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Schlagwort: komfort

Ergonomisch Autofahren: „Aktion Gesunder Rücken“

Setzen!

Deutschland lässt uns wieder einmal sitzen: Die AGR macht sich Gedanken, wie man uns den Rücken stärken kann.

Im Durchschnitt sitzt knapp die Hälfte aller AutofahrerInnen 90 Minuten oder länger pro Tag im Auto, viele auch mehr als acht Stunden. Für Österreich wird das wohl auch stimmen. Auf die Dauer ist das ungesund, vor allem für den Rücken.
Chronisches Kreuzweh und Kopfschmerzen sind ständige Begleiter. Durchs monotones Sitzen lastet hoher Druck auf der Wirbelsäule, das beleidigt Rückenmuskel und Bandscheiben.

Anforderungen

Für die Aktion Gesunder Rücken schauen sich Experten die Möblage in den neuen Autos an und vergeben ein Gütesiegel an die, die’s wirklich verdienen. Das gleiche tut man mit Nachrüst-Sitzen.
Der Sitz muss sich dem Körper anpassen, nicht umgekehrt. Die Mindestanforderungen:
• feste Grundstruktur, die die natürliche Form der Wirbelsäule wiedergibt
• ausreichende Bemaßung und Verstellwege
• verstellbare Sitzhöhe, Sitzneigung und Länge der Sitzfläche
• optimal justierbare Kopfstütze
• Vier-Wege-Lordosestütze
• während der Fahrt gut erreichbare Bedienelemente
Außerdem gibt es sinnvolle Funktionen für Komfort und Sicherheit, zum Beispiel eine Memoryfunktion, Sitzheizung und Ventilation, einstellbare Seitenwangen an Rücklehne und Sitzfläche oder eine Massagefunktion.

Foto: Peugeot/AGR
Foto: Peugeot/AGR

Einstellungssache

Der beste Autositz nützt aber wenig, wenn er falsch eingestellt wird. Richtig einstellen geht so:
• Mit dem Gesäß zurück bis an die Sitzlehne rutschen und den Sitz so einstellen, dass die Beine bei durchgetretenen Pedalen leicht angewinkelt sind
• Die Rückenlehne so neigen, dass das Lenkrad mit leicht angewinkelten Armen erreichbar ist (im Winkel von circa 110 Grad) und die Schultern auch bei Lenkbewegungen Kontakt zur Lehne haben
• So hoch als möglich sitzen – zwischen Kopf und Dachhimmel sollte aber immer noch eine Handbreit Platz sein
• Die Sitzflächenneigung so einstellen, dass die Oberschenkel locker auf der Sitzfläche aufliegen und die Pedale ohne großen Kraftaufwand durchgetreten werden können
• Die Sitzflächenlänge so einstellen, dass zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante zwei bis drei Finger breit Freiraum vorhanden sind
• Die Kopfstütze so justieren, dass der Kopf geschützt, aber der Nacken nicht gestützt wird. Beim Heckaufprall kann eine zu tief eingestellte Kopfstütze schwerste Kopf- und Halswirbelverletzungen hervorrufen. Ideal: Oberkante Kopfstütze = Oberkante Kopf.
• Verstellbare Seitenwangen sollten am Körper anliegen, ohne einzuengen
• Die Lordosenstütze unterstützt die natürliche Form der Lendenwirbelsäule: Der wichtigste Abstützbereich ist der des Beckens (Gürtellinie) – daher die Anpassung immer von unten nach oben durchführen
In diesem Sinne: nehmen Sie Platz!

Foto: Daimler/AGR
Foto: Daimler/AGR

Neuvorstellung: Citroën C3 Aircross

Keine Gefangenen

Er darf deutlich mehr auf Freiheit und Abenteuer machen, aber bitte in aller Bequemlichkeit!

„Wir sind keine Gefangenen der Airbumps“, sagt Citroën: Die seitlichen Luftpolsterln sind völlig verschwunden. Alle anderen Schlüsselreize des Marken-Stylings sind hübsch umgesetzt.
Wo der C4 Cactus auf urbane Limousine macht, umweht den C3 Aircross der Duft des Abenteuers. Bitte nicht allzu abenteuerlich, denn auch er kommt nur mit 2WD samt Grip Control.
90 Kombinationen ergeben sich aus den acht Außenfarben, vier Kontrastfarben fürs Dach, vier Stylingpaketen und fünf Farben innen.

Foto: Citroën

Praxis-Features im laut Werk klassengrößten Innenraum: verschiebbare Heckbank (um 15 Zentimeter, 2:1 geteilt), umlegbarer Vordersitz fürs Durchladen bis 2,4 Meter Länge sowie Details wie Head-up-Display und kabelloses Telefon-Aufladen.
Motorische Möglichkeiten: drei Benziner (82 PS mit fünf Gängen manuell, 110 PS mit Fünfgang-Schalter oder Sechsgang-Automatik, 130 PS mit sechs Gängen manuell) sowie zwei Diesel (100 PS/Fünfgang, 120 PS/Sechsgang; Automatik mit Diesel vorerst nicht).
Citroëns neues Welt-Mobil von wird in 94 Ländern angeboten, auch bei uns: Zu haben ab 15.490 Euro inklusive Abgaben.
Foto: Citroën

Neuvorstellung: Citroën C4 Cactus

Ohne Stacheln

Nur ein Facelift, aber was für eines: Das mittelgroße Crossover-Angebot aus Frankreich hat sich ganz dem Komfort verschrieben.

