Monat: Juni 2015

BMW Motorrad-Studie: Concept 101

Luxus-Bike von BMW

BMW tauchte am diesjährigen am Concorso d’Eleganza mit einer interessanten Konzeptstudie auf.

„Die „Concept 101“ schreibt die Geschichte unserer Concept Bikes fort, sagt man bei BMW Motorrad. Sie zeigt eine Interpretation des Flairs endloser Highways, des Traums von Freiheit und Unabhängigkeit, kurz die Inkarnation des von „American Touring“.

Foto: BMW
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Die Ziffer in „Concept 101“ verweist auf den Hubraum des Concept-Bikes, das seinen Ursprung in den USA hat. Die sechs Zylinder mit 1649 ccm entsprechen ungefähr 101 Cubic Inches, der amerikanischen Maßeinheit für Hubraum. Die „Concept 101“ bewegt sich damit in einer Welt jenseits von PS-Zahlen oder Beschleunigungs-werten – allein das Fahrerlebnis voll Kraft und gleichzeitiger Ruhe zählt.
Die Ziffer 101 steht darüber hinaus für den Entstehungsort des Fahrzeuges. Unweit des Highway 101, in den Designstudios der BMW Group-Tochtergesellschaft Designworks in Newbury Park, Kalifornien, haben die Designer gemeinsam mit den Kollegen von Designworks ein besonderes Motorrad kreiert, das die Grenzen von Hochwertigkeit und Exklusivität hin zu einem völlig neuen Tourenverständnis erweitern soll: „Bei der Gestaltung der ,Concept 101’ hatten wir eine klare Vision: Unter dem Motto ,The Spirit of the Open Road’ wollten wir ein leistungsstarkes, emotionales und exklusives Sechszylinder-Motorrad bauen, mit dem jeder Weg zu einem besonderen Erlebnis wird. Ein Bike, das mich mein Ziel vergessen lässt, weil nur der Augenblick zählt “, erklärt Ola Stenegard, Leiter der Abteilung Fahrzeug-Design bei BMW Motorrad.
Foto: BMW
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Gestalt findet dieser Anspruch in der Interpretation eines „Bagger“, eines Custom-Bike-Typus, der vor allem in den USA populär ist. Von weitem fällt vor allem die sehr langgestreckte, stromlinienförmige Silhouette auf. Im Gegensatz zu der tiefen Front und dem hohen Heck von Supersport-Motorrädern zeigt die „Concept 101“ die typische tropfenförmige Silhouette, deren höchster Punkt die Frontverkleidung ist. Darunter scheint das große Vorderrad die flache und gestreckte Silhouette hinter sich her zu ziehen. Gleichzeitig lässt die charakteristische Formgebung das Motorrad optisch nach vorne drängen. Zwei in die Stromlinienform integrierte, tief hängende Seitenkoffer machen den typischen Bagger komplett.
Der durchgängige Fluss der Linien von der Front bis zum Heck steht sinnbildlich für das Fahrerlebnis auf der „Concept 101“. Innerhalb der Silhouette zeichnen klare Linien und aufwendig modellierte Flächen einen athletischen Fahrzeugkörper. So entsteht ein dynamischer Kontrast zwischen ließender Bewegung und klarer Definition, der den Charakter des Fahrzeuges weiter betont. Die horizontale Unterteilung in zwei Farbbereiche unterstreicht den flachen Gesamteindruck weiter. Während der untere Bereich, die Mechanik, dunkel gehalten ist, wurde der Bereich darüber bewusst in helleren Farben gehalten.
Foto: BMW
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Die Frontverkleidung aus gebürstetem Aluminium fügt sich in die Formensprache ein. Der darin integrierte Frontscheinwerfer mit markantem Doppelrunderscheinungsbild verleiht der Front Ausdrucksstärke und Charakter. Er ist Ausgangspunkt des charakteristischen Splitfaces, das sich in Form einer matten Alu-Blende über das gesamte Fahrzeug bis ins Heck zieht. Zwei präsente Seitenpanels fassen die Frontverkleidung ein. Sie formen eine breite Schulterpartie, die die Kraft der „Concept 101“unterstreicht. Je Seite visualisiert ein Endrohr mit drei Auslässen die Anzahl der Zylinder und damit die souveräne Leistung sowie das hohe Drehmoment des Antriebs. Gleichzeitig sorgen sie für einen adäquaten Sound und machen das Potential des Sechszylinders auch hörbar.
Die Heckansicht schließt das Gesamtbild harmonisch ab. Besonderes Highlight ist die Heckleuchte. In Form zweier LED-Bänder rahmt sie die dunkel gehaltene Heckpartie inklusive der beiden Seitenkoffer ein. Die Gestaltung der Leuchten erinnert an die flügelförmigen Heckpartien großer amerikanischer Automobile der 1950er- und 1960er-Jahre.
Foto: BMW
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Die gesamte Gestaltung der „Concept 101“ bis hin zu den verwendeten Farben und Materialien spiegelt Kraft, Modernität und Exklusivität wider. Die seitlichen Verkleidungsteile und Koffer sind aufwendig zweifarbig lackiert: Ein helles Silber rahmt die Fläche ein, das Innere ist in einem etwas dunkleren Silber mit höherem Metallic-Effekt gehalten. Eine von Hand gezogene Linierung trennt die beiden Farbbereiche ab. Ein ebenfalls lackierter Schattenverlauf verleiht nach innen noch mehr Tiefe. Die Frontverkleidung setzt mit unlackiertem, gebürstetem Aluminium einen kühlen Akzent. Das Aluminiums wird im unteren Bereich des Motorrads von großzügigen, seidig glänzenden Karbonflächen ergänzt.
Inmitten von silbernen Lackflächen, gebürstetem Aluminium und Karbon setzen dunkle Holzflächen einen warmen Kontrapunkt. Das gefräste und lediglich geölte Holz unterstreicht mit seiner dezenten Maserung die horizontale Gestik der Seite. Die Typenbezeichnung ist aufwändig als Aluminiumintarsie und Plakette in die Holzflächen integriert. Auf der Sitzbank setzen zwei Lederqualitäten den exklusiven Eindruck fort: das fein genarbte schwarze Leder an den Seitenteilen setzt einen Akzent zum perforierten schwarzen Leder auf der Sitzfläche.
Foto: BMW
Foto: BMW

