Monat: August 2015

Smart Forfour: Auf den Hund gekommen

Smarter Hundefreund

Mit den „readyspace”-Sitzen im neuen Smart forfour steigen Hunde leichter ins Auto ein.

Für viele ist der Hund des Menschen bester Freund. Gemeinsame Autoreisen sind bisweilen aber häufig umständlich: Wenn der Vierbeiner kurzbeinig ist oder älter, wird der Sprung ins Auto zum mühsamen Klettern. Die Daimler-Tochter Smart hat sich für dieses Problem nun etwas Besonderes einfallen lassen bzw. wurde von Hundebesitzern darauf aufmerksam gemacht, sich etwas Besonderes einfallen lassen zu haben. Konkret geht es dabei um die serienmäßigen „readyspace” Sitze im forfour.

Foto: Daimler
Foto: Daimler

Eigentlich wurden die absenkbaren „readyspace“ Wendekissen erfunden, um den Transport sperriger Gegenstände im Fond des viersitzigen Smat zu erleichtern. Doch Hundebesitzer unter den Fahrern des Kleinwagens hatten eine Idee: Dank readyspace kommen die Vierbeiner viel leichter und gesundheitsschonender an Bord. Mit einem Handgriff lässt sich bei dem System die Einstiegshöhe um zwölf Zentimeter senken.
Auf der abgesenkten, ebenen Fläche lässt sich auch gut ein Hundekörbchen oder eine Decke deponieren. Und da die Kissen der Rückbank um 180 Grad gedreht werden, bleiben sie trotz Hundetransport sauber. Zusätzlicher serienmäßiger Vorteil: Die Fondtüren des forfour lassen sich fast 90 Grad weit öffnen und machen den Zugang so noch einfacher.
Foto: Daimler
Foto: Daimler

Hundehalter sollten aber auch im Smart daran denken, ihren vierbeinigen Freund immer anzuschnallen. Dabei gilt: Je kürzer der spezielle Hundegurt, desto sicherer. Mit einem entsprechenden Adapter lassen sich handelsübliche Modelle einfach in jedes Gurtschloss einrasten. Alternativ ist eine Hundebox, die ebenfalls im Fond Platz findet, eine weitere, sichere Transportmöglichkeit.
Fotos: Daimler
 
 

Wie Eltern ihre Kinder beim Autofahren nerven

Schlechte Vorbilder am Steuer

Ford befragte europaweit 2.000 Kinder nach den Gewohnheiten ihrer Eltern beim Autofahren – die Antworten der Kinder waren entwaffnend ehrlich.

Oftmals heißt es, dass Kinder beim Autofahren für Unruhe sorgen. Doch gemäß einer kürzlich durchgeführten Umfrage* von Ford bei Kindern sorgen auch die Eltern während der Autofahrt für Spannungen. Demnach nerven die meisten Väter und Mütter ihre eigenen Kinder unterwegs durch Singen, Nasebohren, Fluchen und das Beschimpfen anderer Verkehrsteilnehmer in stressigen Situationen.
Insgesamt befragte Ford europaweit 2.000 Kinder nach den Gewohnheiten ihrer Eltern beim Autofahren. Dabei kam heraus, dass 66 Prozent der Kinder gelegentlich mit dem Verhalten der Eltern unzufrieden sind. Ein weiteres Ergebnis der Studie belegt, dass Eltern ihre Kinder während der Autofahrt oftmals mit Smartphones und dem Abspielen von DVDs unterhalten, Snacks dienen darüber hinaus als beliebtes Mittel zur Ablenkung der Kinder. Auf die Frage nach dem besten Autofahrer wird meistens der Vater als Antwort genannt, insbesondere von Jungen. Unabhängig davon, ob Snacks, Smartphones oder DVDs unterwegs für Unterhaltung sorgen, lautet die häufigste Frage von Kindern bei Autofahrten: „Wann sind wir da?“

