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Schnellstes Serien-SUV: Lamborghini Urus

Und so praktisch!

SUV sind Usus, gern auch mit Luxus: Was Maserati und Bentley können, kann Lamborghini schon lang.

Namensgeber ist wieder einmal ein Stier. Zitat aus der Pressemeldung: „Der Urus, auch als Auerochse bezeichnet, ist einer der großen, wilden Vorfahren der Hausrinder.“ – Auerochse klingt halt nicht ganz so imposant.
Einen großen, wilden Vorfahren hatte auch das „Super Sport Utility Vehicle“: Etwas ansatzweise Ähnliches hat Lamborghini bislang nur einmal versucht, mit dem rustikalen LM002 ab 1986.

Foto: Lamborghini

Der Urus gibt sich ungleich nobler. Die Studie für den Urus aus dem Jahr 2012 wird im Serienauto konsequent umgesetzt, bis hin zu den mächtigen Rädern, in Serie zwischen 21 und 23 Zoll im Durchmesser.
Allrad mit diversen Terrain-Modi ist für ein SUV Pflicht, jeder Modus mit passendem Sound. Die Hinterräder lenken ganz wie beim Aventador S mit 3 Grad Lenkeinschlag mit.
Foto: Lamborghini
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Ein paar Zahlen

Was SUV-Kunden am meisten bewegt: der Nutzwert. Die Rücksitzbank kann umgelegt werden, um den Kofferraum von 616 auf 1.596 Liter Kapazität wesentlich zu erweitern. Prima!
Am anderen Fahrzeugende atmet ein vier Liter großer V8 durch zwei Twinscroll-Turbos. Ein aufgeladener V8-Motor ist eine weitere Premiere für die Marke.

Foto: Lamborghini

162,7 PS pro Liter machen recht ordentliche Leistungswerte möglich. In Summe sind das 478 kW/650 PS. Drehmoment braucht man im Geländer auch; 850 Nm bei 2.250 Touren klingen recht brauchbar.
Von Null auf 100 braucht der knapp 2,2 Tonnen schwere Urus 3,6 Sekunden, Stehen bleibt er 33,7 Metern. 0-200 dauert 12,8 Sekunden. Die Vmax von 305 km/h gibt dem Urus den Titel „schnellstes SUV der Welt“.
Foto: Lamborghini
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Dafür wurde auch die Produktionsfläche in Sant’Agata Bolognese verdoppelt. 160.000 Quadratmeter hat man jetzt zur Verfügung. In der „Manufattura Lamborghini“ sollen 7.000 Autos pro Jahr entstehen. 3.000 davon werden Urus heißen. In Zukunft steht dafür auch ein Plug-in-Hybrid auf dem Programm.
Und noch eine Zahl: unter der 200.000-Euro-Marke wird sich nichts abspielen.
Nebenbei ist der Urus der erst zweite Lamborghini mit einem U. Bisher gab es nur den Urraco der Jahre 1973 bis ’79.

Lamborghini: Grünes Licht für den Urus

Crossover-Kampfstier

Lange Zeit wurde spekuliert, ob Lamborghini ein SUV baut. Nun ist es offiziell: Die italienische Sportwagen-Schmiede schickt den Urus auf die Straße.

Erstmals vorgestellt hat Lamborghini seine SUV-Studie bereits 2012 auf der Peking Motor Show. Schon damals war klar, dass die Italiener nichts Geringeres als den ultimativen Sportwagen im SUV-Segment planen. Genau dieser Plan wird jetzt in die Tat umgesetzt, das hat Lamborghini-Vorstandschef Stephan Winkelmann offiziell bestätigt. 2018 soll das Luxus-SUV zu den Händlern rollen.

Foto: Lamborghini
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Jetzt also auch Lamborghini: Der Markt für Luxus-SUVs scheint derzeit zu explodieren. Nachdem Bentley mit dem Bentayga schon für das nächste Jahr einen edlen Offroader angekündigt hat, präsentierte auch Aston Martin mit der Konzeptstudie DBX ein sportliches First-Class-SUV, das 2020 in Serie gehen könnte.
Lamborghini ist hier anscheinend schon weiter. Mit der angekündigten Markteinführung 2018 dürfte sich der Entwicklungsstand schon im fortgeschrittenen Stadium befinden. Was Preise oder Leistungsdaten angeht, halten sich die Italiener allerdings noch bedeckt. Die 2012 vorgestellte Urus-Studie leistete 600 PS und sollte beim CO2-Außstoß neue Maßstäbe in seinem Segment setzen. Überträgt man diese Ankündigung auf den heutigen Stand der Technik, wäre es auch denkbar, dass sich Lamborghini im Plug-in-Hybrid-Regal der Konzern-Töchter bedient oder zumindest die effizienten und leistungsstarken Audi-Motoren – wie schon bei den Sportwagen Huracán und Aventador – als Antriebsoption nutzt.

Aufbau am modularen Querbaukasten?

Die Plattform für den Urus könnten die Konzernbrüder Audi Q7, Porsche Cayenne, VW Touareg und Bentley Bentayga beisteuern. Neben einem permanenten Allradantrieb, war bisher außerdem die Rede von Leichtbau-Materialien für ein optimales Leistungsgewicht, vier Sitzplätzen und einem variablen Gepäckabteil.

Foto: Lamborghini
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Im Gegensatz zu den anderen Konzern-SUV wird das SUV allerdings nicht im VW-Werk in Bratislava entstehen, sondern im Lamborghini-Stammwerk in Sant’Agata Bolognese. Neben der Bestätigung für den Bau des Urus hatten die Italiener auch angekündigt, ihr Werk deutlich auszubauen und bis zu 500 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Als Hauptmärkte für den Urus werden die USA, Großbritannien, Deutschland, Russland, China und der Mittlere Osten angepeilt. Lamborghini plant mit einem Absatz von bis zu 3.000 SUVs – pro Jahr.
Fotos: Lamborghini