Löwen-Jahre bei der Dakar

Zum (vorerst) letzten Mal rollten Anfang Jänner die Peugeot 3003DKR in ihrer neuesten Evolution über die Startrampe in Lima, drei von vier Werksautos schafften es auch ins Ziel nach Córdoba, darunter Sieger Carlos Sainz. Es war der insgesamt fünfte Sieg für die Franzosen in zwei verschiedenen Epochen – eine Zeitreise.

Zeitleiste

2018
2018

In den Sand gesetzt

In den Sand gesetzt

Es ist die letzte Chance auf den Triumph am Steuer des 3008DKR Maxi für Sainz, Peterhansel, Despres und Loeb. Alle schauen auf Super-Séb, aber bei der härtesten Dakar aller Zeiten versinken seine Hoffnungen im Sand.

2018

Wasserträger

Wasserträger

Despres wird nach einem Unfallschaden zur „Peugeot Assistance“, er hilft Peterhansel und Sainz aus der Patsche bzw. aus den Patschen.

2018

Dakar-Triumph

Dakar-Triumph

Die Pechsträhne des Matador ist vorbei; Carlos Sainz („senior“) fährt mit Lucas Cruz seinen zweiten Dakar-Triumph ein. Damit heißt’s „au revoir“ – vorerst!

2017
2017

Diesel-Power

Diesel-Power

Das Team rund um Bruno Famin hat ein neues Arbeitsgerät auf die Räder gestellt. Der 3008DKR vertraut aber weiter auf 2WD und Diesel-Power. Die „Odyssee“ über 8.700 Kilometer startet diesmal in Paraguay. Das Wetter spielt nicht nur der Rallye übel mit.

2017

Formationsflug

Formationsflug

Das Pech von Carlos Sainz ging weiter, wieder war’s ein Crash.
Seine Kollegen fliegen in Formation aufs Siegerpodest: Peterhansel/Cottret vor Loeb/Elena und Despres/Castera. Wie in alten Zeiten! Die schlechte Nachricht: noch einmal, dann ist Schluss.

2016
2016

Bitte anschnallen!

Bitte anschnallen!

Bei der 38. Ausgabe zieht Peugeot alle Register. Länger, breiter, stärker: der 2008DKR ist rundum verbessert. Neben Sainz, Peterhansel und Despres startet als Dakar-Rookie ein gewisser Sébastien Loeb. Der junge Mann zeigt sein Talent mit Bestzeiten auf den WRC-artigen Etappen, später zahlt er sein Dakar-Lehrgeld.

2016

Sieg Nummer 12

Sieg Nummer 12

Eine Rallye der Extreme wird von Gluthitze oder massivem Regen gebeutelt. Routine siegt: Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret bleiben die „Messieurs Dakar“.

2015
2015

Von zwei Rädern angetrieben

Von zwei Rädern angetrieben

Sie gehen’s wieder an: Team Peugeot setzt beim Comeback auf Zweirad-Antrieb. Die drei 2008DKR mit V6-Diesel und je zwei Turbos haben als „Buggys“ größere Räder und einen längeren Federweg als die Allradler. Die Star-Dirigenten heißen Carlos Sainz, Stéphane Peterjansel und Cyril Despres.

2015

Beutezug

Beutezug

Völlig anders auch die Strecke: jetzt in Südamerika über 9.300 Kilometer von Buenos Aires durch Argentinien, Bolivien und Chile wieder zurück. Diesmal machen die Löwen noch keine Beute …

1990
1990

Letzter Akt … vorerst

Letzter Akt … vorerst

Letzter Akt der ersten Peugeot-Ära, wieder mit illustrer Verstärkung. Für nordische Dominanz sorgen nicht nur Ari Vatanen und Bruno Berglund, sondern auch Björn Waldegård. Mit „Fenouil“ an seiner Seite wird er Zweiter. Das Löwenrudel am Siegerfoto komplettiert Alain Ambrosino mit dem 205er. Vatanen ist weder von einer Irrfahrt (schon wieder in Mali) noch von einem Baum aufzuhalten. Damit wandern die Peugeot in die Garage, die Schwestermarke Citroën stürzt sich in die Dünen.

1989
1989

Kopf oder Zahl?

Kopf oder Zahl?

Die Entscheidung über den Sieg fällt das Glück. Jean Todt wirft die Münze, Vatanen wählt Zahl. Damit kommen Vatanen/Berglund vor Ickx/Tarin ins Ziel. Den 205 T16 gibt’s auch noch; Guy Frequelin und der spätere Dakar-Chef „Fenouil“ werden Vierte, Patrick Wambergue/Alain Guehennec Achte.

1989

Allrounder mit Charme

Allrounder mit Charme

Diesmal führt die Reise zum Lac Rose über Tunis. Vatanens Teamkollege ist niemand geringerer als Jacky Ickx, damals Rekordhalter in Le Mans und regelmäßiger Dakar-Starter seit 1981.

1988
1988

Größte Dakar aller Zeiten

Größte Dakar aller Zeiten

Zehnte Ausgabe der Paris-Dakar: über 600 Teilnehmer, davon 311 Autos. Peugeot Sport hat seine Lektionen gelernt und aufgerüstet, das neue Auto heißt 405 T16. Vatanen ist wieder auf Sieg gesetzt, aber ganz ohne Drama geht’s bei dem Finnen nicht.

1988

Diebesgut

Diebesgut

Eines Morgens in Mali ist sein Auto weg. Gestohlen! Er bekommt es zurück, aber zu spät. Plan B bei Peugeot, der Sieg geht an Juha Kankkunen/Juha Piironen im zweiten 405 T16.

1987
1987

Der Co-Pilot als Chef

Der Co-Pilot als Chef

Nach dem Ende der Gruppe B in der WM sieht das Werksteam seine Chance bei der Marathon-Rallye. Unter der Leitung von Jean Todt bringt Peugeot Talbot Sport drei 205 T16 Grand Raid an den Start in Versailles.

1987

Erster Dakar-Sieg

Erster Dakar-Sieg

13.000 Kilometer über Barcelona und Algiers nach Dakar, und Drama für Ari Vatanen schon beim Prolog: Nach einem Unfall rutscht er aus den Top 200 und legt den Schnellgang ein… – 14 Tage später sind Vatanen/Giroux die ersten Sieger für Peugeot. Safari-Legende Shekar Mehta wird Vierter. –

1978
1978

Die Reise beginnt

10.000 Kilometer, eine abenteuerliche Reise ins Unbekannte: Die Idee von Thierry Sabine wird Realität. 182 Teilnehmer starten am 26. Dezember in Paris zur Reise in den Senegal. Mit dabei schon damals: Peugeot.

1978

Unverwüstlich

Ein 504 und ein 404 Plateau (Pickup) schaffen es nach Dakar. Nicht PS-stark, aber unverwüstlich und perfekt für die Abenteurer der ersten Jahre. Später wird der Geländewagen P4 beliebt bei den Privatiers. Aber schon bald regieren bei der Paris-Dakar die PS-Profis.

 

Zeitleiste: Keijo Keke Platzer
Titelfoto: Le Floc’h/DPPI
Fotos Zeitleiste: Peugeot Sport