Nur knapp eine Stunde von Newbury Park entfernt, inmitten der Hochburg der Custom Bike Szene von Los Angeles, nahm das Concept Bike bei Roland Sands reale Gestalt an. In enger Zusammenarbeit mit dem BMW Motorrad Designteam montierte der Custom Bike-Spezialist die exklusiven Teile der „Concept 101“ in den eigenen Werkstätten. BMW Motorrad und Roland Sands arbeiten seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen und blicken auf Projekte wie beispielsweise die Concept Ninety zurück. In seiner Werkstatt assemblierte Sands viele Teile der „Concept 101“ und fertigte einzelne Elemente exklusiv in Handarbeit an. So tragen unter anderem die „Signature Machine Parts“ wie Kupplungsdeckel, Steuerkettenabdeckung und Räder sein Logo und weisen auf die seit Jahren bewährte Zusammenarbeit hin.
Weitere Infos: www.bmw-motorrad.at, www.facebook.com/BMWGroup, www.youtube.com/BMWGroupview
Fotos: BMW

 

Premiere: Der neue Audi A4

Gut getarnter Fortschritt

Trotz kompletter Neuentwicklung muss der meistverkaufte Audi weiterhin auf den ersten Blick als Modell aus Ingolstadt erkennbar sein.

Offiziell vorgestellt wird die neue A4-Generation auf der IAA in Frankfurt im September. Der Audi wird größer, die Länge beträgt nun 4,73 Meter und der Radstand 2,82 Meter. Gleichzeitig hat man die Aerodynamik verbessert und vor allem das Gewicht um bis zu 120 kg reduziert.

