Test: Volvo XC40 1.5 T2 Momentum – Jungtier

Sep 25, 2020 Featured, motor&more, Tests, Volvo

Den Dreizylinder im kompakten XC40 konnte Volvo bereits als neues Einstiegsmodell etablieren, jetzt reichen die Schweden mit dem T2 eine neue Basis mit 129 PS nach.

Im aufgeräumten Innenraum fallen vor allem die edle und saubere Verarbeitung und der große vertikale Monitor auf. Die Türen nehmen auch große Flaschen auf. Platz ist großzügig vorhanden, vor allem in der Breite. Auch im Fond braucht man sich nicht zu verstecken. Bein- und Kopffreiheit sind klassenüblich sogar großzügig, die Ladekante zu hoch.

Schwebeschwede

Stress bereitet das Kompakt-SUV keinen. Ingesamt fühlt man sich schnell geborgen. Auch der Basis-XC40 stellt eine angenehme Komfortalternative zu manch überhärteten Konkurrenten dar. Die angenehm leichtgängige Lenkung dürfte jedoch gerne mehr Rückmeldung liefern. Der Dreitöpfer läuft erstaunlich ruhig und vibrationsarm. Nur an der Ampel merkt man, wie die Bremsen den Vorwärtsdrang des willigen Motors noch in Schach halten, ehe die Start-Stopp-Automatik ihn erlöst. Im Stadtrevier gibt es reichlich Leistung und Drehfreude, alles darüber hinaus wird dem kleinen Turbo aber merklich mühsamer, vor allem voll besetzt und beladen. Die Dämmung ist ziemlich gelungen, nur ab und zu dringt ein kurzes Knurren oder Pfeifen vom Turbo in den Innenraum.

Übers Ziel

Die Steuerung über den großen Touchscreen passt eigentlich nicht in Volvos Sicherheitsanspruch. Fast alle Funktionen, darunter sogar Klimatisierung inklusive Umluft finden sich nur noch in Menüs und Untermenüs. Die Berührungsempfindlichkeit ist zwar gut, die Schrift aber zu klein. Die wenig intuitive Menüführung zielt klar auf die jüngste Smartphone-Generation ab.
Ansonsten ist der XC40 voll mit Sicherheitsassistenten, welche offenbar feinfühliger arbeiten, unnötige Notbremsungen erlebten wir keine mehr. Auch Warntöne nerven nicht mehr, dafür fällt nun, dank eines kurzen Hängers, auf wann die Schleife des Blinkgeräusches von vorne beginnt.

Der neue Basismotor fühlt sich nicht nach Verzicht an, kennt aber seine Grenzen in der Dynamik und ist auch kein Sparwunder. Mit Allradverzicht obendrein wird der gut bezahlte Stadtkraxler erträglich leichter. Auch schön: Ein Handschalter ist auch noch zu haben.

Technische Daten:
MOTORTYP R3-Turbo­benziner
LEISTUNG 129 PS
DREHMOMENT 245 Nm
0 AUF 100 KM/H 10,9 Sek.
SPITZE 180 km/h
GETRIEBE 8-Gang-Automatik
ANTRIEB Frontantrieb
LEERGEWICHT 1.554 kg
REIFEN 235/60 R17
REICHWEITE 771 km
VERBRAUCH 7,3 L/100 km
TESTVERBRAUCH 8,6 L/100 km
CO2 165 g/km
KOFFERRAUM 460 Liter
PREIS 33.191 Euro