Die Ford-Umfrage wurde durchgeführt, um Kinder besser zu verstehen. Es ging darum, was Kinder auf Autofahrten mögen und was sie nicht mögen. Dabei gab es von Land zu Land überraschende Unterschiede:
Mit 39 Prozent gaben die Kinder in Großbritannien am häufigsten singende Eltern als störenden Faktor an. Frankreich hingegen ist das einzige Land, in dem Singen nicht als schlechteste Angewohnheit genannt wurde, dafür wurde hier das Schimpfen auf andere Autofahrer besonders häufig erwähnt
Europaweit erzählten 61 Prozent der Kinder, dass ihre Eltern unterwegs im Rahmen des Autofahrens gelegentlich „Schimpfwörter“ verwenden, wobei französische Eltern mit 74 Prozent die schlimmsten Übeltäter sind. Italien ist das einzige Land, in dem weniger als die Hälfte der Eltern die Beherrschung verlieren (39 Prozent).

Foto: Continental
Foto: Continental

Am besten erzogen sind anscheinend die Kinder in Deutschland, wo 38 Prozent behaupten, dass ihre Eltern nichts tun müssen, damit sie sich im Auto benehmen
„Wann sind wir da?“ ist mit Abstand die meistgestellte Frage von Kindern während der Fahrt. In England und Italien fragen Kinder zudem häufig nach Musik zur Unterhaltung
Obwohl Kinder in allen Ländern den Vater als besten Fahrer identifizieren (61 Prozent), fiel das Urteil für italienische Väter mit 67 Prozent besonders positiv aus. Immerhin wurden in Großbritannien 45 Prozent aller Mütter als beste Fahrerin geschätzt. Das Nasenbohren als die schlimmste elterliche Angewohnheit wurde in Großbritannien, Italien und Deutschland am häufigsten von den Kindern angeführt.
* Europäische Umfrage von Opinion Matters im Auftrag der Ford Motor Company. Befragt wurden 2002 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien, durchgeführt im Juli 2015
Foto: Continental

Konzept: Fiat Ducato 4×4 Expedition

Abseits aller Wege

Es muss nicht immer „Glamping“ sein: Der Allrad-Camper wagt sich auch abseits befestigter Straßen – derzeit jedoch nur als Studie.

Ein Viertel aller Reisemobile auf Kastenwagen-Basis ruhen auf der Plattform des Fiat Ducato. Deshalb hat sich Fiat Professional für den Caravan-Salon im deutschen Düsseldorf den Traum aller Aktiv-Camper einfallen lassen.

Foto: Fiat
Foto: Fiat

Foto: Fiat
Foto: Fiat

Wer nicht nur am Campingplatz das Tafelsilber poliert, sondern es gern auch staubig hat, hat mit dem Ducato 4×4 Expedition seine Freude. Oder „hätte“, denn zu kaufen gibt es ihn (noch?) nicht.
Mitentwickelt hat der französische Allrad-Spezialist Dangel; er liefert die Technik für den permanenten Allradantrieb mit Visco-Kupplung und Sperrdifferential an der Hinterachse.
Die Spur des Ducato wurde verbreitert, die Bodenfreiheit angehoben. Der Motor: ein 150-PS-Turbodiesel in Kombination mit Sechsgang-Schaltgetriebe.

Nicht schlampig

Ein bisserl „geglampt“ wird ja doch, und zwar innen. Die Ausstattung kommt vom Spezialisten Tecnoform, der sich mit exklusiven Reisemobilen und Yachten einen Namen gemacht hat.
Ein ausgeklügeltes Soundsystem und sämtliche heutzutage gängigen Konnektivitäten verstehen sich von selbst. Die Offroad-Zubehörfirma Olmedo liefert dazu äußerliche Accessoires wie Seilwinde, Motorschutz und einen stabilen Dachträger, der auch als Aussichtsplattform genutzt werden kann.

Bald beim US-Militär: Oshkosh L-ATV

Großes Geld

Das „Humvee“ hat ausgedient – sein Nachfolger: Das “Joint Light Tacticle Vehicle”, um 400.000 Dollar pro Stück.