Erst drei Jahre war der C4 Cactus auf dem Markt, und schon hat ihn die französische Marke auf die Beauty-Farm geschickt. Das Endergebnis ist ein deutlich frischerer Auftritt ganz im Einklang mit dem neuen Marken-Styling.
Insgesamt will das Auto jetzt wieder mehr als Limousine verstanden werden; den SUV-Charme überlässt an dem C3 Aircross. Auf 4,2 Metern hat man dem C4 Cactus mehr Erwachsenheit anerzogen. Bemüht jugendliche Styling-Spielerei war gestern; damit sind auch die einst so umjubelten „Airbumps“ praktisch verschwunden. Ein paar finden sich noch oberhalb der Seitenschweller.

Foto: Citroën

Auf knapp 4,2 Metern Länge strahlt der Fünftürer mehr Selbstbewusstsein aus; die Marke wird stolzer präsentiert. Auch innen wirkt das Auto gereift und insgesamt hochwertiger. Die Botschaft ist klar: Das Zielpublikum darf Durchaus auch älter sein.
Der Kofferraum ist 358 bis maximal 1.170 Liter groß. Um die Sicherheit kümmern sich bis zu 12 Assistenten, unter anderem die selbstständig vorbremsende „Active Safety Brake“ oder auch Verkehrsschilderkennung, Toter-Winkel-Warner, Park-Assistent und Rückfahrkamera.

Betont bequem

Individualisten freuen sich über fünf Ausstattungen, jeweils an Interieur-Farben gebunden, und 31 optische Varianten. Nicht nur Senioren wird die neue Strategie „Advanced Comfort“ ansprechen. Für Bequemlichkeit im geräumigen, flexiblen Innenraum sorgen Sitze mit extra-flauschiger Polsterung. Auch beim Fahrerlebnis besinnt man sich alter Citroën-Werte.

Foto: Citroën
Foto: Citroën

Die hydropneumatische Federung ist zwar passé, stattdessen gibt es aber ein neues Dämpfersystem. Es soll mit zwei hydraulischen Anschläge für das Ein- und Ausfedern letzten Endes mit weniger Aufwand (und daher billiger) das gleiche wolkenweiche Fahrerlebnis bieten. Das System feiert im C4 Cactus seine Premiere und soll schrittweise in anderen Modellen nachgereicht werden.

Wie auf Federn

Bei leichtem Druck haben Feder und Dämpfer gemeinsam die vertikalen Bewegungen unter Kontrolle, ohne Hilfe der Hydraulik. Bei größerem Druck kommt der hydraulischen Anschlag ins Spiel, der für Druck oder Zug zuständig ist. Er absorbiert die Energie des Stoßes und führt sie ab. Es gibt keine Rückfederung mehr und dazu größeren Federweg. Das Endergebnis laut Werk: Ein Fahrerlebnis à la Fliegender Teppich.

Foto: Citroën
Foto: Citroën

Bewegt wird der Flieger wahlweise von drei Benzinern (82, 110 und 130 PS) oder einem Selbstzünder mit 100 PS, jeweils mit Sechsgang-Schalter. Eine sechsstufige Automatik gibt es für den 110er und ab Herbst 2018 auch für einen 120-PS-Diesel.
Angetrieben werden die Vorderräder; statt einer Allrad-Option gibt es die intelligente Traktionskontrolle namens Grip Control samt Bergabfahrhilfe. Die Preise für den Citroën C4 Cactus wissen wir im nächsten Frühjahr.
Foto: Citroën
Foto: Citroën

Extraportion Komfort: Trafic SpaceClass

Reisen wie de Gaulle

Mit über 50 unterschiedlichen Sitzkonfigurationen und zahlreichen Extras will Renault vor allem Hotels und Shuttledienste ansprechen.

Mit dem neuen Trafic SpaceClass spricht Renault aber auch Taxiunternehmen und Familien mit Bedarf für ein Fahrzeug, das gehobenen Komfort mit viel Platz und einem variablen Interieur kombiniert. Die jüngste Trafic-Variante ermöglicht über 50 unterschiedliche Sitzkonfigurationen. In der zweiten und dritten Reihe sind diese auf Längsschienen montiert. Für ein gesteigertes Wohlbefinden an Bord sollen eine Klimaautomatik, individuelle LED-Lesespots und – je nach Ausstattung – die Lederpolsterung sorgen. Seiten- und Heckscheibe sind dunkel getönt.

Foto: Renault
Foto: Renault

Renault bietet für den Trafic SpaceClass außerdem ein Ausstattungspaket an, mit dem sich das Fahrzeug in ein mobiles Büro verwandeln lässt. Die Einrichtung umfasst drehbare Sitze und einen zusammenklappbaren Tisch, der verschiedene Staufächer enthält. Ebenfalls nützlich: Sämtliche Trafic SpaceClass haben USB-Schnittstellen und Stromanschlüsse zum Aufladen von Laptops und anderen elektronischen Geräten an Bord.
Foto: Renault
Foto: Renault

Der Fahrerplatz des Trafic SpaceClass zeichnet sich durch das Lederlenkrad sowie zahlreiche Staufächer und Ablagemöglichkeiten aus. Mit dem Media Nav Evolution und dem Renault R-LINK Evolution stehen zwei Multimediasysteme mit 7-Zoll (18-Zentimeter)-Touchscreen-Monitor zur Wahl. Das Renault R-LINK Evolution verfügt über Online-Anbindung und erlaubt den schnellen Zugriff auf die persönlichen Smartphone-Inhalte via Android Auto. Äußere Merkmale des Trafic SpaceClass sind der verchromte Kühlergrill, Stoßfänger in Wagenfarbe und das „SpaceClass“ Logo auf den vorderen Kotflügeln.