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KTM präsentiert das Bike für die MotoGP 2017

Austrian Weapons

Der oberösterreichische Motorrad-Hersteller wird heuer erstmals in der Königsklasse des Sports antreten.

Foto: KTM/Sebas Romero
Foto: KTM/Sebas Romero

Der Name KTM stand in den letzten Jahrzehnten für unverwüstliche Offroad-Bikes und Motocross-Maschinen. Das belegen auch unzählige Siege bei Rennen aller Art in schwerem Gelände. Auch in diesem Jahr konnten die Mattighofener bei der Rallye Dakar einen Doppelsieg feiern. Sam Sunderland und der Österreicher Matthias Walkner ließen der Konkurrenz aus Asien keine Chance. Dass KTM nicht nur Motorräder für das grobe Gelände bauen kann, haben sie mit den Modellen Duke, RC und Adventure bereits auf der Straße bewiesen. Nun will man dies in der Königsklasse des Motorradsports untermauern.
Foto: KTM/Sebas Romero
Foto: KTM/Sebas Romero

Fünf Wochen vor dem ersten Rennen der MotoGP zeigte KTM die RC16, das Rennmotorrad für die höchste Klasse des Motorradsport. Pol Espargaro und Bradley Smith werden für das österreichische Team in der ersten Saison an den Start gehen. Bei der Präsentation im Stammwerk Mattighofen zeigte sich KTM-CEO Stefan Pierer kämpferisch: „Wir wollen im 3. Jahr in der Königsklasse am Podest schnuppern und im 4. oder 5. Jahr um Siege und um den WM-Titel fighten, wobei das natürlich auch von der Qualität der Fahrer abhängen wird“, erklärte Pierer.
Foto: KTM/Sebas Romero
Foto: KTM/Sebas Romero

Zudem wird man auch in der zweithöchsten Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft, der Moto2, mit Brad Binder und Miguel Oliveira erstmals am Start stehen. Auch das Engagement in der Moto3 wird mit den beiden Piloten Niccolo Antonelli und Bo Bendsneyder fortgesetzt werden.
Einen ausführlichen Bericht über die Präsentation und das Projekt von KTM in der höchsten Klasse des Motorrad-Sports können Sie in der nächsten Print-Ausgabe der Motor&more nachlesen.

Fotos:  KTM/Sebas Romero

KTM: Spatenstich für Museum in Mattighofen

Vergangenheit mit Zukunft

KTM baut weiter aus. Der Zweirad-Hersteller errichtet in Mattighofen ein Museum. Eröffnet wurde das neue Logistik-Zentrum in Munderfing.

Der 5. September 2015 war nicht nur sprichwörtlich ein geschichtsträchtiger Tag. Mit der Spatenstichfeier für das Museum in Mattighofen erfolgte ein weiterer Schritt zur Stärkung des Firmenhauptstandortes im Innviertel (Oberösterreich). Die gleichzeitige Eröffnung des neuen Logistikzentrums in der Nachbargemeinde Munderfing manifestiert die globale Wachstumsstrategie des Konzerns und schafft weitere Arbeitsplätze.

Foto: KTM
Foto: KTM

Vor mehr als 60 Jahren wurde in Mattighofen das erste Motorrad produziert. Heute ist das Unternehmen der größte Motorradhersteller Europas, weltweit führend im Offroad-Bereich und mit mehr als 2600 Mitarbeitern in der Region. An der Stadtplatzeinfahrt von Mattighofen erfolgt nun der Bau des KTM Museums.
Stefan Pierer, KTM-CEO: „Das KTM Museum ist das klare Bekenntnis zu unserem Heimatstandort im Mattigtal. 2003 wurden erste Ideen dazu geboren, zehn Jahre später haben wir diese wieder aufgegriffen, und ziemlich genau 25 Jahre nach der Übernahme von KTM wird Ende 2017 die Eröffnung gefeiert. Durch die Unterstützung der Stadtgemeinde Mattighofen und des Landes Oberösterreich entsteht damit auch ein touristischer Anziehungspunkt in der Region.“
Foto: KTM
Foto: KTM