Foto: Audi
Foto: Audi

Audi verspricht zum einen mehr Platz für die Fahrgäste und ausreichend Stauraum. Im Kombimodell Avant stehen diesbezüglich zwischen 505 und 1510 Liter zur Verfügung (auf Wunsch öffnet die Heckklappe auch sensorgesteuert).
Für den neuen A4 stehen sieben Motorisierungen zur Auswahl – drei Benziner und vier Diesel. Sie decken ein Leistungsspektrum von 150 bis 272 PS ab. Bei den Benzinmotoren warten die neuen Audi A4 mit einer bahnbrechenden Innovation auf: Der 2.0 TFSI ultra mit 190 PS nutzt ein neues Brennverfahren, das ihn besonders effizient macht und einen CO2 Wert von 109 g (Avant: 114 g) sowie einen Verbrauch von 4,8 Liter (5,0) auf 100 km ermöglicht. Im Lebenszyklus folgt auch ein g tron Modell, das Erdgas beziehungsweise Audi e gas tanken kann.
Der Antriebsstrang und das Fahrwerk der neuen Audi A4 und A4 Avant sind komplett neu entwickelt. Das Sechsgang Handschaltgetriebe, die Siebengang S tronic – jetzt auch für die Versionen mit Frontantrieb verfügbar – und die Achtstufen tiptronic sind neu konzipiert, die Automatikgetriebe bieten eine kraftstoffsparende Freilauffunktion. Die radselektive Momentsteuerung ergänzt die Arbeit des Front- und quattro-Antriebs, für den stärksten TDI liefert Audi auf Wunsch ab 2016 das Sportdifferenzial an der Hinterachse.
Foto: Audi
Foto: Audi

Im Cockpit bekommt der A4 das so genannte Virtual Cockpit. Als Haupt-Bedienelement fungiert das ebenfalls neu konzipierte MMI Bedienkonzept in der Mittelkonsole. Beim Top Infotainmentsystem, der MMI Navigation plus mit MMI touch und großem 8,3 Zoll-Monitor, ist ein Touchpad in den Dreh /Drück-Steller integriert. Es dient zum Zoomen sowie zur Eingabe von Zeichen. Die komplette MMI-Bedienlogik orientiert sich an aktuellen Smartphones, inklusive intelligenter Freitextsuche.
Gegenüber den Vorgängermodellen ist die Serienausstattung, so Audi, noch reichhaltiger geworden. Sie umfasst unter anderem Xenon Scheinwerfer, keyless go, eine Bluetooth-Schnittstelle, Audi drive select (ab 190 PS) und ein 7 Zoll MMI-Farbdisplay.
Die Markteinführung ist für A4 Limousine und A4 Avant ab Herbst, die Preise stehen noch nicht fest.
Fotos: Audi

ATS Wild Twelve: Hybridsportler aus Italien

Limited Edition

Das italienische Designstudio Torino Design hat gemeinsam mit ATS einen neuen Hybrid-Supersportwagen vorgestellt.

Das Design des futuristischen Hybridsportwagens ATS Wild Twelve von Torino Design und ATS folgt in den Grundzügen dem klassischen Muster der aktuellen Mittelmotor-Boliden à la Koenigsegg und Co. Kann gefallen, oder auch nicht.

Foto: ATS
Foto: ATS

Angetrieben wird der ATS Wild Twelve von Torino Design von einem Plug-in-Hybrid, bestehend aus einem 3,8 Liter großen V12-Biturbo und zwei Elektromotoren. Zusammen sollen so stolze 860 PS und 920 Newtonmeter maximales Drehmoment mobilisiert werden. Von 0 auf 100 km/h soll der Italiener lediglich 2,6 Sekunden benötigen und in der Spitze gar 390 Stundenkilometer erreichen.
Gemeinsam mit dem sequentiellen Schaltgetriebe und einem permanenten Allradantrieb muss sich das Designerstück so vor keinem anderen anderem Hypercar verstecken. Durch den großzügigen Einsatz von Karbon bei der Karosseriekonstruktion kommt der Hybrid-Sportwagen auf ein Leergewicht von 1.450 Kilogramm.
Foto: ATS
Foto: ATS

Ob diese beeindruckenden Zahlen tatsächlich auch in der Realität umgesetzt werden können, wird sich zeigen. Torino Design hat jedenfalls bestätigt, den ATS Wild Twelve in einer limitierten Stückzahl von 30 Exemplaren bauen zu wollen. Einen Preis haben die Italiener für ihren Supersportwagen noch nicht genannt.
Fotos: ATS

Vorschau: Gruppe B Rallyelegenden

Eine Hommage an “die gute alte Zeit” des Sports

Die Nennliste der Gruppe B Rallyelegenden verspricht ein Motorsport-Fest der höchsten Güteklasse.

Knapp 100 Starter aus aller Welt haben ihr Kommen zu den Gruppe B Rallyelegenden am 10. und 11. Juli, in und rund um Saalfelden am Steinernen Meer zugesichert. Dabei liegt der Schwerpunkt der ausgewählten Nennungen nicht an einer Zeitspanne oder Fahrzeuggruppe. Es wird ein Querschnitt durch den Rallyesport der letzten vier Jahrzehnte sein, mit einigen sehr speziellen und seltenen Exponaten.