Durch steigende Anforderungen an Panzerung, Einsatzmöglichkeiten usw. war die Plattform des auch schon über 30 Jahre alten Hummer-Urahnen von AM General zusehends überfordert, die Defekte häuften sich.
Der Neue namens L-ATV ist von Haus aus viel besser gepanzert, dafür wiegt er auch über 7 Tonnen. Und er kostet knapp 400.000 Dollar pro Stück anstatt der 70.000 des ursprünglichen Humvee (das dann allerdings umfangreich nachgerüstet werden musste) und der diesmal eigentlich geplanten 250.000 Dollar.
Über 16.000 Fahrzeuge wollen die US-Streitkräfte in der ersten Tranche ankaufen, daraus könnten mehr als 50.000 werden. AM General, Lockheed Martin und eben Oshkosh haben sich um den Auftrag beworben; die beiden geschlagenen Bieter sind dem Vernehmen nach mit der Entscheidung des US-Militärs alles andere als glücklich und wollen sie nicht auf sich sitzen lassen.

Oshkosh?

Die 1917 gegründete Lastwagenfirma aus Wisconsin ist wahrscheinlich die am wenigsten bekannte der drei Hersteller. Sie steckt schon seit langer Zeit tief im Rüstungsgeschäft, hat aber immer noch ein starkes ziviles Standbein.
Überall, wo’s brennt: Oshkosh ist auch im Geschäft mit Feuerwehrfahrzeugen. Daneben stellt man Spezialfahrzeuge für verschiedenste zivile Anwendungen her, vom Betonmischer bis zum Müllwagen. Die charakteristisch-kantigen Oshkosh der NATO rollen selten, aber doch hin und wieder auch durch Österreich.

Wespen rocken die Donau: Austrian Vespa Rally

Wespentreffen

Bereits zum fünften Mal veranstaltet der Vespa World Club die österreichische Vespa Rally: Zentrum des Events ist Klosterneuburg samt näherer Umgebung.

Von 11. Bis 13. September wird es nördlich von Wien an der Donau summen und brummen. Die fünfte österreichische Vespa-Rally ist angesagt. Dieses Jahr werden die Teilnehmer – ausgerüstet mit einem Roadbook und einer Zeitkarte – die landschaftlichen und kulinarischen Highlights der Gegend rund um Klosterneuburg erkunden.Vespa Rally 2
Im Rahmen der Etappen, die es zu absolvieren gilt, gibt es Zeit- und Gleichmäßigkeitsprüfungen. Pausen sind an touristisch interessanten Orten vorgesehen. Das Rollerfahren kommt an diesem Wochenende nicht zu kurz: Insgesamt werden die Rally Fahrer bis zu 180 km zurücklegen.
Nach Leibnitz, Hollabrunn, Straden, und Passail ist heuer das wein- und donau-dominierte Umland der österreichischen Bundeshauptstadt Schauplatz dieser Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Vespa World Clubs stattfindet und vom Vespa Club Austria sowie dem Vespa Club Wien veranstaltet wird.
Die Vespa Rally in Österreich ist Teil der Europameisterschaft, zahlreiche internationale Gäste werden erwartet. Voraussetzung für eine Teilnahme an der Rally ist die Registrierung auf www.austrianvesparally.at, eine Lenkerberechtigung, eine Vespa, eine Befestigungsmöglichkeit für das Roadbook (Klarsichtshülle) sowie eine Stoppuhr. Regenbekleidung wird empfohlen.
Weitere Informationen zu aktuellen News, Unterkünften, Teilnahmebedingungen sowie Roadbook-Befestigungsmöglichkeiten auf www.austrianvesparally.at

 

Dacia zelebriert zehn Jahre

Die Rumänen machen blau

Mit spartanischer Ausstattung und günstigen Preisen wirbelt Dacia, die Tochtermarke von Renault, auf dem Automarkt gehörig Staub auf.

Am Beginn stand die Vision, ein Weltauto zu produzieren, das nur fünftausend Euro kostet. Das war 2004. Das entsprechende Modell, mit dem rumänische Renault-Tochter Dacia debütierte, war der erste Logan, als Limousine. Man müsste zwar mehr als sämtliche Steuern abziehen, um auf die fünf Tausender zu kommen. Doch das, was auf der Vienna Auto Show im Jänner  2005 auf der Messe stand, hat sich dennoch mittlerweile von einer auf fünf Baureihen verzweigt. Und die Marke hat sich von damals knapp 100.000 Fahrzeugen Jahresproduktion auf derzeit mehr als sechseinhalb Millionen Einheiten jährlich gesteigert. So etwas muss gefeiert werden, und damit zelebriert Dacia heuer das Zehn-Jahres-Jubiläum der Marktpräsenz mit Feier-, sprich „Celebration“-Modellen.

