Schlagwort: Selbstfahrend

Autonomes Fahren: Audi macht Fortschritte

Jack, wir fahren

Das Forschungsauto „A7 piloted driving concept“ kann Fahrmanöver auf der Autobahn mit Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer durchführen.

 
Der Versuchswagen Namens „Jack“ habe einen zur jeweiligen Situation passenden, sicheren und besonders interaktiven Fahrstil gezeigt, erklärt Audi die Fortschritte seiner Versuchsreihe. Vor allem bei Gefahrenstellen soll sich das Fahrverhalten des „Selbstfahrers“ stark verbessert haben: Der computergelenkte A7 überholt Lkw mit einem seitlichen Sicherheitsabstand, Fahrstreifenwechsel deutet er vor dem Wechsel durch Blinken und Annähern an die Fahrbahnmarkierung an.
Und auch schwierige Manöver, bei denen vorausschauendes Fahren gefordert ist, meistert der Versuchswagen. Wenn zum Beispiel andere Verkehrsteilnehmer sich beim Auffahren auf die Autobahn einfädeln möchten. Hierbei entscheidet „Jack“, je nach dem gewählten Fahrprofil, ob sich die Verkehrssituation durch Beschleunigen oder Bremsen harmonisch für alle regeln lässt. Eine weitere Neuerung: Auf Wunsch berechnet das Navigationssystem eine Route mit einem möglichst hohen Anteil pilotiert fahrbarer Strecke.
In Zukunft wird es auch Testfahrten auf deutschen Autobahnen unter realen Bedingungen – also im normalen Verkehrsbetrieb geben, so Audi.
Foto: Audi

Autonomes Fahren: Ford testet im Dunkeln

Nachtflug

Erfolgreicher Test: Ein Fahrzeug erkennt den Weg ganz ohne den Einsatz von Scheinwerfern oder sonstigen Lichtquellen.

Auf einem Testgelände in der Wüste des US-Bundesstaates Arizona probte der amerikanische Hersteller mit einem Fusion Hybrid eine Fahrt ohne Licht und Fahrer. Das Modell Fusion kennt man bei uns unter dem Namen Mondeo.

Foto: Ford
Foto: Ford

Die Versuchsfahrt diente der Erprobung eines LiDAR-Sensors, der mittels Laserstrahlen die Umgebung abtastet und eine dreidimensionale Karte erstellt.
Die gesammelten Daten werden von einer Software ausgewertet und so für die autonome Fahrt genutzt.
Auch auf einer kurvigen Wüstenstraße konnte das System den Wagen ganz ohne jegliche Lichtquelle sicher dirigieren.

Was ist LiDAR?

„Light detection and ranging“: Diese Technologie ist Autofahrern nicht unbekannt. Sie wird schon seit einiger Zeit für Abstandstempomaten und Notbremsassistenten genutzt.
LiDAR funktioniert vom Prinzip her wie ein Radar, nur werden anstatt Funkwellen Laserstrahlen zur Erfassung von Objekten verwendet. Auch die neuesten Generationen von „Radarpistolen“ verwenden das Lichterfassungssystem.

Foto: Ford
Foto: Ford

Ein Sensor mit Infrarot-Laserlicht scannt seine Umgebung, bei dieser Anwendung bis zu einer Entfernung von rund 200 Metern und bis zu 2,8 Millionen Mal pro Sekunde.
Aus diesen Daten generiert das System eine virtuelle 3D-Karte der Fahrzeugumgebung und gleicht sie mit dem Kartenmaterial im Fahrzeugspeicher ab – und dieses ist dann auch hoffentlich bis aufs allerletzte feste Hindernis am neuesten Stand!

Und wenn’s staubt?

Einen Nachteil der aktuell für Abstandsassistenten verwendeten LiDAR-Systeme kennen Autofahrer, auch im schneereichen Österreich, allerdings aus der Praxis: Bei Staubentwicklung oder auch winterlichen Verhältnissen wird die Funktion mitunter beeinträchtigt.
Das geht dann manchmal so weit, dass der Bordcomputer von selbst w.o. gibt und z.B. den aktiven Tempomaten abschaltet. Bei einem autonomen Fahrzeug ginge das nicht so ohne Weiteres.
In Arizona, wo es auch ordentlich staubt (allerdings selten schneit), hat sich das Verfahren bei diesem Test offenbar bewährt. Zweifellos wird noch eine Menge Arbeit in LiDAR-Systeme zur autonomen Steuerung von Autos bei allen Wetterlagen fließen.

Hotlaps im selbstfahrenden Audi

Kit, hol mich ab

Audi jagte einen 560-PS-Rennwagen ohne Fahrer über den Sonoma Raceway. Der Audi RS 7 piloted driving concept 2015 stellte dabei eine Rekordzeit auf.

Im Oktober 2014 erregte Audi großes öffentliches Interesse mit einem   Audi RS 7 Sportback-Rennwagen mit dem Spitznamen „Bobby“, der vollautomatisch mit zu 240 Stundenkilometer über den Hockenheimring   raste. Ohne dass sich ein Mensch im Fahrzeug befand. Nur der Computer im Audi lenkte, bremste und gab Gas. Die Audi-Ingenieure hatte für den Notfall nur per Fernzugriff die Möglichkeit das Fahrverhalten des RS 7 zu beeinflussen.