Foto: Daniel Fessl
Foto: Daniel Fessl

Egal ob Gruppe-2-Wagen, wie etwa der legendäre Ford Escort, oder „Buckel“-Volvo bis hin zum äußerst seltenen Gruppe-B-Boliden wie dem nur drei Mal gebauten Skoda MTX 160 RS reicht die Bandbreite. Auch das berühmte „italienische Wesen“, das über Jahrzehnte den Rallyesport prägte, wird wieder aufflammen. Lancia Delta Integrale, Alfa Sud, Lancia 037, Ferrari 308 GTB und natürlich der legendäre Fiat 131 Abarth werden die Herzen der Motorsport-Tifosi höher schlagen lassen.
Zudem sorgen zahlreiche original Werkswagen, wie zum Beispiel der Lancia 037 von Norbert Henglein (Ex-Werkswagen von Attilio Bettega), ein BMW M3, der von niemand geringerem als dem Belgier Patrick Snijers bewegt wurde, oder der letztgebaute Lancia Delta Integrale und natürlich die Exponate der Ausstellung fahr(t)raum, die von Ing. Ernst Piëch selbst bewegt werden, für geschichtsträchtige Momente.
Foto: Daniel Fessl
Foto: Daniel Fessl

Eine ganze Armada aus dem Hause Porsche wird zudem für Gänsehaut sorgen, ehe die Gruppe-B-Boliden und die beiden World Rallye Cars eindrucksvoll ihre martialische Motorleistung zur Schau stellen werden.
 
Auch Walter Mayer, Audi-Testfahrer in den Jahren 1981 – 1985 zeigt sich voller Vorfreude: „Ich bin das letzte Mal 1985 in so einem Monster gesessen und bin dementsprechend gespannt auf das Auto der Rallyemanufaktur. Es wird sicherlich eine Erinnerung an eine schöne Zeit.“
Zum Programmablauf: Gefahren wird in und rund um das malerische Städtchen Saalfelden am Steinernen Meer im Pinzgau und den angrenzenden Gemeinden Weißbach bei Lofer, Maishofen und am ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Gut Brandlhof. Los geht es am Donnerstag um 12:00 mit der Öffnung des einzigartigen, weil überdachten Fahrerlagers. Am Freitag erfolgt um 15:00 der zeremonielle Start am Rathausplatz Saalfelden, bevor die „Nacht des Donners“ im Fahrtechnikzentrum das Motorsportspektakel eröffnet. Am Samstag startet die erste Wertungsprüfung um 10:50. Ab 18:00 verwandelt sich Saalfelden im Rahmen der Stadt-WP zum Hexenkessel.
Foto: Daniel Fessl
Foto: Daniel Fessl

Umrahmt wird die Veranstaltung von einem umfangreichen Programm, mit Truckracing, einer Dragster- und Supermoto-Show, einer Fanmeile und vielem mehr… und dies bei freiem Eintritt!
Fotos, Infos und vieles mehr finden Sie unter www.gr-b-rallyelegenden.com
Hier finden Sie die Liste mit allen Startern
Fotos: Daniel Fessl
 

 

Ford Focus RS: Premiere im Driftmodus

Endlich wieder mit Allradantrieb

Der neue Focus RS wurde erstmals im Rahmen des Goodwood Festival of Speed der Öffentlichkeit präsentiert – mit Ken Block am Steuer.

Ford hat beim Festival of Speed im britischen Goodwood den neuen Focus RS-Motors mit im Gepäck. Der 2,3 Liter große Ecoboost-Benziner leistet 257 kW / 350 PS, wenn der Turbo-Allradler Anfang 2016 zu den europäischen Kunden rollt.

Foto: Ford
Foto: Ford

Einen ersten Vorgeschmack auf das Temperament des Hochleistungs-Kompaktwagens erhielten die Zuschauer bei der Traditionsveranstaltung im Park des Lord March, als Rallycross- und Gymkhana-Weltstar Ken Block mit einem RS-Prototypen die neun Kurven der 1,86 Kilometer langen Bergrennstrecke auf gewohnt spektakuläre Weise meisterte. Der Verkaufspreis des neuen Focus RS wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Im Focus RS feiert auch der von Ford neu entwickelte Performance-Allradantrieb Weltpremiere. Mit seiner dynamischen Drehmomentverteilung (Dynamic Torque Vectoring) ermöglicht das innovative System Handling-Eigenschaften auf einem neuen Niveau und vereint dies mit beispielhaften Traktionswerten.
Foto: Ford
Foto: Ford

