Lola-Gründer Eric Broadley verstorben

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Der Rennwagen-Entwickler und Gründer von Lola Cars verstarb im Alter von 88 Jahren.

Seine Karriere startete der gelernte Architekt in den frühen Fünfzigern im „750 Motor Club“, in denen sich spätere Rennsportgrößen wie zum Beispiel Colin Chapman trafen. Die jungen Bastler versuchten damals – mit den begrenzten Mitteln der Nachkriegszeit – Rennwagen zu bauen. Mit seinem zweiten Wagen schaffte Broadley es, in Brands Hatch als Erster eine Rundenzeit von unter einer Minute zu fahren.

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Diese Erfolge veranlassten ihn, 1962 sein eigenes Unternehmen Namens „Lola“ zu gründen. Übrigens: Der Name stammt aus dem Song „Whatever Lola wants, Lola gets.“ In den Sechziger-Jahren entwickelte sich die Firma zum größten Hersteller von Rennwagen aller Arten. 1962 war man mit dem Lola Mk4 erstmals in der Formel 1 vertreten. Broadleys innovative Radaufhängung diente bis in die 1970er-Jahre als Vorbild für alle anderen namhaften Hersteller.

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1966 gewann Graham Hill mit einem Lola T90 das Indy 500. Der Lola T70 mit Chevrolet-Motor siegte 1969 mit den Fahrern Mark Donohue und Chuck Parsons beim den 42 Stunden von Daytona.

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Doch man belieferte auch Teams in der Formel 2, Formel 3, Formel Ford, Formel V und natürlich der legendären CanAm-Serie. In den Jahren 1987 bis 1991 baute Lola für das Larrousse-Team Formel-1-Wagen, was aber keine Früchte trug. Broadley versuchte 1997 mit einem eigenen Team in der F1 anzutreten, was aber ebenfalls scheiterte. Danach ging die Firma in Konkurs und ihr Gründer verkaufte diese an Martin Birrane. Broadley blieb der Marke aber Zeit seines Lebens verbunden. Er verstarb am 29. Mai im Alter von 88 Jahren.