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Ford Fiesta: Optik-Update & neue Motoren

Kölsche Auffrischung

Der Ford Fiesta fähr außen wie innen adaptiert in seine achte Generation. Neu ausgerichtet ist das Motorisierungs-, angereichert ist das Ausstattungs-Menu.

Das Fest zum Vierziger des Fiesta war gestern, vielmehr im Vorjahr, heuer ist Generationswechsel angesagt. Der folgt knapp nach der neuen Modellprogramm-Abrundung nach unten, durch den ebenfalls im Kleinwagen-Segment angesiedelten Ka Plus. Von dem soll sich der nunmehr 41-jährige, der in allen Modellvarianten ausschließlich in Köln-Niehl hergestellt wird, deutlich abheben.

Foto: Ford
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Das tut er mit behutsam geglättetem Outfit, er soll zweifelsfrei erkennbar bleiben. Die Motorhaube ist nun frei von Sicken. Retuschiert ist das Gesicht, siehe unter anderem Scheinwerfer und Kühlergrill. Die Heckleuchten stehen jetzt vertikal und nicht mehr horizontal. Dass er etwas gewachsen ist, um 7,1 Zentimeter auf 4,040 Meter, fällt kaum auf. Der Radstands-Zuwachs ist marginal, er beträgt gerade einmal vier Millimeter. Der Effekt ist dennoch etwas mehr Raum im Fond und ein wenig mehr Platz im Laderaum (269 bis 1.093 Liter Volumen).

Knopf- & Tasten-Reduktion

Deutlicher sichtbar ist die optische Auffrischung des Kölners am Interieur. Die Knopferl- und Tastenflut wurde um gut die Hälfte reduziert, die Ergonomie optimiert und die Materialauswahl verfeinert. Optional kann man den Innenraum mit einem à la Mode zentral aufs Armaturenboard aufgesetzten, acht Zoll großen Touchscreen krönen. Für die Individualisierung bietet Ford diverse Couleur-Pakete an, die mit den Lackfarben korrespondieren.

Foto: Ford
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Zentrales Ziel des Generationswechsels waren die Antriebsstränge. Statt des bisherigen 1,25-Liter-Vierzylinders übernimmt jetzt ein 1,1-Liter-Dreizylinder bei den Benzinern die Einstiegs-Position. Der leistet, wie im Ka Plus, 70 oder 85 PS. Darüber rangiert das bekannte Einliter-Turboaggregat, in den Leistungsabstufungen 100, 125 und 140 PS. In der Diesel-Abteilung ist der 1,5-Liter in der Basis-Auslegung auf 85 PS gestärkt, dazu kommt eine neue 120-PS-Konfiguration. Die Einspritz-Ottos sind mit einem neuen manuellen Fünfganggetriebe kombiniert, die Einliter-Turbos haben – ebenfalls neu abgestimmte – sechs manuelle Fahrstufen, ebenso wie die Selbstzünder. Den 100-PS-Benziner kann man auch mit sechsstufiger Wandlerautomatik haben.

Fahrwerks-Verfeinerung

Hohes Augenmerk haben die Techniker auch auf den Unterbau gelegt. Fein bearbeitet sind die Aufhängungen, die Lenkung und die elektronischen Stabilitätsassistenten. Das resultiert in nochmals präziserem Einlenkverhalten, zielgenauer Spurtreue und fein ansprechender Federung sowie Dämpfung. Auf dem ebenso kurvenreichen wie verkehrsarmen Test-Terrain rund um Valladolid, Spanien, zeigten der Top-Benziner sowie der -Diesel ihre Talente auch in puncto Geräuschdämmung. Die lässt dem Dreizylinder-Benziner zwar seine Stimme, dämpft aber jegliches Kreischen. Der Diesel outet sich im Fahrbetrieb gar nicht als Ölbrenner.

Foto: Ford
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Bei allem Bekenntnis zur Fahraktivität treibt Ford die Entwicklung zur pilotierten automobilen Fortbewegung weiter voran. Zeugnis davon sind bis zu fünfzehn elektronische Assistenzsysteme, die man in den Fiesta einbauen kann. Dazu gekommen ist ein auch bei Dunkelheit aktiver Kollisionsalarm mit Fußgängererkennung. Auch gibt es nun einen aktiven Einpark-Helfer. Die Fahr-Unterstützer basieren auf zwei Kamera-, drei Radar- und zwölf Ultraschall-Modulen.

Drei- und Fünftürer

Apropos Abheben vom – zweckmäßig positionierten – Ka Plus: Die Kölsche Auffrischung des Fiesta geht einher mit einer dezidierten Lifestyle-Orientierung. Die äußert sich an einem weit gespannten Spektrum an Ausstattungen, was sich nicht in den bereits erwähnten Farbkombinationen und der Tablet-Option fürs Infotainment- und Konnektivitätssystem erschöpft: Das reicht von kompletter Leder-Ausstattung über ein Panorama-Glasschiebedach bis zu Komfort-Features wie einer Lenkradheizung.