Als erstes RS-Modell überhaupt besitzt der neue Focus RS eine Startautomatik sowie unterschiedliche Fahrmodi, darunter auch ein sogenanntes „Drift-Programm“. Es erlaubt auf abgesperrten Strecken ein gut kontrollierbares Übersteuern.
Fotos: Ford

Lotus 3-Eleven: Weniger ist mehr

Purismus in seiner schönsten Form

Lotus bringt den Nachfolger des 2-Eleven. Der 3-Eleven wiegt weniger als eine Tonne und holt 456 PS aus einem 3,5-Liter-V6.

Gerade einmal 900 Kilogramm bringt die Rennversion des aktuell auf dem Festival of Speed im südenglischen Goodwood vorgestellten Lotus 3-Eleven auf die Waage. Ausstattung oder eine komplette Frontscheibe sucht man vergebens. Deren Gewicht würde den Fahrspaß des laut Lotus schnellsten Wagens der Firmengeschichte nur beeinträchtigen.

Foto: Lotus
Foto: Lotus

Der hinter dem Fahrer montierte 3,5-Liter-V6 aus dem Evora leistet dank Aufladung durch einen Kompressor 456 PS und beschleunigt das Geschoss in weniger als drei Sekunden von null auf hundert, 280 km/h Spitze stehen im Datenblatt. Nochmal zehn km/h schneller ist die Straßenversion des 3-Eleven. Das maximale Drehmoment beider Autos liegt bei 450 Nm (3500 bis 6500 Umdrehungen).
Ein manuelles Sechsganggetriebe mit Sperrdifferenzial sorgt in der Straßenversion für den Kraftschluss. In der Rennversion übernimmt diesen Job ein sequenzielles Getriebe. Nur 311 Exemplare werden insgesamt gebaut. Die Preise beginnen bei 82.000 Pfund (ca. 116.000 Euro) für die Straßenversion, die Rennversion kostet ab 115.200 Pfund (ca. 163.000 Euro). Der 3-Eleven er kommt leider erst 2016.
Fotos: Lotus

Mietwagencheck deckt eklatante Mängel auf

Mietschrott

Technische Überprüfung von Mietwagen in Mallorca: Fünf von zehn Autos würden in Österreich kein „Pickerl” bekommen.

