ein. Ist das Dach geöffnet, liegen die beiden Faltsegmente übereinander auf der Motorabdeckung. Verglichen mit einem herkömmlichen, weich gefütterten Dach ist es um 25 kg leichter.
Foto: Ferrari
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Der aerodynamischste Offene der Ferrari-Geschichte ist darauf ausgelegt, dem Fahrenden mit hoher Fahrleistung und typischem Klang besonderen Fahrspaß zu bieten. Die Frischluftzufuhr ist auch über die elektrisch betätigte Heckscheibe ist in drei Stellungen variierbar. Sie kann auch bei geschlossenem Dach komplett versenkt werden – wenn das volle Motor-Klangspektrums mäßiges Wetter übertönen soll. Extra für ihn wurde auch die Farbe „Blu Corsa“ entwickelt.
Fotos: Ferrari