Martin Pfundner (1930 – 2016)

Foto: Ennstal Classic/Peter Meierhofer

Der Mann, der die Formel 1 nach Österreich holte und den heimischen Motorsport prägte, verstarb unerwartet im 86. Lebensjahr.

Wenn man in Büchern über den heimischen Motorsport blättert, stößt man zwangsläufig auf Martin Pfundner. Bereits im Alter von 26 Jahren arrangierte er das erste internationale Flugplatzrennen in Wien Aspern, bei dem er auch als Rennleiter fungierte.

Der Glockengießer aus Wien gilt als Initiator des ersten Formel 1 Grand Prix von Österreich, der im Jahr 1964 auf der Flugplatzpiste von Zeltweg ausgetragen wurde. Möglich wurde dies durch Pfundners Kontakte zur obersten Motorsportbehörde FIA. Dort bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten der Sportkommission, und prägte so über Jahrzehnte den internationalen Rennsport. Auch Jochen Rindt und Niki Lauda unterstütze er in deren Anfangsjahren und verhalf ihnen zu einem Cockpit in der Formel 2.

Der Mitbegründer und Herausgeber der autorevue, Vizepräsident des ÖAMTC, Direktor von British Leyland Austria, Vorstandsdirektor von General Motors Austria und Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich verfasste Zeit seines Lebens zahlreiche Bücher über den Motorsport. Pfundner verstarb völlig unerwartet am 18. April.

M.H.

Foto:Ennstal Classic/Peter Meierhofer