Die spanische Ferieninsel Mallorca ist ein beliebtes  Reiseziel der Österreicher. Der ARBÖ hat dort gemeinsam mit seinem deutschen Partnerklub ACE (Autoclub Europa) und der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) zehn vor Ort angemietete Autos einer ausführlichen Prüfung unterzogen. Fazit:  Von den in einer eigens angemieteten Werkstatt genau unter die Lupe genommen Mietwagen waren fünf, also exakt die Hälfte, in keinem verkehrssicheren Zustand – ihnen hätte ein Pickerl nach österreichischen Standards verweigert werden müssen. Mietwagencheck3
Einen besonders alarmierenden Testbefund stellten die ARBÖ-Techniker zwei Fahrzeugen aus: Dass bei dem einen, ein Peugeot 206CC Cabrio, das Verdeck nicht geöffnet werden konnte, war in diesem Fall noch das geringste Problem. Schlimmer, um nicht zu sagen lebensgefährlich, war der Umstand, dass die Bremsklötze komplett abgefahren und auch die Bremstrommeln und Bremsscheiben nicht verkehrssicher waren. Zudem funktionierte der rechte Scheinwerfer nicht und beim Tank kam es zum Kraftstoffaustritt. „Eine Fahrt in diesem Fahrzeug ist lebensbedrohlich”, bringt es ARBÖ-Techniker Gottfried Moser auf den Punkt. Zum gleichen erschreckenden Ergebnis kam Moser auch bei einem Fiat Panda, dessen Bremsanlage ebenso defekt war, die Reifen eine zu geringe Profiltiefe aufwiesen und ein Schweinwerfer kaputt war.
Neben diesen beiden absoluten Negativbeispielen hätten nach der ARBÖ-Überprüfung drei weitere getestete Mietwagen aufgrund grober Mängel wie verstellter Lenkung, beschädigte Reifen oder fehlendem Kühlmittel kein Pickerl erhalten. Zudem fehlten entweder Warnwesten (in den meisten europäischen Ländern Pflicht), Warndreiecke oder Verbandskästen.
Von den insgesamt zehn  überprüften Mietwägen konnte die Techniker der Automobilklubs nur ein einziger Anbieter komplett überzeugen, dessen Fahrzeug, ein Peugeot 208, keinen Mangel aufwies und österreichischen Standards entsprach. Mietwagencheck2
Der ARBÖ-Check zeigt, dass besonders die günstigen Mietwagenfirmen Fahrzeuge in technisch schlechtem Zustand anbieten: Da die Kosten für Mietwagen in Mallorca mit etwa 35 Euro aufwärts pro Tag relativ niedrig sind, bleiben sowohl Pflege wie auch Reparaturen meist auf der Strecke. Viele Vermieter kümmern sich nicht um Schäden und reagieren bei Beanstandungen mit einem bloßen Schulterzucken. Renommierte Anbieter mögen zwar teurer sein als kleine lokale Verleiher, die Urlauber bekommen dafür aber auch Fahrzeuge, die technisch in Ordnung sind.
„Wer beim Mietwagen auf Nummer sicher gehen will, sollte besonders auf Reifen, Beleuchtung und Scheibenwischer achten und auch Beschädigungen an Karosserie oder Verglasung vor Fahrtantritt überprüfen und sofort reklamieren”, empfehlen die ARBÖ-Techniker.
ARBÖ-Mietwagen-Checkliste
Worauf bei der Anmietung eines Leihwagens zu achten ist
Buchung: In den Hauptreisezeiten empfiehlt es sich, den Mietwagen im Voraus und rechtzeitig zu reservieren.
Extras: Kindersitz, Navi oder auch ein zweiter eingetragener Fahrer können den Preis kräftig in die Höhe treiben. Auch lässt der Zustand des Zubehörs oft zu wünschen übrig. Ein portables Navi und die eigenen Kindersitze mit auf die Reise zu nehmen, ist im Zweifelsfall die bessere und günstigere Alternative.
Freikilometer: Unbegrenzte Kilometer sind inzwischen eigentlich Standard. Dennoch stehen in den Verträgen ab und zu beschränkte Laufleistungen, bei deren Überschreitung es dann richtig teuer wird.
Kaution: Die Kreditkarte als Sicherheit zu nehmen ist üblich. Die Kaution sollte jedoch sofort bei Rückgabe erstattet werden. Es soll Unternehmen geben, die sich mit der Rückerstattung mehrere Wochen Zeit lassen.
Preisvergleich: Die Preise zu vergleichen ist schwierig, da der Umfang der Leistung selten einheitlich ist. Vergleichsportale bieten eine gewisse Orientierung, doch selten ist das vermeintlich billigste Angebot am Ende auch das preiswerteste.
Rückgabe: Auch hier sollten Sie zusammen mit einem Mitarbeiter der Vermietung den Zustand dokumentieren. Ein Durchschlag des Rücknahmeprotokolls ist Pflicht. Planen Sie dafür genügend Zeit ein!
Sicherheitsausrüstung: Eine Warnweste pro Insasse ist in den meisten Ländern inzwischen Pflicht. Am besten die Westen selber mitbringen, da diese in den Mietwagen häufig fehlen. Auch Warndreieck, Verbandskasten und Reserverad sollten unbedingt vorhanden sein.
Strafzettel: Bei Verstößen gegen die Vorschriften des jeweiligen Landes zahlt immer der Mieter. Wenn möglich die Strafe noch vor Ort mit Beleg bezahlen, manche Vermieter verlangen eine hohe Bearbeitungsgebühr zur Feststellung des Fahrers. Bis der Strafzettel in Österreich ist, kann sich die Gesamtsumme (Strafe zzgl. Bearbeitungsgebühr) leicht verdoppeln.
Tankregelung: Die nachvollziehbarste Regelung ist voll/voll. Steht die Anzeige bei der Rückgabe auf voll (eventuell Handy-Foto mit Kilometerstand und Tankuhr machen) gibt es im Nachhinein wenig zu diskutieren. Mit Kraftstoff geizen lohnt sich übrigens nicht, denn wer das Nachtanken der Autovermietung überlässt, darf sich anschließend wundern, wie teuer Kraftstoff sein kann. Immer mehr Vermieter gehen allerdings dazu über, einen Preis für den bereits gefüllten Tank zu berechnen. Diese Füllung ist zumeist überteuert, auch weil Restbenzin bei der Rückgabe in der Regel nicht berücksichtigt wird.
Übergabe: Erkennbare Schäden sollten bei der Übergabe unbedingt und akribisch dokumentiert werden. Lassen Sie sich nicht hetzen und werfen Sie auch einen gründlichen Blick auf die Bereifung und die Verglasung.
Versicherung: Am besten jegliche Selbstbeteiligung ausschließen! Es zählt im Schadensfall nur was im Vertrag geschrieben steht, egal, was der Mitarbeiter mündlich in Aussicht gestellt hat. Deshalb den (hoffentlich auf Deutsch geschriebenen) Vertrag gründlich lesen. Manchmal werden in Verträgen vor Ort Ausnahmen und nicht vereinbarte Selbstbeteiligungen versteckt. So sind die Scheiben, ein Verlust des Autoschlüssels, der Unterboden, das Dach und die Reifen meist von der Vollkaskoversicherung ausgenommen.
Diese Expertentipps gelten übrigens nicht nur für Mallorca, sondern sind auch in anderen Ländern für eine gute und sichere Fahrt im Urlaub hilfreich.