Foto: Audi
Foto: Audi

Nun legt Audi nach. Und schickt die neueste Generation des Audi RS 7 piloted driving concept – die nun zur Unterscheidung von dem in Hockenheim gezeigten automatisierten Rennwagen „Robby“ heißt – über die US-Rennstrecke im kalifornischen Sonoma Raceway.
Thomas Müller, bei Audi verantwortlich für die Entwicklung von Brems-, Lenk- und Fahrerassistenzsystemen meinte: „Das Auto erzielte Rundenzeiten, die besser waren als die von Sportfahrern.“ Der RS 7 benötigte für den 4050 Meter langen Kurs nur 2:01,01 Minuten.
„Robby“, die neue Generation des automatisierten Rennwagens, ist mit 412 kW (560 PS) unterwegs. Er wiegt im Vergleich zum Vorgänger rund 400 Kilogramm weniger. Ob beim Bremsen, Lenken oder Beschleunigen: „Das pilotiert fahrende Auto steuert alle Fahrfunktionen komplett automatisiert”, wie Audi betont.
Foto: Audi
Foto: Audi

Audi testet das pilotierte Fahren auch im realen Straßenverkehr. Anfang 2015 fuhr „Jack“, ein Audi A7 piloted driving concept, mit vielen seriennahen Lösungen vom Silicon Valley nach Las Vegas zur Consumer Electronics Show (CES). Kurz darauf fuhr dieses Auto auch auf deutschen Autobahnen selbständig mit bis zu 130 km/h.
Die Entwicklungsarbeit auf den unterschiedlichsten Testfeldern und besonders im Rennsport bringt laut Audi wertvolle Erkenntnisse für die Seriensysteme – von der Sensortechnik über die Datenverarbeitung bis hin zur Fahrzeugsteuerung und -stabilisierung.
Pilotiertes Fahren kommt mit der nächsten Generation der Oberklasselimousine Audi A8 erstmals in Serie. Die Systeme können beim Einparken oder im Stop-and-Go-Verkehr auf Autobahnen bis 60 km/h übernehmen. Diese System im A8 entspricht weitgehend dem von uns in Shanghai getesteten Stau-Piloten.
Fotos: Audi

 

Selbstfahrer: Rinspeed Budii

Autonomer aus der Schweiz

Zum 21. Mal stellt der Auto-Visionär Frank M. Rinderknecht eine Studie vor, die neue Trends ausloten soll – diesmal ist es das autonome Fahren.

Die technische Basis des Selbstfahrers mit dem Namen Budii (das spricht sich wie „Buddy“, also Freund oder Hawerer) kommt vom BMW i3.

Foto: Rinspeed
Foto: Rinspeed

Wir fahren also elektrisch, und dank der Technologie einiger namhafter Auto-Zulieferer je nach Wunsch aktiv oder passiv. Die Bodenfreiheit ist um 10 Zentimeter variabel.

Man reiche mir das Rad!

Gelenkt wird mit „Steery by wire“-Technik, es gibt also keine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und gelenkten Rädern mehr. Das öffnet neue Möglichkeiten der Flexibilität.
Statt einer herkömmlichen Lenksäule übergibt ein siebenachsiger Roboterarm das Volant an Fahrer oder Beifahrer; falls grade niemand Lust hat, räumt er es ganz weg.
Ein „TrackView“ genanntes Teleskop auf dem Dach lässt sich 70 Zentimeter hoch ausfahren und scannt dann mit hochauflösender 3D-Kamera das Terrain vor dem Auto. Automatisch werden Bodenfreiheit und Federung entsprechend justiert, mögliche Hindernisse erkannt und bei Bedarf autonom umfahren. Für die Mobilität auf der „letzten Meile“ sind zwei elektrische Mini‐Scooter in seitlich ausfahrbaren Schubladen verstaut.

Lebenserfahrung

Und „Budii“ lernt dazu: Er berücksichtigt Informationen aus seiner Umgebung und die eigenen „Erfahrungen“, sowie auch die anderer Fahrzeuge entlang seiner Route.
Das Langzeitresultat ist ein kognitiver und intuitiver Autopilot. Das System erkennt auch selbstständig die Gewohnheiten und Vorlieben des Fahrers und reduziert dadurch die notwendigen Bedienschritte auf ein Minimum.

Foto: Rinspeed
Foto: Rinspeed

Dazu gehören Radar‐ und Vehicle‐to‐X‐Lösungen ebenso wie das automatische Bezahlen des Parkplatzes per NFC, Telefonaufladung mittels „Wireless Power Charging“ sowie smarte, personalisierbare Zugangslösungen und Funkschlüssel.

Wie aufgezogen

Dass E‐Mobile auch sexy und emotionsgeladen sein können, möchte Rinspeed mit der (O-Ton Presseaussendung) „wie eine Wunderkerze funkelnden“, hell‐anthrazitfarbenen Lackierung und dem bequemen Lounge-Ambiente im Innenraum zeigen. Für Privatsphäre beim automatischen Fahren sorgt ein falt- und individuell bedruckbares Fächersystem an den Scheiben.
Und der Blick durch das Lenkrad trifft auf den intelligentesten Uhrenaufzieher der Welt. Er zieht er das Uhrwerk der edlen Schweizer (no na) Uhr auf, sobald die hochauflösende Kamera im Innenraum erkennt, dass die auf dem Zifferblatt angezeigte Gangreserve zur Neige geht.

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