Foto: Dacia

Dabei machen die Rumänen einen auf Blau, denn die Jubiläums-Ausgaben von Duster & Co. sind an der dunkelblauen Sonderlackierung sowie Dekordetails identifizierbar. Dazu kommt eine Reihe an Sonderausstattungs-Features wie Lederlenkrad, CD-Radio, Klimaanlage, Tempomat, Alu-Räder etc. Unter den aktuellen Modellen – Sandero, Logan MCV, Lodgy, Dokker (plus Van) – ist der Duster in Österreich einer der erfolgreichsten.
Foto: Dacia
Foto: Dacia

Er hat im Celebration-Jahr eine weitere Motorisierungs- und Antriebs-Variante hinzubekommen: den 1,2-Liter-Turbobenziner kombiniert mit Allradsystem (das von Renault-Allianz-Partner Nissan stammt). Denn 70 Prozent der Käufer des franko-rumänischen Kompakt-SUV ordern eine Version mit 4×4-System. Aktuell offeriert ihn Dacia Österreich als limitierte „Mountains“-Edition mit 110-PS-Diesel für ab 19.990 Euro. Günstigster Duster ist derzeit der Kleinwagen Sandero, zu einem Ab-Preis von 7.590 Euro.
Fotos: Dacia

Jaguar XF: Businessklasse reloaded

Anschmiegsam & geschmeidig

Jaguar straffte dem XF das Aluminium-Rückgrat, nahm Gewicht heraus, fügte Techik hinzu und liefert handfeste Effizienz-Argumente.

Es ist mehr als bloß eine Katzenwäsche, die den Jaguar XF der zweiten Generation von seiner ersten unterscheidet. Auch wenn das auf den ersten, flüchtigen Blick nicht so aussehen mag. Denn alt ausgesehen hat er ja noch nicht, er, der bei den vom indischen Tata-Konzern rückengestärkten Briten eine neue Ära eingeleitet hat, gezeichnet von der straffend-abstrahierenden Handschrift von Chef-Designer Ian Callum. Dessen optische Vorstellungen weitergeführt und mit klassischen Zitaten ergänzt hat Wayne Burgess in der nun zweiten Generation der Katze, die in der Business-Klasse dem deutschen Mitbewerb paroli bieten will.
Darauf haben sich die Engländer wohl vorbereitet: Technisch, unter anderem mit verstärktem, auf 75 Prozent erhöhtem, Einsatz von Aluminium als Werkstoff, was in einer Gewichtsreduktion um bis zu 190 Kilo resultiert (er wiegt nunmehr ab 1.545 Kilogramm).

Foto: Jaguar
Foto: Jaguar

Technologisch, mit neuen Features wie einem konfigurierbaren 12,3 Zoll großen TFT-Display anstelle der klassischen Armaturen sowie einem neuen – schnellen – wie ein Smartphone bedien- und sprachsteuerbaren Infotainment-System mit 10,2-Zoll-Touchscreen.
Motorisch, mit dem Einsatz der neuen Generation an Vierzylinder-Diesel-Aggregaten mit zwei Litern Hubraum (ersetzen die bisherigen 2,2-Liter). Die kleinere Konfiguration, mit 163 PS (der stärkere hat 180 PS), liefert vor allem für Österreich – in Bezug aufs Business-, aufs Flottengeschäft – mit einem Normmixverbrauch von vier Litern pro hundert Kilometer und einem CO2-Emissionswert von 104 Gramm pro Kilometer ein attraktives Argument.
Gewachsen ist der XK äußerlich nicht. Es bleibt bei knapp unter fünf Metern (4.954 mm, um sieben Millimeter kürzer). Innerlich ging mit der Komplett-Überarbeitung des Chassis eine Verlängerung des Radstands um 51 Millimeter (auf 2,96 Meter) Hand in Hand, damit großzügigerem Raumangebot im Interieur.
Foto: Jaguar
Foto: Jaguar