Bella Macchina: Die neue Giulia

Wiederbelebung einer Legende

Alfa Romeo will mit der Neuauflage der legendären Giulia durchstarten. Das Topmodell kommt mit einem 510 PS Ferrari-Triebwerk.

An geschichtsträchtigem Ort, dem Mailänder Vorort Arese, feierte heute der Alfa Romeo Giulia Weltpremiere. Hier wurde vor 105 Jahren die Marke gegründet, hier wurde der historische Vorgänger von 1965 bis 1977 gebaut. Zudem wird genau hier am 30. Juni das renovierte Werksmuseum eröffnet.

Foto: Alfa Romeo
Foto: Alfa Romeo

Tradition steht auch bei der Umsetzung der Markenwerte im Vordergrund, die für den neuen Giulia ausschlaggebend sind. Typisch italienisches Design verkörpert die heckgetriebene Stufenhecklimousine mit ausgewogenen Proportionen und einer Karosseriegestaltung, die an Modelle der BMW 3er-Reihe erinnern. Das in Arese präsentierte Modell ist die Topversion Quadrifoglio – das Verde entfällt. Sie ist vorne von markanten Lufteinlässen links und rechts vom großzügigen Scudetto sowie einem aktiven Frontspoiler gekennzeichnet und am Heck über eine konturierte Spoilerlippe am Kofferraumende sowie einen Diffusor mit integrierter vierflutiger Abgasanlage.
Seitlich bürgen die durchgehend über die Flanke gezogene Linie, wie auch der von BMW bekannte Luftauslass hinter dem Vorderrad für die Tradition emotionalen Alfa-Designs. Neue Elemente sind das leicht modernisierte Markenlogo sowie die Speichenfelgen, nicht mehr mit vier, sondern fünf Öffnungen.
Foto: Alfa Romeo
Foto: Alfa Romeo

Die optische Balance setzt sich in der ebenfalls für Alfa Romeo typischen Gewichtsverteilung von 50 : 50 zwischen Vorder- und Hinterachse fort. Zur Erreichung dieser Ausgewogenheit verwendet Alfa besonders leichte Materialien wie Aluminium im Bereich der Motorblöcke, der Bremsen und des Fahrwerks, Carbon bei Kardanwelle, Motorhaube und Dach sowie Verbundmaterial für den hinteren Querträger. Gepaart mit einer präzisen Lenkung, leistungsfähigen Bremsen, einer modernen Mehrlenkerhinterachse und einem agilen Antrieb dürfte der Giulia im Segment der sportlichen Limousinen eine wichtige Rolle spielen.
Das Topmodell Quadrifoglio, das in Arese erstmals gezeigt wurde, verfügt über einen Sechszylinder-Turbobenziner mit 510 PS. Das Triebwerk wurde gemeinsam mit Ferrari entwickelt und soll den sportlichsten Vertreter der Giulia-Baureihe in 3,9 Sekunden von Null auf 100 km/h katapultieren.
Foto: Alfa Romeo
Foto: Alfa Romeo

