Comeback der Jänner Rallye: Interview Robert Zitta

Robert Zitta

2018 organisiert Zitta zum ersten
Mal die Jänner-Rallye Foto: Werner Schneider

Österreichs berühmteste Wettfahrt, die Jänner-Rallye, feiert 2018 ihr Comeback mit einem ORM-Lauf – aber nicht jeder freut sich darüber. Keine leichte Aufgabe für Neo-Organisator Zitta.


R&m:
Warum hat’s mit der offiziellen Verkündung der 33. Jänner-Rallye so lange gedauert?

Zitta: Die Unterlagen waren bereits Juni, Juli dort. Erst im August haben wir eine Rückmeldung bekommen, woraufhin wir auf Hochdruck ein paar Sachen ändern mussten. Detailzeichnungen hat die Bezirkshauptmannschaft noch von uns gebraucht bzw. Nachjustierungen in der Veranstaltungstechnik. Da gab’s ja ein Unglück im oberösterreichischen St. Johann im Walde (Anm.: Zeltfest-Unglück diesen Sommer). Jetzt gibt’s da verschärfte Bedingungen. Da geht’s auch um die Schaffung von Parkplätzen und wie die Leute kontrolliert dorthin kommen. Viele, die gerne starten würden, warten auf das Reifenreglement.

R&m: Für die Winterrallye braucht’s eigene Reifen, mit den Bestellungen wird es nun knapp.

Zitta: Es gibt widersprüchlichste Meinungen, wir arbeiten an einem vernünftigen Reifenreglement, das für alle leistbar ist. Das sollte mit der Ausschreibung Anfang November da sein, dann hat man noch gut zwei Monate Zeit.

R&m: Ist der Termin (4. bis 6. Jänner 2018) klug gewählt? Einige ÖRM-Fahrer äußern Bedenken, für sie ist der Termin zu früh.

Zitta: Die Jänner-Rallye war immer in diesem Zeitfenster. Das ist noch in den Weihnachtsferien, da ist der Schulverkehr noch nicht da, der öffentliche Verkehr noch relativ gering. Sonntag räumen wir dann die Baustelle und die Messehalle Freistadt wieder zusammen. Es ist in der Vergangenheit versucht worden, zwei Wochen später zu starten. Da war dann nur mehr die Hälfte des Zuschauerzuspruchs. Die Schwierigkeit ist: Den richtigen Termin vorauszusagen, geht sowieso nicht. Das ist halt eine Rallye, sonst könnten wir auch in der Halle fahren.

R&m: Konntet ihr auf die letzte Jänner-Rallye (2015) aufbauen, aus den Fehlern lernen oder etwas übernehmen?

Zitta: Von der Basis bin ich ausgegangen. Eine Sonderprüfung haben wir gestrichen, das ist die Pregarten-Prüfung. Wenn Schnee liegt, dann eher weiter oben und Pregarten ist der niedrigste Punkt. Wenn du mit Schneerädern fährst, dann wird das ungut für die Teilnehmer. Wenn ich auf den ERC-Lauf zurückblicke, das hat Dimensionen und Kosten angenommen, die nahezu unüberschaubar waren. Der Club steht zum Glück gut da. Wir wollen den Ball flach halten und haben gesagt, wir machen einen ÖM-Lauf, aber mit zwei Tagen. Wir werden uns überraschen lassen, ob‘s gut oder schlecht ist. Wenn wir es schlecht gemacht haben, können wir es 2019 besser machen.

Das komplette Exklusiv-Interview lest ihr in Ausgabe 10/2017, ab Samstag (4. November 2017) im Handel oder als E-Paper: APA-Kiosk

Titelfoto: Robert May