Die neu konstruierten Aufhängungen (siehe F-Type, siehe XE) mit Doppelquerlenker-Vorderachse und Integral-Hinterachse – beides aus Aluminium – sowie die neu abgestimmte Federung und Lenkung machen die Heckantriebs-Katze im kurvigen Geläuf noch geschmeidiger als bisher, dazu noch leichtfüßiger und ausgewogener als bisher. Und nicht erst dann, wenn man das optionale Dynamik-Programm addiert hat. Dann aber erst recht, wie mit dem Top-Diesel, dem Dreiliter-V6 mit 300 PS, in den Pyrenäen hart an der spanisch-französischen Grenze ausgelotet. In diesem wie in den Benzinern werden die Schaltstufen mittels der ebenfalls weiter verfeinerten Achtgang-Automatik sortiert. Die Zweiliter-Selbstzünder kann man mit Hand- oder Selbstschalter kombinieren.
Ohne Benzin geben’s die Engländer aber natürlich nicht. Man hat die Wahl zwischen einem Zweiliter-Vierzlinder mit 240 PS sowie einem Dreiliter-V6 mit 340 respektive 380 PS. Letzterer machte auf der Rennstrecke „Circuito de Navarra“, unweit von Pamplona, auch bremsenseitig eine souveräne Figur.
Ohne ein Konvolut an elektronischen Komfort- und Assistenz-Systemen geht es auch auf den britischen Inseln heutzutage nicht (mehr): Abgesehen von einem „echten“ Head Up-Display (lasergesteuert) sowie LED-Leuchten inklusive Fernlichtautomatik kann man unter anderem Stauassistent, Verkehrszeichenerkennung mit Tempo-Regelung, Totwinkel-Alarm mit Annäherungssensor, Querverkehrs-Warner, Einparkunterstützung etc. ordern. Das ändert aber nichts an dem für Jaguar typischen Inneneinrichtungsstil, der serienmäßig eine Zweizonen-Klimaanlage inkludiert sowie ab der zweiten Ausstattungsstufe „Prestige“ feines und anschmiegsames Sitz-Leder offeriert, garniert von Holz & Klavierlack, nicht zu vergessen das dezente Geräuschniveau, mit dem auch die Diesel-Versionen aufwarten.
Foto: Jaguar
Foto: Jaguar

Stichwort Allradantrieb: Der ist ab Marktstart für die V6-Benziner verfügbar. Für weitere Motorisierungen wird diese Option im kommenden Jahr nachgereicht. Für jene Versionen, die nicht für 4×4-Systeme kompatibel sind, kann eine elektronische Traktionshilfe für zusätzlichen Anfahr-Grip sorgen.
Und der Kombi? Ob es für den aktuellen Sportbrake einen Nachfolger geben wird, diese Frage haben die Engländer mit fein lächelndem Schweigen – nicht – beantwortet. Ebenso wie die nach einem Hybriden.
Der Einstiegspreis: 42.100 Euro für den XF E-Performance Pure (163-PS-Diesel mit manueller Sechsgang-Schaltung). Der Marktstart: Oktober.
Fotos: Jaguar

Großer Kombi von Renault: Talisman Grandtour

Große Dosis Lifestyle

Nach der Limousine kommt jetzt auch der Kombi, und die französische Firma will neue Bestmarken im Segment setzen.

Nach längerer Pause wieder ein großer Kombi von Renault: Auf der IAA wird der Talisman Grandtour seine Premiere feiern, Anfang 2016 kommt er dann zu den Händlern. Das Werk will ihn nicht nur als Raumfrachter, sondern auch als Lifestyle-Fahrzeug verstanden wissen.
Beim Raumangebot für die Passagiere verspricht Renault uns Bestwerte, und auch beim Stauraum will man zu den Klassenbesten gehören. Zwischen 572 und 1.700 Liter Gepäckraum stehen in der fünftürigen Version des Talisman zur Verfügung, die Ladefläche ist maximal 2,01 Meter lang.
Die Abmessungen des Grandtour entsprechen mit 4,86 Meter Länge, 1,46 Meter Höhe, 1,87 Meter Breite und 2,81 Meter Radstand exakt denen der Limousine.
Wie wichtig ist die Kombi-Version? Im D-Segment sind europaweit 54 Prozent aller verkauften Fahrzeuge Kombis. In Österreich liegt dieser Anteil noch viel höher.