Foto: Ford
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Los legt Ford in Österreich mit dem Drei- und Fünfürer in den Versionen “Trend” und “Titanium”. Im Laufe des Herbsts folgen “ST Line” und “Vignale”. Im Frühjahr 2018 kommt die auf Robustheit getrimmte Crossover-Variante “Active” (ausschließlich 5-türig), gefolgt vom Spitzensportler ST, mit 200 PS (und 290 Nm) aus einem neuen 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner.
Foto: Ford
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Der Preis: ab 12.650 Euro für den Drei-, ab 13.150 Euro für den Fünftürer. Der Marktstart: im kommenden September.

Mercedes A-Klasse: Aktualisierung

Kompakt-Performance

Mercedes spendierte der A-Klasse ein paar Detail-Updates, der GLA hat einen Benziner neu dazubekommen.

Im Twen-Alter angelangt ist heuer die Kompakt-Baureihe von Mercedes. Die erste A-Klasse von 1997 hatte durch den Elch-Test von sich reden gemacht. Ab da wurden von allen Herstellern elektronische Fahrdynamik-Systeme in die Serien eingeführt. Weniger Aufmerksamkeit erregte der Golfklassler der ersten Generation mit seinem Auftreten, das Design war auf der zurückhaltend-konservativen Seite angesiedelt.
Sowohl das Schleuder-/Kipp-Trauma als auch die Unauffälligkeit sind passé. Mit dem Modellwechsel von 2012 verschrieben sich die Stuttgarter der Jugendlichkeit.

Foto: Mercedes-Benz
Foto: Mercedes-Benz

Sie verpassten dem Kompakten abgesehen von einer signifikanten Absenkung des Schwerpunkts ein flott abgeflachtes, dynamisches Styling (verlagerten die Van-Artigkeit auf die ebenfalls erneuerte B-Klasse) und erweiterten die Baureihe in der Folge um etliche Derivate. Die reichen vom Performer A 45 AMG mit mittlerweile 381 PS bis zum SUV-inspirierten Crossover GLA, mit Vorder- oder Allradantrieb, mit einer Leistungsbandbreite von 109 bis 381 PS. Weitere Ableger sind angekündigt. Das derzeitige Quintett soll um drei weitere Varianten angereichert werden, eine davon dürfte eine Limousine werden.

GLA im Zentrum

Um nicht nur die Leistungs-, sondern auch die Absatz-Performance der Bestehenden frisch – und vor allem jung – zu erhalten lassen die Stuttgarter ihren A- (und ebenso den B-Kandidaten) kontinuierliche Updates angedeihen. Waren im Vorjahr CLA Coupé und Shooting Brake an der Reihe gewesen, ging es fürs aktuelle Modelljahr in erster Linie um den GLA. Optisch wirkt sich das eher marginal aus, es betrifft Detail-Modifikationen an den Stoßfängern samt Nebelscheinwerfern. Dazu kommen neue Felgen-Designs und eine zusätzliche Farbe namens “Canoynbeige”, quasi eine perfekte Tarnfarbe für staubiges und sandiges Terrain.

Foto: Mercedes-Benz
Foto: Mercedes-Benz

Dafür kann man den GLA, wenn Allrad-getrieben, wie gehabt mit einem spezifischen Offroad-Paket ausrüsten, das die Karosserie im Vergleich zum Standardfahrwerk um drei Zentimeter in die Höhe hebt. Als neue Antriebs-Option addierten die Stuttgarter jetzt eine weitere Motorisierung zum ohnehin bereits reichhaltig bestückten Motorisierungsprogramm. Es ist ein Zweiliter-Vierzylinder-Benziner mit 184 PS (und 300 Nm).

Trocken traktiert

Seine Antriebs-Talente konnte er in Zuge der einen und anderen Runde auf dem Offroad-Parcours im Bereich des Hungarorings demonstrieren. Auch bei gröberen Verschränkungen tut sich der hochbeinige Stuttgarter nicht schwer. Die Traktion war angesichts staubtrockenen Terrains nicht allzu sehr herausgefordert. Als hilfreich erweist sich in jedem Fall die 360°-Kamera, die Parksensoren können bei engen Passagen der Orientierung dienen (sie sind abschaltbar), selbst wenn sie so gut wie jeden Grashalm piepsend vermelden.

Foto: Mercedes-Benz
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Paprika im Blut

Während sich der GLA durchs staubige Gemüse pflügte stellten die A AMGs auf der Rennstrecke und die Top-(AMG-)Versionen von CLA und GLA rund um den Racing-Kurs ihre Performance-Qualitäten unter Beweis. Gewissermaßen als Überleitung zum Modellwechsel, der 2018 ansteht. Als Vorbote stellten die Stuttgarter im April eine Studie auf die Bühne der Autoshow Shanghai.

Foto: Mercedes-Benz
Foto: Mercedes-Benz

Bis dahin wird der erste europäische Mercedes-Produktionsstandort außerhalb Deutschlands in Kecskemét, Ungarn, ausgebaut sein. Von dort kommen derzeit die CLA- und die B-Klasse-Varianten, weitere Derivate – gewissermaßen solche mit Paprika im Blut – werden folgen.

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