Der Innenraum des Giulia folgt der Markentradition mit einem auf den Fahrer ausgerichteten Cockpit und der Verwendung edler Materialien wie Carbon, Holz und exklusiven Stoffen. Die Fahrdynamikregelung D.N.A. und ein modernes Infotainmentsystem in der Mittelkonsole ergänzen die wichtigsten Bedienelemente, die in Griffnähe am vergleichsweise kleinen Lenkrad angebracht sind.
Fünf Milliarden Euro will Marchionne in Alfa investieren, das zum neuen Juwel im Autobereich avancieren soll. Die Giulia wird im Fiat-Produktionswerk in Cassino südlich von Rom hergestellt, das 4.000 Mitarbeiter beschäftigt. 50 neue Mitarbeiter sollen jetzt angestellt werden.
Fotos: Alfa Romeo

 

Verkaufsstart für den neuen R8

Drehorgel

Ab sofort ist der neue Audi R8 in Österreich bestellbar. Bereits im Herbst 2015 wird der Sportwagen dann auf den Straßen unterwegs sein.

Noch schneller, noch stärker, noch dynamischer: Mit 610 PS Leistung, 330 km/h Höchstgeschwindigkeit und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden ist die Top Variante der Audi R8 V10 plus, der bisher stärkste und schnellste Serien-Audi.

Foto: Audi
Foto: Audi

„Der neue Audi R8 verspricht genau das, was Kunden von einem Hochleistungssportwagen erwarten“, sagt Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Audi Vorstand für Technische Entwicklung. „Mit diesem Auto kommt die geballte Racing-Kompetenz von der Rennstrecke auf die Straße.“ Dies ermöglicht das komplett überarbeitete Fahrzeugkonzept: Der nach dem Mittelmotor-Prinzip verbaute, noch leistungsfähigere V10 Saugmotor ist nach dem Hochdrehzahlkonzept entwickelt.
Eine weitere Neuerung im Audi R8 ist der performance-Modus im Fahrdynamiksystem Audi drive select. Er ermöglicht es dem Fahrer die wichtigsten fahrdynamischen Parameter auf den Reibwert und die Beschaffenheit der Straße abzustimmen.
Der Vorverkauf für den neuen Audi R8 ist vor Kurzem gestartet – der Einstiegspreis für den R8 V10 liegt in Österreich bei 218.900 Euro, für die Top-Variante R8 V10 plus bei 241.500 Euro. Im Herbst erfolgen die ersten Auslieferungen.
Fotos: Audi

Ab 1. September: Neuer Toyota Avensis

Strategie des Mehrwerts

Mit neuem Design, neuen Motoren und viel Technologie will Toyotas Mittelklasse neue Kundschaft erreichen.

Optisch deutlich stil- und selbstbewusster zeigt sich der Avensis in vierter Generation, nicht nur außen:

Foto: Toyota
Foto: Toyota

Für den neu gestalteten Innenraum verspricht der Hersteller gesteigerte wahrnehmbare Qualität, mehr Komfort, mehr Farbvarianten sowie niedrigeres Geräusch- und Vibrationsniveau.
Multimedia gibt’s mit dem Audio-System Toyota Touch2 und einem acht Zoll großen Multimedia-Display.
Fahrerassistenz-Systeme sind in allen Modellen im Paket „Toyota Safety Sense“ serienmäßig.
Es arbeitet mit einer Frontkamera und einem Millimeterwellen-Radar und verfügt serienmäßig über ein Pre-Collision-System (inklusive Front-Kollisionswarner und Notbremsassistenten mit autonomer Notbremsfunktion) und einen Fernlichtassistenten.

Antrieb aus Steyr

In Österreich stehen vier Motoren zur Verfügung, alle sind Euro-6-konform. Die Benziner mit 1,6 bzw. 1,8 Litern Hubraum decken ein Leistungsspektrum von 132 bis 147 PS ab.

Foto: Toyota
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Ebenfalls in zweifacher Ausfertigung kommt der bei uns im Segment immer noch dominante Diesel, als 1,6 D-4D und 2,0 D-4D mit einer Leistung von 112 bis 143 PS.
Das Erfreuliche daran: Diese Motoren sind „made in Austria“, aus dem BMW-Werk in Steyr. Den 1600er kennt man aus dem Auris und Verso, der Zweiliter kommt bei Toyota erstmals zum Einsatz.
Für 2016 nimmt sich Toyota Österreich den Verkauf von 250 Stück vor, das wären 118 Prozent mehr als für heuer projektiert.
Die Preise stehen noch nicht fest, der Importeur verspricht jedoch eine „Strategie des deutlichen Mehrwerts zu einem vernünftigen Preis“.

 

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