Frei konfigurierbar

Foto: Renault
Foto: Renault

An Bord ist genau wie beim Viertürer die Fahrmodus-Wahl: Einstellung von Gaspedal-Ansprechverhalten, Lenkung, Schaltzeiten und Dämpferhärte in vier vorgegebenen Stufen oder individuell; bei Renault heißt das Multi-Sense.
Weiters lassen sich unter anderem Interieur-Beleuchtung, Farbe und Darstellung der Instrumente, Motorsound und Klimatisierung programmieren. Auch die Allradlenkung 4CONTROL kennen wir bereits aus der Limousine.
Das ADAS-System (Advanced Driver Assistance System) umfasst Sicherheitsabstand-Warner, Aktives Notbrems-Assistenzsystem und Toter-Winkel-Warner.
Hinzu kommen Spurhalte-Warner, Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitsalarm und Fernlichtassistent. Ein adaptiver Tempomat ist optional erhältlich.

Die Motoren

Das Motorenangebot umfasst zwei Turbobenziner und drei Turbodiesel miz Leistungen zwischen 110 und 200 PS. Alle verfügen über Start-Stopp-System sowie Bewegungsenergie-Rückgewinnung.
Dazu gibt es je nach Modell ein Schaltgetriebe (sechs Gänge) oder ein Doppelkupplungsgetriebe (sechs bzw. sieben Fahrstufen).

Peugeot 604: 40 Jahre Staats-Löwe

Die Diesel-Revolution aus Frankreich

Vor mittlerweile 40 Jahren hat Peugeot mit dem 604 ein neues Flaggschiff und den ersten europäischen PKW mit Turbodiesel-Motor präsentiert.

1975 wurde bei Peugeot die lange Tradition von großen Sechszylinder-Limousinen in Form des neuen 604 gekonnt fortgesetzt, die der 601 in den dreißiger Jahren begründete. Er erhielt den ersten neu entwickelten französischen Sechszylindermotor der Nachkriegszeit, dessen Premiere tatsächlich als nationales Ereignis gefeiert wurde, immerhin galten französische Limousinen vor dem Zweiten Weltkrieg als formidable Luxusfahrzeuge mit Weltruf. Die sechs Brennräume in V-Bauform verfügte über 2,7 Liter Hubraum und leistete im 604 SL 100 kW/136 PS. Ursprünglich hätte dieses Aluminiumtriebwerk sogar ein V8 werden sollen, allerdings kam diesem Vorhaben während der Entwicklung die Energiekrise in die Quere.079-604_limousine_1978
Zwei Jahre später erhielt der 604 TI eine nochmals effizientere Motorversion mit K-Jetronic-Einspritzanlage von Bosch, die den Sechsender auf 106 kW/144 PS brachte. Neben einem geringeren Verbrauch zeichnete sich der TI zudem durch eine höherwertige Ausstattung aus. In seiner letzten Ausbaustufe, dem 604 GTI, standen schließlich sogar 110 kW/150 PS aus 2,85 Litern Hubraum im Datenblatt. Daneben gab es die luxuriöse Oberklasselimousine auch mit einem 59 kW/80 PS starken, 2,3 Liter großen Turbodieselmotor. Ein derartiges Triebwerk galt bei deutschen Mitbewerbern als “undenkbar”. Der 604 D Turbo war tatsächlich das erste Serienfahrzeug in Europa mit einem zwangsbeatmeten Selbstzünder unter der Haube. 157 km/h Höchstgeschwindigkeit konnten dabei ebenso punkten wie 6,1 Liter Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometern.