Die Form des Museums erinnert an eine Rennstrecke. In Zukunft kann hier die historische Entwicklung der Marke und die Welt von KTM erlebt werden. Auf rund 9500 Quadratmetern werden die Ausstellungsräume samit einer Schauwerkstatt errichtet. Auf dem Vorplatz sind ein Gebäude mit Restaurant und Wohnungen sowie eine öffentliche Tiefgarage mit rund 130 Stellplätzen geplant.
Kurz vor dem Museums-Spatenstich erfolgte nach nur etwas mehr als einem Jahr Bauzeit die Schüsselübergabe für das neue Logistikzentrum in Munderfing. In den kommenden Wochen startet Logistikpartner Lagermax auf einer Gesamtfläche von rund 30.000 Quadratmetern planmäßig den Vollbetrieb.
Harald Plöckinger, KTM-COO: „Mit der Investition von 22,5 Millionen Euro in das neue Logistikzentrum in Munderfing werde die notwendige Infrastruktur für das weitere globale Wachstum der KTM-Gruppe realisiert und mittelfristig fünfzig neue Arbeitsplätze geschaffen.
Foto: KTM
Foto: KTM

Am weiteren Ausbau des Betriebsstandortes in Munderfing wird bereits gearbeitet. Neben einer Fabrikerweiterung von 10.000 Quadratmetern bei WP Performance Systems entsteht gerade auch ein neues KTM-Motorsportzentrum. Hier beträgt die Gesamtinvestition rund 25 Millionen Euro.“
Fotos: KTM

 

Neu & schnell: KTM X-Bow GTR

Dritte Stufe

Ab April zu haben: Den Sportwagen aus Österreich gibt es jetzt auch mit Dach – vorerst nur für die Rennstrecke.

Nach dem Extrem-Roadster X-Bow und dem X-Bow GTR mit Windschutz folgt jetzt eine Variante, die neben dem von manchen ersehnten Dach auch einen um 17 Zentimeter längeren Radstand und voll verkleidete Räder aufweist. Damit kann das Fahrzeug als GT homologiert werden.
In der Klasse GT4 gibt es weltweit viele Einsatzmöglichkeiten, außerdem eröffnet sich der US-Markt, z.B. für die World Challenge des SCCA. Entwickelt wird die Rennversion von Reiter Engineering, bislang zuständig für alle Wettbewerbsfahrzeuge der Marke Lamborghini (den neuen Huracan entwickelt das Werk jetzt selbst) und für den GT3-Camaro. Es bleibt beim Motor aus Audi-Produktion und beim Kohlefaser-Monocoque.

Wann, wo, wieviel

Vor Saisonbeginn wartet jetzt noch die Einstufung in die „Balance of Performance“. Hans Reiter: „Sowohl bei KISKA als auch bei KTM Technologies und der KTM Sportcar GmbH wurde ohne Pause gearbeitet, ebenso haben meine Leute in kürzester Zeit einen wirklich perfekten Job gemacht. Wir stecken mitten im Endspurt und es sieht gut aus, dass wir unseren selbst gesteckten, äußerst engen Zeitplan beinahe exakt einhalten können. Dementsprechend sind die ersten Testfahrten Mitte bis Ende Februar geplant.“
Und der Preis? „Mit 139.000,- Euro haben wir einen attraktiven Preis für das modernste und sicherste GT4 Rennfahrzeug am Markt geschaffen. Der GTR verfügt ja über modernste Rennsporttechnik, wie sie normalerweise nur in höheren Kategorien üblich ist. Und in Sachen Sicherheit bietet die Monocoque-Technologie einzigartigen Schutz, das gab es in dieser Klasse bislang noch gar nicht. Zudem halten sich die „Running Costs“ dank der speziellen Bauweise unseres neuesten Rennfahrzeuges in erfreulichen Grenzen.“
Das Rennprojekt hat derzeit Vorrang, auf die Straßenversion des X-Bow GTR müssen wir noch etwas warten. Aber auf der Rennstrecke sehen werden wir den X-Bow GTR heuer definitiv: Das österreichische Team ZaWotec setzt zwei Fahrzeuge ein; an der Fahrerbesetzung wird noch gearbeitet. Mit Sascha Halek steht ein Pilot bereits fest; gefahren werden die GT4 European Series sowie die nicht überschneidenden Rennen der 24h Series. Daneben wird auch Reiter Engineering weitere Fahrzeuge in verschiedenen Meisterschaften einsetzen.