Design von Pininfarina

Das Design des 604 entstand als Gemeinschaftsarbeit von Pininfarina und dem Peugeot Centre de Style. Neben der klassischen Limousinen-Karosserie mit 4,72 Metern Außenlänge bot Peugeot auf Sonderwunsch auch eine um 62 Zentimeter verlängerte Variante an. Diese wurde beim Karosseriebau-Experten Heuliez als 604 HLZ gefertigt und erhielt im Fond zusätzliche Klappsitze, einen Fernseher, modernste Kommunikationstechnik und eine Bar. Somit war diese Version für den Einsatz als Staatslimousine des französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing wie geschaffen. Dieser nutzte den Wagen gern bei Staatsempfängen von ausländischen Persönlichkeiten. Auch beim DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker befand sich ein 604 im Fuhrpark. Bei Chapron entstanden zudem einige wenige Landaulet-Varianten. Ein solches Fahrzeug diente dem Präsidenten von Niger als Repräsentationswagen.080-604_heuliez_1980
Während es bei den Mitbewerbern üblich war, selbst Limousinen im Oberklasse-Segment in den 1970ern noch mit einer meterlangen, aufpreispflichtigen Optionsliste auszustatten, umfasste die des Peugeot 604 anfangs nur drei Positionen: Das Automatikgetriebe, Ledersitze und ein elektrisch betriebenes Schiebedach. Alle weiteren Ausstattungsmerkmale fuhren ab Werk mit. Dies machte ihn weltweit zu einem begehrten Fahrzeug. Die Franzosen boten den 604 unter anderem auch in Korea und Nordamerika an. Insgesamt liefen über 153.000 Exemplare in knapp über zehn Produktionsjahren vom Band.1440093622_Peugeot_604_Berline_1979
Erst 1989 folgte dem 604 der 605, der jedoch nicht mehr in die staatstragenden Aufgaben seines Vorgängers einsteigen durfte. Lediglich Frankreichs Präsident Jacques Chirac nutzte den Wagen als Transportmittel zwischen seiner Wohnung und dem Parlament. Vom 604 sind heute nur noch wenige Exemplare auf deutschen Straßen unterwegs. Die Preise bewegen sich im niedrigsten Bereich, den man sich bei luxuriös ausgestatteten Limousinen vorstellen kann – man darf an dieser Stelle also ungestraft von einem Geheimtipp sprechen.
Fotos: Peugeot
 

Vorschau: Open House bei Moto Guzzi

Ein Fest für Guzzi-Liebhaber

Auch 2015 wird Mandello del Lario, die idyllische Stadt am Comer See in Norditalien, wieder zur Pilgerstätte für Moto Guzzi-Fans aus aller Welt.

Moto Guzzi lädt ein nach Mandello del Lario: Von 11. bis 13. September 2015 stehen die Werkstüren von Moto Guzzi offen. Highlight: die Möglichkeit, aktuelle Modelle rund um den Comer See Probe zu fahren.Moto_Guzzi_Open_Days_2015 1
Das historische Werk in der Via Parodi, in dem seit mittlerweile 94 Jahren die Zweizylinder-Kultmotorräder hergestellt werden, öffnet ab 11. September drei Tage lang seine Tore für alle Fans. Internationale Gäste können sich hier mit Gleichgesinnten austauschen, und das Programm gewährt einen tiefen Einblick in Herz und Seele der italienischen Kultmarke.

Volles Programm

In der Fabrik kann das Entstehen eines Motorrads miterlebt werden, vom Auf- und Zusammenbau bis zum Test im Windkanal. Im Museum sollte keine Frage zur Geschichte der Marke unbeantwortet bleiben. Testfahr-Möglichkeiten mit der aktuellen Modellpalette laden dazu ein, den ausklingenden Sommer am Ufer des Comer Sees stilvoll zu genießen. Das Museum hat am Freitag von 15 bis 18 Uhr, sowie am Samstag und am Sonntag von 9.30 bis 18 Uhr für alle Besucher geöffnet.Moto_Guzzi_Open_Days_2015 3
Anmeldungen zu den Testfahrten am Samstag, 12. September und am Sonntag, 13. September sind an den jeweiligen Tagen ab 9.30 Uhr möglich. Zur Verfügung stehen die aktuellen Stars wie die California 1400 Eldorado und die California 1400 Audace, außerdem die V7 II-Modellreihe in allen Customizing-Variationen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung auf http://www.motoguzzi.com/at_DE/
Fotos: Moto Guzzi

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